The Limit und ihre Caveman Logic

The Limit by Roberto Raposo

„Caveman Logic“ von The Limit erschien genau vor zwei Wochen am 09. April 2021 bei Svart Records. Und der Titel passt, sind die Mitglieder dieser „Supergroup“ doch auch so etwas wie Dinosaurier der harten Musikgeschichte. Allen voran Bobby Liebling von Pentagram, Sonny Vincent von den Testors und Jimmy Recca von The Stooges. Ich muss gestehen, dass mir nur der Name von Bobby Liebling vertraut war. Aber ich war gespannt, was diese Kollaboration bringen würde. Meine doomigen Erwartungen wurden aber arg getäuscht. Das Video zum Opener „Kitty Gone“ zeigt beispielhaft warum. Viel Spaß!

The Limit – kein Doom und kein Punk

„Kitty Gone“ ist Heavy Rock par excellence. Das ist weder Punk noch Doom und kommt unerwartet aber richtig gut. Das folgende „Black Sea“ ist zwar kurz, kann einen aber mit auf eine lange Reise nehmen und irgendwie muss ich bei dem Song an The Doors denken. „Human Vs Nature“ hat dann doch einen punkigen Touch in den Gitarren und bei „These Days“ gibt es ein schönes Wechselspiel zwischen Gesang und die Melodie aufgreifenden Gitarrenläufen. Tony Iommi und Black Sabbath lassen bei „Over Rover“ schön grüßen. Das Eröffnungsriff klingt mächtig danach. Zwischendurch kommt aber immer wieder klassischer Heavy Metal durch. Tolle Melange. „Enough’s Enough“… Das würde ich definitiv nicht unterschreiben. Und zum Glück markiert dieser bluesige Rocker nur das Ende der ersten Hälfte.

Das ist Caveman Logic

Der Titeltrack zeigt exemplarisch was das Album zu bieten hat. Rockende Gitarren, eine treibende Rhythmussektion und einen Bobby Liebling der dem Ganzen mit seiner Stimme etwas Besonderes verleiht. „Fleeting Thoughts“ fließt wirklich so dahin, reiht sich in den Kontext ein, ohne jetzt besonders aufzufallen. Weder positiv noch negativ. „Death Of My Soul“ ist der erste so richtig langsame Song. Ob er mir nur deswegen so gut gefällt, weiß ich nicht, aber er ist auf jeden Fall an dieser Stelle richtig platziert. „Life’s Last Night“ ist dann wieder so ein richtiger, punkiger Rocker und weckt trotz seiner kurzen Spielzeit (1:35 Minuten) wieder alle Lebensgeister. „Sir Lancelot“ klingt nicht nur vom Titel her retro, er hört sich auch so an. Das abschließende „When Life Gets Scorched“ schlägt in dieselbe Kerbe, zündet aber eine Ticken weniger.

The Limit lassen es hoffentlich nicht dabei bewenden

The Limit wirken wirklich ein bisschen wie die Musik Dinosaurier, die sie ja irgendwo auch sind. „Caveman Logic“ bietet archaischen Heavy Rock mit genau der richtigen, kleinen Dosierung von Punk und Doom die es aus der Masse herausstechen lässt. So ganz können die Musiker ihre Herkunft dann doch nicht verleugnen. Songs wie „Black Sea“ lassen mich jedenfalls hoffen, dass The Limit weitermachen. So einen Kracher hätte ich mir auch zum Abschluss gewünscht. So sind die letzten beiden Songs zwar vollkommen okay, zeigen aber nicht das Potential das The Limit zweifelslos haben.

The Limit – Line-Up und Kontakt

Bobby Liebling – Gesang (Pentagram)
Sonny Vincent – Gitarre (Testors)
Jimmy Recca – Bass (The Stooges)
Hugo Conim – Gitarre (Dawnrider)
João Pedro Ventura – Schlagzeug (Dawnrider)

Mehr zu The Limit gibt es bei bandcamp. Und natürlich gibt es noch viele weitere News, Reviews und Live-Berichte aus der Szene der harten Töne bei uns. Um ja nichts zu verpassen, abonniert ihr am besten unseren kostenlosen Newsletter oder folgt uns bei Facebook. Die besten Bilder findet ihr dann bei Instagram und unser YouTube Channel hält schon jetzt einiges bereit. Schaut mal rein.

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • The Limit by Roberto Raposo 720×340: Roberto Raposo / Sailor Entertainment
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

10 − 10 =