UNZUCHT – Neuntöter (VÖ: 02.09.2016)

UNZUCHT – mit drei Ausgaben vom Neuntöter

Am 02.09.2016 erscheint Neuntöter, der nunmehr vierte Longplayer der in Hannover gegründeten Dark Rock Gruppe Unzucht und wird in folgenden Ausgaben erscheinen:

  • reguläre Album-CD
  • Deluxe-Doppel-Disc
    (mit Bonus Album mit weiteren, unveröffentlichten Hits und Remixen)
  • auf 999 Stück limitierte Fan-Box
    Sie enthält neben der Doppel-CD:

    • das erste offizielle live-Album von Unzucht: “Live From The Street”
    • ein edles Hardcover-Fotobuch
    • einen „Neuntöter“-Aufnäher
    • ein handnummeriertes Echtheitszertifikat

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Wechselspiel aus Melodie und Härte

Vielseitig soll das neue Album sein und hymnischen Dark Rock gepaart mit Attacken von überraschender Härte enthalten.

Einen Vorgeschmack davon haben wir bereits auf der am 11.03.2016 erschienen Single Kettenhund erhalten.

Namensgeber ist ein harmlos aussehender Vogel von außerordentlicher Schönheit, der sich als gnadenloser Killer entpuppt und seine Opfer vor dem Verzehr auf Dornen pfählt.

Und der Name soll auch Programm sein.

Die Songs im Einzelnen

Los geht es mit Der dunkle See, ein melodischer emotionaler Song, der wie ein Intro, eine Vorbereitung auf das noch kommende wirkt:

„Still tief und unbewegt der dunkle See in Dir, so stehst Du vor dieser Tür tritt ein und sieh was Du verlierst…“

Danach knallt es mit Der Widerstand auch gleich los. Drums hämmern, Powerchords ertönen und Daniel De Clercq shoutet ins Micro „Kein Anfang, kein Ende und auch kein Halt in Sicht…“ bevor Der Schulz zum melodiösen Refrain ansetzt.

Düster ergreifend, zum Nachdenken anregend geht es danach tragisch mit Lava weiter:

„Sie erzählt, woran Sie starb, Neid und Missgunst Tag für Tag, Mangelerscheinungen töteten sie, echte Zuneigung fand sie nie“

Kurz darauf wird dann auch der Kettenhund losgelassen und erfasst mich – wie schon in der Single-Review beschrieben – wie der Sog eines ICE durch einen Dorfbahnhof brettert.

Drums knallen unter dem Hämmern der Gitarrenriffs aus den Lautsprechern und die Worte „Ich bin Gott“ schmettern mir entgegen.

Er reißt mich aus der Melancholie und katapultiert mich geradewegs in Pogo-Laune.

Es wird emotional

Diese wird dann von der emotionalen Ballade Hinter Glas gleich wieder besänftigt, bevor es mit Ein Wort fliegt wie ein Stein gleich wieder druckvoll und mitreißend auf die Ohren gibt.

Bei Ein Wort fliegt wie ein Stein gibt es dann auch wieder das bewährte Wechselspiel zwischen den Herren Schulz und De Clercq, das dem Song neben ballernden Drums von Toby Fuhrmann und den treibenden Riffs von Alex Blaschke eine Extraportion Schub gibt.

In gleicher Manier geht es dann mit Judas weiter, bevor der Namensgeber des Albums aus den Boxen fegt.

Vielleicht liegt es am Tiernamen, denn der Neuntöter leitet wie der Kettenhund mit verheißungsvollem Sprechgesang ein.

„Alle müssen sterben, alle müssen sterben“ ist die Ansage, die vom Wahnsinn kündet und von einem Gitarren- und Drumfeuerwerk nach vorne getrieben wird.

Schlaf gewährt uns eine Verschnaufpause und lädt zum Wiegen im Takt ein, bevor es zum druckvollen Piotrek geht.

Mit düsteren Beats, schleppende Gitarren und vom Wahn beherrschter Sprechgesang nimmt Splitter mich mit auf eine Reise in tiefe Dunkelheit, die jegliches Licht verschluckt und mich mit dem Ende das Albums allein zurücklässt.

