MOTION DEVICE – „Motion device IV“ (VÖ: 04.09.2020)

MOTION DEVICE Albumcover Motion device IV - Beitragsbild

MOTION DEVICE – „Motion device IV“ (VÖ: 04.09.2020)

Aus dem schönen Kanada stammen MOTION DEVICE. Der Vierer hat bereits im September diesen Jahres sein aktuelles Album mit dem wenig aufregenden Titel „Motion device IV“ veröffentlicht. Die darauf enthaltenden 16 Tracks bringen es auf satte 75 Minuten! Das ist mal eine Ansage. Aber bekommen wir da auch Klasse und nicht etwas nur Masse? Das wollen wir uns gleich mal genauer ansehen, denn wir von metal-heads.de wollen euch ja einen möglichst umfassenden Eindruck von den aktuellen und kommenden Veröffentlichungen liefern.

3 Geschwister und ein Cousin – fertig ist das Line up!

Schauen wir uns erst einmal die Besetzung an. Da haben wir einmal Drummer David Menoudakis und seine Schwester Andrea an Bass und Keyboard. Die andere Schwester Sara hat den Posten als Frontfrau übernommen. Dann hat man nur noch Cousin Josh Marrocco als Gitarristen verpflichten müssen und schon stand das Line up des Vierers. Familienbande könnte man sagen. Coole Sache! Welche Familie hat schon solche musikalischen Kompetenzen, eine ganze Band ohne Verstärkung von außen auf die Beine zu stellen. Respekt!

Schauen wir uns die Musik einmal näher an. Los geht es mit einem kurzen und eher ruhigen Intro. Überflüssig! Dann der eigentliche Opener mit gut 5 Minuten Spielzeit. „Blindfold it away“. Zunächst zieht uns der Gesang in den Bann. Dann rockt es amtlich los mit E-Gitarren und heavy Drums. Stark! Wir hatten euch den Song hier bereits mal vorgestellt.

Das sagen MOTION DEVICE zur Single

Das sagt die Band selbst zu der Nummer: “The beginning riff was the very first piece of music that began the writing process for the album. Josh first recorded the guitar arrangement, then sent it to David and Andrea and before you knew it they were jamming it out together. It was also the song that set our vocalist Sara on a brand new path of lyrical writing that was the start of the most writing Sara had done on any album up to this point. Her lyrics and the band’s progressive sound can be heard throughout this new album and if there’s one song that encompasses who MOTION DEVICE is, this is it!”

Aber wir haben auch noch direkt das Video zum Song parat. Dann könnt ihr euch selber eine Meinung bilden. Bitte sehr.

So geht es nach dem Opener weiter

Der nächste Track trägt eine melancholisch rockige Note. Der Gesang steht im Fokus und die Musik plätschert eher so vor sich hin. Stellenweise fühlt man sich an DRAIN erinnert (Ich weiß nicht, wer die Band noch kennt…). „No control“ startet mit nervigen Tonfolgen, bevor nach einer halben Minute der Gesang einsetzt. Bis das Ganze Fahrt aufnimmt dauert es noch einmal eine Weile. Etwas langatmig diese Nummer. Puuh! Was ist denn das!? „Unmonster me“ lässt mich fühlen „wie auf Drogen“ (wobei ich sofort ergänzen möchte, dass mir da jede praktische Erfahrung fehlt…aber so stelle ich mir das vor). Wabernd, bedröhnt so spaziert dieser Song an mir vorbei. Vereinzelt flackert kurz mal mehr Leben auf. Ich reiche den Joint mal weiter…und hoffe auf Besserung bei Track 6.

Es rockt erst mal 20 Sekunden instrumental, bevor die Stimme der Sängerin einsteigt. Die greift die Stimmung auf und auch wenn es etwas ruhigere und nachdenkliche Passagen gibt, so rockt das Ganze doch prima. Es geht auch gemäßigter. Das erleben wir beim nächsten Song. Basales Drumming, Akustikgitarre und ein emotionaler Gesang. Aber man hält es nicht durch, nach knapp 2 Minuten wird es zumindest vorübergehend etwas rockiger und dann auch noch mal zum Ende des Stückes. Und dann? Kommt wieder so ein waberndes Ding. Will man das? 45 Sekunden, bevor es langsam und schwer losröhrt. Tiefe Töne, gedrückte Stimmung. Fast foward…

Manches ist überflüssig und verzichtbar

„Sweet desire“ mit einem – so finde ich – deutlich positiveren Vibe baut mich dann wieder etwas auf. Der nachfolgende Track ist dann eher spacig und rein instrumental gehalten. Ich hätte diese 3 Minuten Musik nicht vermisst.

MOTION DEVICE – „Motion device IV“ (VÖ: 04.09.2020)

MOTION DEVICE Albumcover Motion device IV

Vielseitigkeit? Auf jeden Fall

„The ocean floor“ hat einen eher zurückhaltenden Beginn und ein ebensolches Ende, dazwischen geht dann schon ein bisschen die Post ab. Das Dutzend wird mit einem Rocker von Anfang an voll gemacht. Versöhnlich. Einer meiner Lieblinge auf diesem Album!! „Here 4 you“ passt auch, nach einem eher ruhigen Start rockt es hintenraus noch mal gut! Bäm! MOTION DEVICE können auch Ballade – „Bleeding inside“. Das ist echt Musik mit Gefühl! Wie nehmen wir Abschied? Mit einem 8-Minuten-Song. Der schüttelt uns noch einmal ordentlich durch und dann klingt er langsam aus…

Das Fazit bei metal-heads.de zum MOTION DEVICE-Album

Das Fazit bei metal-heads.de: Puuh! An dieser Stelle eine Zusammenfassung zu formulieren, fällt mir wirklich nicht leicht. Ich bin ja ursprünglich über die Single auf das Release aufmerksam geworden. Der Song ist echt stark! Mit gefällt grundsätzlich die Idee, eine Band ausschließlich aus Familienmitgliedern zu gründen. Musikalisch gesehen würde ich MOTION DEVICE eher im Rock einordnen. Es gibt auch proggige Elemente. Interessant ist die Tatsache, dass im Pressetext zu Beginn von Progressive Metal die Rede ist und ein ganzes Stück weiter unten von Independent Hard Rock gesprochen wird. Aber egal. Diese Schubladen sind eh zweitrangig. Ich hatte ehrlich gesagt nach dem ersten Höreindruck durch die Auskopplung eine andere Vorstellung von dem Material. Insofern bin ich schon ein bisschen enttäuscht. Aber positiv betrachtet liefern MOTION DEVICE eine ziemlich abwechslungsreiche Mischung von Stil-Elementen und Stimmungen.

Mehr Infos zur Band gibt es auf deren Homepage.

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Bildquellen

  • MOTION DEVICE Albumcover Motion device IV: Asher Media
  • MOTION DEVICE Albumcover Motion device IV – Beitragsbild: Asher Media
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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