SINIESTRO-„Vortexx“-Review

(Review German & English)

Blackened Thrash Metal

knallen uns SINIESTRO ( Facebook ) um die Ohren. SINIESTRO sind ein ganz besonderes Projekt. Zwei Musiker, die aus zwei ganz verschiedenen Regionen kommen. Der eine nennt sich Commander und stammt aus dem heißblütigen Chile und der andere ist The Machine aus dem kalten Schweden. Eine sehr interessante Mischung, die hoffentlich nicht nur heiße Luft oder ne kalte Dusche verspricht. Also mal sehen, ob „Vortexx“ ab dem 14.05.2021 uns den Kopf verdrehen wird.

Voll auf die Zwölf

landet der Opener „One Last Bullet One Last Ride“ ohne Umschweife im Angriffsmodus einen Treffer nach dem anderen. Es ist eine wüste Raserei! Es ist ein Ritt, bei dem die knackigen Riffs in einem festen Basssattel auf schnell galoppierenden Drums davonpreschen. Der Commander peitscht das Wildpferd mit seinem energischen Shouting bzw. Screaming noch weiter an und gibt ihm ordentlich die Sporen. Was für eine unbändige pure Energie, die sich hier entlädt; ganz ohne Firlefanz. Einer der aggressivsten wildesten Trash-Metal-Songs ganz , die ich momentan kenne. Einfach mitten in die Fresse, dass einem schwindelig wird.

Keine Gnade

lassen SINIESTRO vorerst walten. Auch der Titelsong „Vortex“ brettert vehement voran und wirbelt nicht nur Staub, sondern einen ganzen Sandssturm auf. Dabei wechseln SINIESTRO zwischen stampfenden massiven Parts und brutaler Prügelei.

„Black Acid Rain“ ist ein wenig verhaltener, aber bei weitem nicht harmlos. Der Song lebt auch durch die giftigen Black-Metal-Screams des Commander, die er gerne mal wütend in die Welt schreit. Geil ist ebenfalls das rockige fetzige Gitarrensolo, dass einen voll mitnimmt.

Gar ungewöhnliches

Commander (Vocals, Guitars, Bass, Organ)

erklingt dann an manchen Stellen auf dem Album. Da hätten wir zum einen den Song „Blod Eld DöD“ (Blut Feuer Tod), der wie leicht zu erkennen, nicht in englischer Sprache präsentiert wird, sondern in schwedisch. Hier haben auch Gastmusiker mitgewirkt, und zwar Erik Grawsiö from Månegarm and Jens Järvinen from Järnblod. Die musikalische Erscheinung ist eine etwas andere. Ich habe zwar keinen Schimmer, worum es in dem Song tatsächlich geht. Als ich den Song hörte, stellte ich mir ein zünftiges Trinkgelage in einer gemütlichen Kneipe vor und ich schunkelte Arm in Arm mit meinen Freunden. Es ist im Vergleich zu anderen Songs auf dem Album eine kraftvolle Stimmungsballade, bei der man trotz schwedischen Textes verdammt gut mitgrölen kann. Mit acht Minuten ist der Song zudem sehr üppig ausgefallen.

Dann hätten wir noch zwei ungewöhnliche Instrumentaltracks. Zum einen „Hiisi“, ein Zwischenspiel mit einer akustischen Gitarre im Flamenco-Style, welches sehr formidabel gespielt wird. Das hätte ich mir gerne ein wenig länger gewünscht, weil es so schön ist und eine Weile zum Verschnaufen einlädt. Zum anderen wäre dann noch „My Innermost Sun“ als Abschlusstrack, das mit einer Kirchenorgel für sphärische Klänge sorgt. Irgendwie cool, aber für meinen Geschmack zieht es sich dann doch in die Länge. Das hätte ich mir kürzer oder als Intro für einen Song besser vorstellen können.

The Machine (drums) of Siniestro.

Ansonsten gibt es Arschtritte

im Akkord. Beim düsteren „Escape By Death“ fräsen sich teils extravagante Riffs im Gehirn fest. Das Solo verhält sich wie ein ungezähmtes Wildpferd, nämlich heißblütig und ungestüm. Im Vergleich dazu ist der Song „Den Svartaste Flamman Och“ die reinste Partynummer, die tierisch abgeht, aber auch nach 90 Sekunden schnell vorbei ist. Schade eigentlich!

Überdies bleibt noch der zehnmintüge Megasong „Anti Human Commando“ zu erwähnen, der noch mal alles raushaut, was geht. Eine Wahnsinnsnummer, die einfach genial ist und in dunkelepische Gefilde ausreitet.