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Und dann war da noch der Bonus:

Mit Parasomnia wird wieder Fahrt aufgenommen, das mich über die von Klavierklängen getragene Ballade Tränenmeer zum letzten neuen Lied der Bonus CD treiben lässt.

Den Schluss bildet Das Lächeln der Gewinner, ein Song mit bitterem Beigeschmack, der ins Ohr geht und ordentlich Live-Mitsing-Potential aufweist.

Danach folgen Neuinterpretationen der Songs des Neuntöters.

Oftmals finde ich Bonusmaterial, das aus remixten bzw. neu interpretierten Liedern besteht, nicht unbedingt hörenswert.

Hier ist es anders!

Während Der Widerstand im Original schon ein ordentliches Brett ist, legen die Shouts von Dave Grunewald noch ein Stäpelchen drauf.

Auch die Kooperation mit Chris Harms bei der Neuauflage des gerade aus der Taufe gehobenen Widerstands zaubert ein diabolisches Grinsen auf mein Gesicht.

Das remixte Ein Tag wie jeder andere, wirkt anfangs eher langweilig. Im Verlauf hebt es jedoch eindrucksvoll die Gesangsleistung von Daniel Schulz hervor, die mir unweigerlich eine Gänsehaut beschert.

FAZIT:

Hart, eingängig, rebellisch und auch mal sanft zeigt sich der Neuntöter, der auch nicht davor zurückschreckt, sich hier und da mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt.

Das wohl metallischste Album der Herren von Unzucht

Ein Album, das mich vom ersten bis zum letzten Lied in seinen Bann gezogen hat, eine ordentliche Portion Dampf mitbringt und einen festen Platz in meiner persönlichen Playlist bekommt.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung an all diejenigen, die auf kraftvollen melodiösen Metal stehen und Shouts nicht scheuen.

Hier nochmal alle Tracks im Überblick:

1. Der dunkle See
2. Widerstand
3. Lava
4. Kettenhund
5. Hinter Glas
6. Ein Wort fliegt wie ein Stein
7. Judas
8. Neuntöter
9. Schlaf
10. Piotrek
11. Splitter

Bonus CD
1. Parasomnia
2. Tränenmeer
3. Das Lächeln der Gewinner
4. Widerstand feat. Dave Grunewald (Annisokay)
5. Ein Wort fliegt wie ein Stein feat. Chris Harms (Lord Of The Lost)
6. Ein Tag wie jeder andere (Robert Andrew Bowman Remix)

UNZUCHT Live From The Street
Live CD (Neuntöter Box Set exclusive)
1. Seelenblind
2. Meine Liebe
3. Kind von Traurigkeit
4. Der letzte Tanz
5. Unzucht
6. Während wir uns verlieren
7. Nur die Ewigkeit
8. Engel der Vernichtung
9. Schweigen
10. Deine Zeit läuft ab

Live Termine gibt es hier:

Sa 03.09.2016 Nocturnal Culture Night 2016 (Kulturpark)
Do 17.11.2016 Osnabrück (Bastard Club)
Fr 18.11.2016 Köln (Essigfabrik)
Sa 19.11.2016 München (Backstage)
So 20.11.2016 Frankfurt (Nachtleben)
Do 24.11.2016 Leipzig (Moritzbastei)
Fr 25.11.2016 Hamburg (Knust)
Sa 26.11.2016 Bochum (Matrix)
Do 01.12.2016 Nürnberg (Hirsch)
Fr 02.12.2016 Stuttgart (Club Cann)
Sa 03.12.2016 Kaiserslautern (Kammgarn)
Fr 09.12.2016 Berlin (Bi Nuu)
Sa 10.12.2016 Hannover (Bei Chez Heinz)
Fr 10.02.2017 Wacken Winter Nights (Eispalast)

Weitere Infos zur Band findet Ihr hier:

http://unzucht-music.com

 

 

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Bildquellen

  • unzucht_neunt%22ter_cover: Out Of Line Music
  • UNZUCHT_by_Antonio_Garamendia_01: Out Of Line Music
  • Unzucht_by_Tom_Row: Out Of Line Music
Chrissi

Chrissi

Die ersten 15 Monate hat Chrissi die dunkle Seite unseres Projekt begleitet... "Mit Triumph and Agony von Warlock fing alles an. Heute höre ich vorzugsweise alles, was düster, gitarrenlastig und melodisch ist."

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