PREY FOR NOTHING – „Kivshan“ Review

Melodic Death Metal

Jetzt habe ich während meiner Tätigkeit als Redakteur bei `metal-heads.de´ schon Bands aus vielen Ländern der Welt genießen dürfen. Nur Israel war bisher nicht dabei. Und plötzlich preschen PREY FOR NOTHING (Facebook) durch meine Ohren und ich denke mir: Boa, was für ein fetter Sound! Das muss ich doch mal tiefer in die Materie einsteigen. Gesagt, getan!

Eigentlich gibt es die Band schon seit 2006, aber nach dem dritten Album „The Reasoning“ aus dem Jahre 2014 gab es einen Bruch in der Band, so dass man sich danach erst einmal neu sammeln und orientieren musste. Aber hinschmeißen war keine Option und man stellte wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen, um noch mal neu anzugreifen. Und so entstand schließlich das neue Album „Kivshan“, das bereits im Mai veröffentlicht wurde. Hier könnt Ihr es kaufen: Kivshan | Prey For Nothing (bandcamp.com)

Hemmungslose Action!

„Angels Of Atheism“ wirbelt direkt und unmissverständlich wie ein Hurricane drauflos. Sofort fällt das prägnante Riffing auf, welches sich unmittelbar im Ohr festsetzt. Weiterhin fällt mir der Gesang von Yotam Defiler Avni sehr positiv auf, der den Song mit Growls und Screams in diversen Tonlagen befeuert. Das macht mächtig Dampf! Insgesamt ist die Diversität ein Merkmal von PREY FOR NOTHING. Ein längere monotone Abfolge wird man hier nicht finden. Der Sound lebt von Tempi-und Rhythmuswechseln. Trotzdem ist „Angels Of Atheism“ ein relativ eingängiger Smasher, der spannend und kurzweilig daherkommt. Technisch bewegen sich PREY FOR NOTHING auf hohem Niveau. Somit haben wir mit „Angels Of Atheism“ schon mal eine fette Ansage, die dazu einlädt sich den Rest des Albums anzuhören.

Massiv aggressiv

prügelt der Sound alles in Grund und Boden. Die Eingängigkeit und das Tempo fahren PREY FOR NOTHING mit den nachfolgenden Songs aber erst einmal zurück. Die Vehemenz bleibt aber auch bei den vertrackten Songs ungebrochen, wobei die melodische Komponente selbstverständlich nicht außer Acht gelassen wird. Fette Riffs und fummelige Leads bestimmen häufig das Geschehen. Man bekommt auch tolle Gitarrensoli zu hören und der Schlagzeuger bietet ebenfalls eine hochwertige Performance.

Und auch wenn Sänger Yotam meistens mit extremen Vocals wie Growls und Screams arbeitet, so schmettert er doch hin und wieder mit einer „normalen“ kräftigen Voice durch die Songs, siehe z.B. „Ocean Of Tar“ oder noch deutlicher bei „The Pinnacle Part Two: Remez“ .

Manchmal klingen die Songs beabsichtigt nicht ganz so geradlinig, sondern sind ein wenig vertrackt ohne dabei kompliziert zu wirken. Dafür ist der

Titelsong „Kivshan“

ein sehr gutes Beispiel. Mit einem fast ruhigen melodischen Beginn startet dieser Song, der im Verlauf wohl mit den stärksten Kontrasten auf dem Album daherkommt. Vertrackte brutale Passagen wechseln mit eingängigen fast schmeichelnden Melodien im Chorus mit seinen cleanen Vocals. Ein sehr spezieller interessanter Song, auch aufgrund der hebräischen Sprache.

Die letzten vier Tracks sind Komponenten des konzeptionellen Songs „The Pinnacle“. Dabei hat mich vor allem der zweite Akt „Remez“ voll aus den Puschen gehauen. Der Song erzeugte bei mir in seinen rasenden Parts mit der gnadenlos geilen Metlröhre von Sänger Yotam fantastische Vibes. Eine endgeile Nummer!

