VAN CANTO – VOICES OF FIRE (VÖ: 11.03.16)

Van Canto Bandfoto

VAN CANTO ist in der Metalszene seit ihrer Gründung im Jahr 2006 dafür bekannt, dass sie Metal in gänzlich anderer Form präsentieren, nämlich ausschließlich mit Drums und ihren Stimmen. Jetzt wagen sie sich an ein ganz neues Projekt, welches sie als „Metal Vocal Musical“ bezeichnen.

Verknüpfung von Buch und Musik

Sie sind dafür eine Kooperation mit dem deutschen Fantasy Autor Christoph Hardebusch eingegangen, dessen neuer Roman „Feuerstimmen“ am 17.03.16 im Piper Verlag erscheint. Am folgenden Tag wird der Roman als Hörbuch erscheinen und von Van Canto musikalisch untermalt und von Leadsänger Sly eingelesen. Die Geschichte des Romans handelt von konkurrierenden Königreichen, großen Schlachten, Drachen, Feuer und Barden. Ein typischer Fantasy Epos, nicht eben sonderlich originell aber im Gegensatz zu Manowar nimmt Van Canto das Ganze selber nicht allzu ernst und würzt es mit einer Prise Humor.

Musikalische Umsetzung

Uns interessiert hier natürlich in erster Linie, wie das Ganze musikalisch umgesetzt ist und ob das Musik-Album „Voices Of Fire“ für sich gesehen funktioniert. Jedes einzelne Lied erzählt dabei einen Teil der Geschichte.

Beim gesprochenen „Prologue“ musste ich sofort an das von Arthur Pendragon Wilshire gesprochene „Warrior’s Prayer“ von Manowar denken. Ich hätte schwören können, dass es die gleiche Stimme ist. Die Textpassagen – auch alle folgenden Stücke beginnen mit einer gesprochenen Einleitung – werden jedoch von John Rhys-Davi gesprochen, der vielen als Gimli aus „Der Herr der Ringe“ bekannt sein dürfte. Desweiteren wirken auf dem Album die London Metro Voices mit, die unter anderem auf dem Soundtrack von „Der Herr der Ringe“ zu hören sind. Hier besteht also nicht nur ein thematischer Zusammenhang.

Mit „Clashin On Armour Plates“ startet das Album mit einem Song, der auch auf einem regulären Van Canto Album seinen Platz gefunden hätte und einen starken Einstieg darstellt. Beim folgenden „Dragonwake“ ist Inga Scharf als Hauptsängerin zu hören. Bei diesem Titel kommen die Chorgesänge erstmals richtig zur Geltung. „Time And Time Again“ wird in erster Linie von Sly gesungen und hat einen sehr interessanten Songaufbau. Für das folgende „All My Life“ (wieder mit Inga als Hauptsängerin) gilt – wie für das gesamte Album – , dass es mit seinen mehrstimmigen Gesängen und Chören einfach  für die Bühne prädestiniert ist. Gleichwohl können die Stücke auch für sich gesehen überzeugen. Neben dem Opener würde ich „Battleday’s Dawn“ und „The Bardcall“ als weitere musikalische Highlights nennen. Van Canto können einfach tolle Songs schreiben und schaffen es, das Thema des Buches perfekt musikalisch umzusetzen, so dass „Voices Of Fire“ – und hiermit ist die Eingangsfrage beantwortet –  auch als reines Musik-Album  überzeugen kann. Zum Song „The Bardcall“ könnt ihr euch hier ein Video anschauen:

Umsetzung auf der Bühne

Wie bereits oben erwähnt schreit das Epos „Voices Of Fire“ förmlich nach einer Umsetzung auf der Bühne. Hierzu haben Van Canto entsprechend Großes angekündigt. Infos zur  Tour könnt ihr an dieser Stelle finden. Wir von metal-heads.de werden live vor Ort sein und euch berichten, ob das Konzept von Van Canto aufgeht.

 

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Bildquellen

  • VanCantoBandfoto: ear Music/Edel
  • VanCantoVoicesofFire: Amazon
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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