Fazit

Wer reitet so geschwind durch Nacht und Wind? Es SINIESTRO mit ihrem Pferde „Vortexx“ aus der Hölle sind. Sie preschen ungezügelt im wilden Vollgalopp voran, machen aber auch mal einen Abstecher in den Saloon, um dort einen zu heben. Zum Abschluss geht es dann in die Kirche und es ist Zeit für die Beichte… Haha. Ne, jetzt mal ernsthaft. SINIESTRO pfeffern heißen Thrash-Metal mit dunkler scharfer Soße auf den Teller, inklusive einiger schmackhafter Beilagen und eiskalten Schnäpsen dazu.

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Review English

Blackened Thrash Metal

SINIESTRO( Facebook ) slam us around the ears. SINIESTRO are a very special project. Two musicians who come from two very different regions. One is called Commander and comes from hot Chile and the other is The Machine from cold Sweden. A very interesting mixture, which hopefully promises not only hot air or a cold shower. So let’s see if „Vortexx“ (Release 14.05.2021) will spin your heads.

Instantly

the opener „One Last Bullet One Last Ride“ lands one hit after the other in a merciless attack. It’s a savage frenzy! It’s a ride where the crunchy riffs in a firm bass saddle on fast galloping drums dash away. The commander whips the wild horse even further with his energetic shouting or screaming and gives him the spurs properly. What an irrepressible pure energy, which is discharged here; completely without frippery. One of the most aggressive wild trash metal songs I know at the moment. Simply right in the face, that you get dizzy.

No mercy

let SINIESTRO also prevail for the next song. The title track „Vortex“ is vehemently breaking forward and stirs up not only dust, but a whole sandstorm. Thereby SINIESTRO alternate between stomping massive parts and brutal beating.

„Black Acid Rain“ is a bit more restrained, but far from harmless. The song also lives through the poisonous black metal screams of the Commander, which he likes to scream angrily into the world. Also cool is the rocky wild guitar solo that takes you along.

Even unusual

Commander (Vocals, Guitars, Bass, Organ)

sounds then in some places on the album. There we have on the one hand the song „Blod Eld DöD“ (Blood Fire Death), which, as is easy to recognize, is not presented in English, but in Swedish. Guest musicians have also participated here, namely Erik Grawsiö from Månegarm and Jens Järvinen from Järnblod. The musical appearance is a bit different. Though I have no clue what the song is actually about. When I heard the song, I imagined a hearty drinking bout in a cozy pub and I was swaying arm in arm with my friends. It’s a powerful ballad compared to other songs on the album, and it’s pretty damn easy to bawl along to, despite the Swedish lyrics. With eight minutes, the song is also very lush.

Then we would have two unusual instrumental tracks. One is „Hiisi“, an interlude with an acoustic guitar in flamenco style, which is played very formidably. I would have liked this to be a little longer, because it is so beautiful and invites you to catch your breath for a while. On the other hand, there would be „My Innermost Sun“ as the closing track, which provides spherical sounds with a church organ. Kind of cool, but for my taste it drags on. I could have imagined this better in a shorter version or used as an intro for a song.

The Machine (drums) of Siniestro.

Otherwise you get ass kicking

In the dark song „Escape By Death“ partly extravagant riffs mill themselves in the brain. The solo behaves like an untamed wild horse, namely hot-blooded and impetuous. In comparison, the song „Den Svartaste Flamman Och“ is the purest party track, which goes wild, but is also quickly over after 90 seconds. Too bad actually!

Moreover, the ten-minute mega song „Anti Human Commando“ remains to be mentioned, which once again knocks out everything that goes. An insane number that is simply ingenious and partly rides into dark epic realms.

Result

SINIESTRO push forward with „Vortexx“ unbridled in a wild full gallop, but also make a detour into the saloon to have a drink there. At the end it goes to church and it’s time for the confession… Haha. No, seriously now. SINIESTRO pepper hot thrash metal with dark hot sauce onto the plate, including some tasty side dishes and ice-cold liquor to go with it.

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Bildquellen

  • Commander_Photocred_Pavel Kovalancik: Commander(Credit:Pavel Kovalancik)-->Soundpollution
  • The Machine (drums) of Siniestro.: The Machine (Credit:Jens Ryden)-->Soundpollution
  • SINIESTRO Cover+Infos-2-: Cover+Infos+Bandfoto(Credit:Jens Ryden)-->Soundpollution/Background etc.-->Pixabay
  • Siniestro 2019: Bandfoto (Credit: Jens Ryden)-->Soundpollution / Horses-->Pixabay

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