Fazit

PREY FOR NOTHING stehen für verdammt geilen Melodic-Death-Metal! Das Album „Kivshan“ besticht durch seine unbändige Power auf technisch hohem Level, wobei geschickt mit melodischen Komponenten agiert wird. Das Songwriting erfreut durch eine angenehme Varianz, die sich durch clevere Rhythmus- und Stimmungswechsel auszeichnet. Allerdings finde ich auch gerade die eingängigeren Songs und Parts ziemlich geil (z.B. „Angels Of Atheism“ oder „The Pinnacle:Remez“). Von denen könnte es nach meinem Geschmack noch mehr geben. Jedenfalls haben die Jungs es echt drauf und mit diesem Sänger ist alles möglich.

English review

Melodic Death Metal

Now during my work as an editor at `metal-heads.de‘ I have been able to enjoy bands from many countries around the world. Only Israel was not there until now. And suddenly PREY FOR NOTHING (Facebook) rush through my ears and I think: Damn, what a fat sound! I have to go deeper into the matter. No sooner said than done! Actually, the band has been around since 2006, but after the third album „The Reasoning“ from 2014, there was a break in the band, so they had to regroup and reorient themselves after that. But quitting was not an option and they put together a powerful troop again to attack again. And that’s how the new album „Kivshan“ came into being, which was already released in May of this year. You can get it here: Kivshan | Prey For Nothing (bandcamp.com)

Unrestrained action!

„Angels Of Atheism“ whirls directly and unmistakably like a hurricane. Immediately the concise riffing is noticeable, which immediately settles in the ear. Furthermore, I notice the vocals of Yotam Defiler Avni very positive, who fires the song with growls and screams in various pitches. That makes mighty steam! Overall, the diversity is a feature of PREY FOR NOTHING. You will not find a longer monotonous sequence here. The sound lives from tempo and rhythm changes. Nevertheless, „Angels Of Atheism“ is a relatively catchy smasher, which comes along exciting and entertaining. Technically PREY FOR NOTHING move on a high technical level. Thus we have with „Angels Of Atheism“ already a fat announcement, which invites to listen to the rest of the album.

Massive aggressive

the sound beats everything into the ground. Catchiness and the speed PREY FOR NOTHING drive back with the following songs. The vehemence remains unbroken even in the more twisted songs, whereby the melodic component is of course not disregarded. Fat riffs and fiddly leads often determine the action. You get is also great guitar solos and the drummer also offers a high quality performance.

And even if singer Yotam mostly works with extreme vocals like growls and screams, he still belts sometimes through the songs with a „normal“ powerful voice, see for example „Ocean Of Tar“ or „The Pinnacle Part Two:Remez“ . And this also ignites a hot fire!

Sometimes the songs don’t sound quite as straightforward, but are a bit tricky without seeming too complicated. For this the

titlesong „Kivshan“

a very good example. This song has an almost quiet melodic beginning, but in the course probably comes along with the strongest contrasts on the album. Intricate brutal passages alternate with catchy almost flattering melodies in the chorus with its clean vocals. A very special interesting song!

The last four tracks are components of the conceptual song „The Pinnacle“. Thereby, especially the second act „Remez“ has blown me away.The song created fantastic vibes in its raging parts with the mercilessly awesome metal voice of singer Yotam. An awesome burner!

Result

PREY FOR NOTHING stand for damn great melodic death metal! The album „Kivshan“ captivates with its unbridled power on a technically high level, while cleverly acting with melodic components. The songwriting pleases with a pleasant variance, which is characterized by clever rhythm and mood changes. However, I also find the catchier parts pretty cool (in songs like „Angels of Atheism“ or „The Pinnacle:Remez“). There could be more of them, to my taste. Anyway, the guys really have it and with this singer everything is possible.

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Bildquellen

  • Prey For Nothing Live Photo 6: hardlife promotion
  • Prey For Nothing Live Photo 5: hardlife promotion
  • Prey For Nothing Live Photo 1: hardlife promotion
  • PREY FOR NOTHING Cover+Infos: Cover+Infos+Logo-->hardlife promotion// Background etc.-->Pixabay
  • Prey For Nothing Titelbild: hardlife promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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