SONS OF APOLLO – „MMXX“ (VÖ: 17.01.2020)

SONS OF APOLLO Albumcover MMXX - Titelbild

SONS OF APOLLO – „MMXX“ (VÖ: 17.01.2020)

Das Debüt ist ja schon sehr gut eingeschlagen. Ja, da sind ja auch ein Haufen großartiger Musiker an Bord bei den SONS OF APOLLO. Das stimmt zweifellos. Aber das ist ja noch keine Garantie für die Entstehung von Kompositionen, die auch den Nerv der Zeit und damit das Interesse der Hörer treffen. Mit den Songs des im Oktober 2017 erschienenen Debüts „Psychotic symphony“ hat der amerikanische Fünfer offenbar den Geschmack der Szene getroffen.

SONS OF APOLLO Promophoto Band

Leben mit einer hohen Hürde

Was aber die Hürde für einen nachfolgenden Zweitling immer recht hoch legt. Man muss die kommenden Werke halt immer am Vorgänger messen lassen. Auch der Ruf einer Eintagsfliege oder eines „Projektes“ droht sonst. Aber wenn man das zuletzt im Sommer 2019 veröffentlichte Live-Material vom Konzert in Plovdiv sieht und auch wenn man die Band selber mal live on stage erlebt hat, dann merkt man, das ist eine Band und die hat noch Einiges für die Fans in petto.

So eben das zweite Studiorelease, das in wenigen Tagen am 17.01.2020 über INSIDEOUT Music erscheint und den Fans des bisherigen Materials gefallen sollte. Erst einmal haben wir hier einen Einblick in den musikalischen Entstehungsprozess der neuen Songs. Bitte sehr…Film ab:

Ein sehr starker Opener

Einen ersten Song hatten wir euch mit „Goodbye divinity“ bereits hier auf metal-heads.de vorgestellt. Eine großartige Nummer, wie ich finde und damit ein starker Opener für die neue, schlicht mit „MMXX“ betitelte Scheibe. Mittlerweile ist ein weiterer Track als Video verfügbar. Auch den wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. „Fall to ascend“ heißt der gut 5 Minuten lange Song. Ich finde, das rockt ordentlich, verfügt aber dabei über genug Eingängigkeit neben einer guten Portion Tiefgang. Aber das entscheidet ihr am besten selber. Schaut euch das Video weiter unten an.

Aber gehen wir erst einmal weiter chronologisch vor. Nach dem oben erwähnten ersten Track geht es mit „Wither to black“ rockig-proggig weiter. Er Gesang, abgestimmt mit den Backing Vocals, dazu das instrumentelle Zusammenspiel der 4 Musiker. Das passt. Song Nr. 3 startet dann recht heavy mit treibenden Drums, die E-Gitarren und Keyboards gehen mit.

Für Abwechslung ist gesorgt

Für Abwechslung sorgen die SONS OF APOLLO mit „Desolate July“, weil man das Ganze getragen gestaltet und ordentlich das Tempo herausnimmt. Emotional…der 5 Song beginnt dann mit mysteriösen Klängen und das Keyboard dominiert. Auch hier agieren die 5 Herren bedächtig, bevor die Maschinerie stampfend anläuft. Ein starker Rocker!

Zum nächsten Track sage ich nur: „Film ab!“

Das Keyboard im Fokus

Der Titel „Resurrection day“ trägt etwas Verheißungsvolles in sich. Musikalisch bekommen wir einen groovigen Rocksong. Die Keyboardsounds lassen uns gedanklich davonschweben…Und dann kommt auch schon die letzte Nummer auf „MMXX“. Hier kann sich Ron „Bumblefoot“ Thal erst einmal ausgiebig an seinem Instrument betätigen, bevor auch die Kollegen Mitmusiker ins Geschehen eingreifen. Allerdings finde ich diesen letzten Track mit seinen fast 17 Minuten Spielzeit teils ein bisschen zu langatmig und ausschweifend. Das hätte ich mit kompakter gewünscht. Aber ansonsten kann ich ein positives Fazit ziehen.

Das MH.de-Fazit ist also: die SONS OF APOLLO liefern mit dem zweiten Studioalbum eine starke Langrille ab, die mindestens mit dem Debüt mithalten und von leichten „Schwächen“ abgesehen teilweise sogar noch intensiver ausgefallen ist. Da hätte man richtig Bock auf eine Live-Performance, aber leider machen sich die Herrschaften recht rar.

Nur wenige Konzerte in unseren Breiten

Die Dates gibt es hier:

28.02.2020 – Karlsruhe – Crystal Ballroom

29.02.2020 – Karlsruhe – Crystal Ballroom (SOLD OUT!)

10.03.2020 – Pratteln – Z7 (CH)

21.03.2020 – Eindhoven – PROGNOSIS Festival (NL)

Dieses Release bekommt ihr übrigens in diversen Varianten im Handel. Als CD, als Mediabook mit einer Bonus-CD, die u.a. Instrumentalversionen der Songs enthält…außerdem gibt es verschiedene Versionen an Vinyl u.a. coole gefärbte Editionen. Da sollten die Sammler unter euch mal die Äuglein offenhalten.

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Bildquellen

  • SONS OF APOLLO Promophoto Band: Hristo Shindov
  • SONS OF APOLLO Albumcover MMXX – Titelbild: INSIDEOUT Music
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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