THE CIRCLE – „Metamorphosis“-Review

Death-Doom-Metal

Mittlerweile lassen sich Bands nicht mehr so einfach kategorisieren wie noch vor 30 Jahren. Dieses typische Schubladendenken ist längst nicht mehr angesagt, denn viele Bands lassen die Grenzen verschwimmen. Sie holen sich aus verschiedenen Schubladen ihre Sachen und machen daraus ein eigenständiges Outfit. THE CIRCLE (Facebook ) aus Hameln haben sich auch etwas eigenes zusammengeschneidert und werden am 23.04.2021 ihre Debüt-EP „Metamorphosis“ aus der Dunkelheit aufsteigen lassen. THE CIRLCE besteht zur Zeit aus den zwei Gründern Stanley Robertson und Alex Wirt, wobei sich Stanley für das Songwriting verantwortlich zeichnet. Für die Vocals auf diesem Album hat man Asim Searah (DAMNATION PLAN, WINTERSUN) gewinnen können.

Emotionen

sind ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Existenz, verantwortlich für Glück und Leid gleichermaßen. Entsprechend der musikalischen Erscheinung haben sich THE CIRCLE auf ihrem Album den dunkleren Emotionen gewidmet. Das Album besteht aus den vier Teilen „Angst“, „Verzweiflung“, „Zorn“ und „Erlösung“. Zu den ersten drei Songs gibt es bereits entsprechende Videos. Trotz der deutschen Titel sind die Texte der Songs in englisch verfasst.

Angst

ist eine Emotion, die negativ behaftet ist. Doch Furcht oder Angst sind auch notwendig zum Überleben. Nur darf man sich von ihr nicht auffressen lassen. Ängsten muss man sich stellen und sie überwinden. Der erste Akt „Angst“ malt mit dunklen Farben ein erstes Bild der Melancholie und Düsternis. Doch mit Einsatz des gutturalen Gesangs von Asim nimmt die Erscheinung eine ganz andere Dimension ein. Diese Growls sind hervorragend. Intensiv düster und trotzdem so deutlich vorgetragen, dass man dem Text ohne Probleme folgen kann. Das ist wahre Kunst. Der Wechsel in die sehnsüchtigen cleanen Vocals gelingt butterweich und fügt sich einwandfrei in das Gesamtkonzept ein. Der Gesang ist sehr variabel ausgestaltet und bereichert die Songs mit einer wunderbaren Präsenz. Ich kann mir vorstellen, dass die gesangliche Herausforderung für Asim keine geringe war.

Kunstvoll

ist auch das instrumentale Konzept. Die Atmosphäre ist spürbar. Sie dringt in Dich ein und zieht Dich in ihren Bann. Ein Detailreichtum, der in seiner Art fasziniert ohne dabei die Songs zu überladen und zu belasten. Die Arrangements sind wohldurchdacht und die Elemente in ihrer Intensität an den richtigen Stellen platziert. So höre man das zarte Streicherensemble, die dem Sound eine besondere Melancholie verleihen. Eine ganz spezifische Aura erzeugen mandolinenartige Klänge, die dem ganzen noch eine gewisse Dramaturgie injiziert. Man wird von Nebelschwaden umgeben, verliert sich aber nicht in einer dichten Nebelwand. Das Licht der Nacht verschwindet nicht völlig…

Progressivität

ist eine Eigenschaft, die dem Sound von THE CIRCLE auf jeden Fall zuzuschreiben ist. Diese Wellen wunderschöner Melodien tragen den Hörer sanft über das Meer der Melancholie und man gerät ins Träumen, bis die Wellen an dunklen massiven Riffs brechen und stürmische Blastbeats das Meer aufpeitschen. Die Kompositionen haben es in sich und strotzen vor Ideenreichtum. Trotz der vielfältigen Stimmungswechsel und Schwankungen im Rhythmus und Tempo ist ein in sich harmonisches Gesamtkunstwerk entstanden. Auffällig ist auch die hervorragende Gitarrenarbeit von Stanley, der immer wieder mit virtuosen Solos und krachenden Riffs der Sache den letzten Schliff verpasst.

