SOUL SECRET – „Blue light cage“ (VÖ: 23.10.2020)

SOUL SECRET - Blue light cage - Albumcover - Beitragsbild

SOUL SECRET – „Blue light cage“ (VÖ: 23.10.2020)

Der italienische Fünfer von SOUL SECRET erfreut uns Richtung Ende mit seinem neuen Album „Blue light cage“. Der Titel nimmt Bezug auf die Neigung zum intensiven Konsum von Bildschirmmedien in der modernen, zivilisierten Gesellschaft. Verschiedene Abteilungen der Wissenschaft (Schlafforscher, Neuropsychologen etc.) beschäftigen sich schon länger mit dem Einfluss des „blauen Lichts“ auf den Menschen. Unter diesem übergeordneten Thema werden diverse mediale Aspekte zusammengefasst: passiver Konsum von Medien, Fake News, die Wirkung der Massenmedien auf die Konsumenten etc. – SOUL SECRET jedenfalls sind der Auffassung, dass uns alle diese Themen angehen und jeder einen persönlichen Bezug herstellen kann. Das Album ist als Gemeinschaftswerk in Teamwork entstanden.

Prominenter Gast: Derek Sherinian am Keyboard!

Los geht es mit „Opening sequence“ (wie passend), einer 3-minütigen Instrumentalnummer. Melodisch und ansprechend. Für „The ghost syndicate“ konnte man den ehemaligen DREAM THEATER-Keyboarder Derek Sherinian gewinnen. Der international angesehene Tastenvirtuose hat ja selber erst im vergangenen Monat sein aktuelles Soloalbum auf den Markt gebracht (hier findet ihr die Review dazu) und ist ansonsten mit den SONS OF APOLLO gut im Geschäft. Hier haben wir das Video für euch:

Der dritte Track beginnt kurz mit einer Akustikgitarre und dann bekommen wir kraftvollen Prog Metal. Fette Prog Beats ergreifen uns direkt, dann kommt auch das Keyboard zum Einsatz. Eher besonnen und ruhig geht es mit dem knapp 2 Minuten währenden „Switch on“ weiter. Es folgt der Titeltrack in der Albummitte. Gemäßigt. Emotional…die Vocals stehen im Fokus. Es gibt einen melodischen Klangteppich. Ein Gitarrensolo und Keyboards. 7 1/2 Minuten kurzweilig zu gestalten, das ist eine Herausforderung. Sich an längere Songdauern heranzuwagen ist ein Risiko hinsichtlich Langatmigkeit und Verzetteln. Andererseits haben Bands wie DREAM THEATER gezeigt, dass man auch 20-Minuten-Songs erfolgreich umsetzen kann. Hier gibt es ergreifende Vocals und progressive Drum Beats. Gut so!

Leichte Schwächen und etwas Langatmigkeit

Bei „Going home“ kommt Bassist Claudio Casaburi mit seinem Instrument voll zur Geltung. Natürlich wirken auch die anderen Musiker mit. Der Gesang geht das teils recht hohe Tempo mit. Puuuh! Den nächsten Track hätte ich echt nicht vermisst, wenn er auf dem Album gefehlt hätte. Oder zumindest hätte man die Nummer kompakter gestalten können. Pianoklänge…das plätschert schon ziemlich vor sich hin. Dann folgt ein Track mit 13 Minuten zum Abschluss. Kann das gutgehen? Der Einstieg ist langsam, bevor wuchtige Drums einsetzen. Dann weiter mit Tempowechseln und unterschiedlich ausgeprägter Heavyness. Recht verschiedene Passagen bilden diesen Song. Weite Strecken werden instrumental bestritten, aber auch Gesang wird in die Komposition integriert.

SOUL SECRET - Blue light cage - Albumcover

SOUL SECRET – das Fazit von metal-heads.de

Fazit: wir von metal-heads.de ziehen das folgende Fazit. Insgesamt auf jeden Fall ein Album, dass ihr antesten solltet, wenn ihr dem Prog (Metal) zugetan seid. SOUL SECRET bekommen die passende Mischung aus Melodie und Härte hin. Der Prog Faktor stimmt 100%-ig, bei manchen Bands muss man ja förmlich danach suchen. Alles in allem eine hörenswerte Scheibe!

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Bildquellen

  • SOUL SECRET – Blue light cage – Albumcover: Layered Reality Productions
  • SOUL SECRET – Blue light cage – Albumcover – Beitragsbild: Layered Reality Productions
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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