Dirty Thrills servieren mit „Heavy Living“ britischen Vintage Rock

Dirty Thrills 720x340

Vom Gabentisch der Redaktion ist mit „Heavy Living“ das zweite full length Album der Londoner Dirty Thrills bei mir gelandet. Das gute Stück wurde zwar bereits am 15. September 2017 via Frontiers Music veröffentlicht. Aber gute Musik hat ja bekanntlich kein Verfallsdatum… Dirty Thrills wurden stilecht in einem Pub gegründet und schon optisch ist klar, wer bei der musikalischen Ausrichtung Pate steht: Led Zeppelin und Deep Purple dürften sich da in vorderster Front einreihen. Wie da klingt? Werfen wir doch mal einen Blick in das Video zu „Law Man“:

 

Dirty Thrills beginnen tief

Zum Anfang der Platte kommt der Bass in „I’ll Be With You“. Ich mag  so etwas und der Song kommt angenehm rockig rüber. Wie eingangs erwähnt, klingen die Rock Giganten der 70er durch, der Sound ist aber durchaus modern. „Go Slow“ ist gar nicht so langsam, hat aber diese angenehme schwere und Heaviness. Guter Song. „Law Man“ kommt deutlich beschwingter aus den Boxen und hat einen Drive, der einen sofort mitwippen lässt. Ebenfalls gut, wie ihr im obigen Video ja selber testen könnt. „Hanging Around“ hat erstmals auch ruhigere Momente und zeigt, das Sänger Louis James auch diese beherrscht. Aber trotzdem bleibt dieser Song bei mir nicht so richtig im Ohr hängen. Angenehm zu hören, aber etwas fehlt. Den nächsten Song „Lonely Soul“ gibt es auch auf Video in einer Live Version. Eine ruhige Nummer, getragen vom Gesang, die mir gut gefällt. Aber seht selbst:

 

Dirty Thrills bieten keine Lösung?

Zu Beginn der zweiten Hälfte steht wieder ein catchy Riff. „No Resolve“ mag zwar keine Lösung bieten, ist aber ein super eingängiger Song im Midtempo Bereich, sehr schön. Auf das orientalisch angehauchte Zwischenstück „Interlude“ hätte ich verzichten können. Das folgende „The Brave“ rockt dann wieder härter, ist auch gut, aber ohne hängen zu bleiben. Einen fast Jam-artigen Charakter hat „Rabbit Hole“. Für Freunde solcher Songs mit Sicherheit ein Highlight der Platte. Auch dazu gibt es unten wieder ein Video, damit ihr euch selber ein Bild machen könnt. Mir gefällt’s! Auch der Alkohol kommt nicht zu kurz. Nein, Scherz beiseite. „Drunk Words“ ist getragene Nummer mit einem soulig-bluesigem Unterton. Und „Drunk words are sober thoughts„. Da ist etwas wahres dran. Zum Abschluss ziehen die Dirty Thrills das Tempo aber noch einmal ordentlich an. „Get Loose“ ist ein energiegeladener Rocker, der live sicher für ordentlich Stimmung sorgt. Gerne mehr davon.

 

Dirty Thrills – gut mit Luft nach oben

Die Dirty Thrills haben mit „Heavy Living“ ein gutes Album abgeliefert. Ihre eigene Beschreibung Heavy Blues Rock trifft es schon sehr gut. Sänger Louis James hat eine sehr gute Stimme und der Rest der Band liefert das passende Fundament. Freunde der 70er Rock Giganten kommen hier sicher auf ihre Kosten und denen kann ich das Album auch ans Herz legen. Ich selber habe das Album auch gerne gehört und es gibt auch nichts daran auszusetzen. Es ist gut, aber dieser letzte Tacken, den man nie genau definieren kann, der fehlt. Aber es ist ja auch erst das zweite Album und somit haben die Dirty Thrills noch Luft nach oben und ich werde sie auf jeden Fall weiter im Auge behalten. Wer das auch tun will, kann das über die Homepage oder ganz zeitgemäß über Facebook. Das Album kann stilgerecht auf Vinyl über den Link unten bestellt werden.

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Dirty Thrills 720×340: cmm online
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

19 + 9 =