The Wholls selbstbetiteltes Debütalbum

The Wholls Band

Die englischen Newcomer The Wholls stellten am heutigen 19. Mai 2017 ihr selbstbetiteltes Debüt bei uns in die Plattenläden.

Doch bevor es dazu kam, hat das Quartett aus Bedford in den letzten Monaten mit ihren Live-Shows schon für eine Menge Aufsehen gesorgt. Nicht nur auf der Insel beim Great Escape Festival, beim Liverpool Cound City oder dem Isle Of Wight Festival sondern auch auf dem Reeperbahn Festival stellte die Band ihr Können unter Beweis. Innerhalb der Szene haben sich die Jungs die Devise „They make punkrock seem like a picnic“ regelrecht erarbeitet.

Plattenvertrag „erschlichen“

The Wholls LogoDa passt die Story, wie The Wholls zu ihrem Plattenvertrag gekommen sind, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Sie schlichen sich in die Räumlichkeiten ihres jetzigen Labels, bauten eine komplette PA auf und spielten dann ungefragt ein Konzert. Bei Tordy Cocchiarella (Gesang und Gitarre), Santino Cocchiarella (Gitarre und Gesang), Joe Stevenson (Bass und Gesang) sowie Daniel De Feo (Drums und Percussion) hat diese Art von Vorspielen also funktioniert. Falls ihr euch bei einer Band aus dem Vereinigten Königreich über die italienischen Namen wundert, da habt ihr Recht. Denn alle vier Musiker haben italienische Wurzeln.

Debüt mit deutscher Unterstützung und eine Falschmeldung

So, genug Infos über die Band, jetzt geht es an das Debüt, das in den Loverock Studios/Mazique Studios in England aufgenommen und produziert wurde. Auch ein Deutscher war an der Produktion beteiligt. Florian Arndt, Produzent und Mixing Engineer (u.a. für Söhne Mannheims) war nicht nur als Additional Producer dabei, sondern zeichnete auch für den Mix und das Mastering verantwortlich. Wie sich herausgestellt hat, gab es zur Produktion eine Falschmeldung, auf die auch wir reingefallen sind klick. Das Album wurde nicht wie angegeben von Steve Baughman produziert.

Keine Zeitverschwendung, dafür gibt’s Rock, Dub und mehr

Der Einstieg in das Album fällt vom Titel her schon mal ins Wasser. Denn Perfect Waste Of Time ist keine Zeitverschwendung, sondern einer meiner Anspieltipps. Der Song ist die perfekte Einstimmung auf die folgenden 10 Songs. Und die insgesamt elf Lieder haben es in sich.

The Wholls präsentieren uns Indie Rock gespickt mit Dub, driften mal kurz ab in Richtung Blues, und haben auch das Gefühl für die langsameren Töne. Und die unverkennbare Stimme von Tordy Cocchiarella gibt den Songs noch einen weiteren Kick nach vorne.

The Wholls Debüt gelungen, hoffen auf Live-Gigs

The Wholls CoverInsgesamt haben The Wholls ein mehr als gelungenes Debüt in die Plattenläden gebracht, das bei mir die Neugier auf Liveauftritte der Band geweckt hat. Denn obwohl sich die Songs nicht so anhören, als ob einem Punkrock nun als ein Picknick vorkommen soll, kann ich es mir bei einigen Stücken hingegen live schon sehr gut vorstellen. Das Hüpf- und Pogo-Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Meine Anspieltipps sind (in chronologischer Albumreihenfolge): Perfect Waste Of Time, Take Jimi, X21, Roll Out und Going Down. Mir fällt gerade auf, dass dies alles Songs sind, bei denen der Rock absolut im Vordergrund steht und größtenteils auf elektronisches Geklimper verzichtet wurde.

Besonders Take Jimi und X21 haben es in sich. Vielleicht ist dies auch der Grund, dass es dazu auch schon Videos gibt. Die anderen Songs, die jetzt nicht zu den Anspieltipps gehören, sind aber auch nicht schlecht. Sie sind nur teilweise sperrig, mit zu viel elektronischem Dingsbums versehen oder erreichen mich einfach nicht. Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden, so dass die Fanbase auch für meine Nicht-Favoriten da sein wird.

Fazit: Thumbs up

The Wholls ist unterm Strich ein Album, das man sich ruhigen Gewissens in das CD-Regal stellen oder sich auf den bekannten Streamingportalen anhören kann. Denn eines muss ich den vier Engländern zum Schluss noch attestieren: das Album wird nicht langweilig. Dafür sind die Songs zu abwechslungsreich. Und ob die Band nun den Senkrechtstart hinlegt, der von vielen schon vorhergesagt wurde, bleibt halt abzuwarten. In England ist ja alles möglich.

Das Album wurde – wie gesagt – am heutigen 19.05.2017 über Sony Music veröffentlicht.

Videos zum Abschluss

Zum Abschluss haben wir mit dem Video zu X21 auch die erste Singleauskopplung für euch.

Und für alle die gerne mehr hören möchten jetzt noch das Video zu Take Jimi.

 

The Wholls sind:

  • Tordy Cocchiarella (Gesang und Gitarre)
  • Santino Cocchiarella (Gitarre und Gesang)
  • Joe Stevenson (Bass und Gesang)
  • Daniel De Feo (Drums und Percussion)

Playlist The Wholls:

  1. Perfect Waste Of Time
  2. Take Jimi
  3. Angry Faces
  4. The Only One
  5. X21
  6. Roll Out
  7. Give It Up
  8. She’s Only Happy
  9. Going Down
  10. I Beg You
  11. Scarecrow

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Bildquellen

  • The Wholls Logo: Benameur Promotion
  • The Wholls Cover: www.amazon.de
  • The Wholls Band: Benameur Promotion
Frosch

Frosch

Hör den Summs jetzt schon seit über 30 Jahren. Alles fing damals mit Maiden und Saxon an. Dann kam die legendäre Heavy Metal Night bei Rockpop in Concert, und der Drops war gelutscht.

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