Fazit

Ein wirklich faszinierendes Kunstwerk haben THE CIRCLE erdacht und realisiert. Mit der Wahl des Gastmusikers Asim Searah als Vocalist haben sie voll ins Schwarze getroffen. Ohne die Hintergrundinformationen im Vorfeld wäre ich nur beim Hören der Songs nie auf die Idee gekommen, dass es sich um ein Debütalbum handelt. Denn es ist mit sehr viel Kunstfertigkeit zu Werke gegangen worden, so dass „Metamorphosis“ es zu einem wahren Highlight in diesem Bereich erstrahlen lässt. Fans der dunklen melodischen Künste werden dieses Album lieben!

Review english

Death-Doom-Metal

Meanwhile, bands can no longer be categorized as easily as they were 30 years ago. This typical pigeonhole thinking is no longer in vogue, because many bands let the boundaries blur. Thinking outside the box is part of the modern business. THE CIRCLE (Facebook ) from Hameln also walk on such paths and will let their debut EP „Metamorphosis“ rise from the darkness on 23.04.2021. THE CIRLCE currently consists of the two founders Stanley Robertson and Alex Wirt, with Stanley responsible for the songwriting. For the vocals on this album they were able to win guest musician Asim Searah (DAMNATION PLAN, WINTERSUN).

Emotions

are an essential part of human existence, responsible for happiness and suffering alike. In accordance with the musical appearance THE CIRCLE dedicated their album to the darker emotions. The album consists of the four parts „Fear“, „Despair“, „Wrath“ and „Salvation“. There are already corresponding videos for the first three songs.

Fear

is an emotion that is mentioned negative. To But fear or anxiety is necessary to survive.. But you must not let it consume you. Fears must be faced and overcome. The first act „Fear“ paints with dark colors a first picture of melancholy and gloom. But with the use of Asim’s guttural vocals, the appearance takes on a deeper dimension. These growls are outstanding. Intensely gloomy and yet delivered so clearly that you can follow the lyrics without any problems. This is true art. The switch to the longing clean vocals succeeds buttery smooth and fits perfectly into the overall concept. The vocals are very variable and enrich the songs with a wonderful urgency. I can imagine that the challenge for Asim was no small one.

Artful

is also the instrumental concept. The atmosphere is palpable. It goes through you and pulls you under its spell. A wealth of detail that fascinates in its way without overloading and burdening the songs. The arrangements are well thought out and the elements are placed in their intensity in the right places. So you can hear the delicate string ensemble in the background which give the sound a special melancholy. A very specific aura is created by mandolin-like sounds, which injects the whole thing with a certain dramaturgy. One is surrounded by clouds of fog, but does not lose orientation in a dense wall of fog. The light of the night does not disappear completely….

Progressivity

is a quality that can definitely be attributed to the sound of THE CIRCLE. These waves of beautiful melodies carry the listener gently over the sea of melancholy and one falls into dreaming until the waves break on a dark massive riff and a typhoon breaks in. The compositions have it in them and are bursting with inventiveness. Despite the diverse mood changes and fluctuations in rhythm and tempo, a harmonious work of art has been created. Also noticeable is the excellent guitar work of Stanley, who again and again gives the final touch with great solos and riffs.

Result

A truly fascinating work of art THE CIRCLE have conceived and realized. With the choice of guest musician Asim Searah as a vocalist, they have hit the bull’s eye. Without the background information in advance, I would never have come to the idea that it is a debut album only when listening to the songs. Because it has been done with a lot of meticulousness that makes „Metamorphosis“ shine to a true highlight in this field. Fans of the dark melodic arts will love this album!

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Bildquellen

  • THE CIRCLE Cover+Infos-2-: Cover + Infos-->ALL NOIR Promotion//Background-->Pixabay
  • The Circle Titelbild-1-: ALL NOIR Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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