Virgin Steele – The House Of Atreus Act 1 & 2

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Virgin Steele – Wiederveröffentlichung der Metal-Oper

SPV/Steamhammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die älteren Werke von Virgin Steele wieder zu veröffentlichen. Nunmehr ist „The House Of Atreus“ an der Reihe und die ursprünglich (in den Jahren 1999 und 2000) veröffentlichten Acts 1 & 2 sowie die EP Magick Fire Musik (die einen Vorgeschmack auf Act 2 darstellte) wurden in einem fetten Digi-Pack zusammengefasst, das zu einem sehr attraktivem Preis erhältlich ist.

Der Maestro von Virgin Steele, David De Feis himself, äußert sich zur Wiederveröffentlichung wie folgt:

THE HOUSE OF ATREUS was a major milestone release for us and we are excited to have the opportunity to present it to the public once again. In addition to its appearance as a full length album, this Work was also presented live onstage as a fully realized Theatrical Production by the Landestheatre Schwaben, and the tour we completed for it was one of our longest and most ambitious tours ever. Those who might have missed either the album, the tour or the Theatrical performance, can now once again experience this Work in all its blood-drenched glory and murderous majesty once again…“

Virgin Steele TheHouseOfAtreusPackage

Ein monumentales Meisterwerk

„The House Of Atreus“ basiert auf der Metal-Oper „Klytaimnestra – Fluch der Atriden“, die in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Schwaben in Memmingen von David De Feis geschrieben und von 1999 bis 2001 in Europa aufgeführt wurde. Die Handlung der Geschichte komplett wieder zu geben, würde hier den Namen sprengen. Es ist ein Stück aus der griechischen Mythologie und erzählt die Legende von Agamemnon, dem Anführer der griechischen Armee beim Untergang von Troja, seiner Frau Klytemnestra und Ihrem Liebhaber Agisthos. Eine Legende voller Lügen, Intrigen, Lust, Leidenschaft und Mord, die auch in der heutigen Zeit spielen könnte.

Auf den Alben übernimmt David De Feis sämtliche Gesangsparts. Er war zur Zeit der Erstveröffentlichung des Werkes stimmlich in absoluter Höchstform und singt derart variabel, dass man meinen könnte, eine ganze Reihe von Sängern sei hier am Werk gewesen. Musikalisch unterstützt wurde er auf den Alben von Ausnahmedrummer Frank Gilchrist und seinem kongenialen Partner und Gitarristen Edward Pursino.  Neben zahlreichen fantastischen Songs sind auf den Alben sehr viele Instrumentalpassagen enthalten. De Feis zeichnet sich dabei auch für sämtliche Keyboards und das Piano verantwortlich. Allein die beiden Alben (ohne die EP) kommen auf eine Spielzeit von über 160 Minuten. „The House Of Atreus“ ist ganz sicher nichts, um es mal eben nebenbei zu hören. Vielmehr stellt es ein monumentales Meisterwerk dar, für dass man sich ganz viel Zeit nehmen und es am besten mit Kopfhörern ungestört genießen sollte. Um sich einen musikalischen Eindruck zu verschaffen, sind vielleicht die Songs „Kingdom Of The Fearless“, „Through The Ring Of Fire“ und „Wings Of Vengeance“ geeignet. Letztendlich kann man das Werk jedoch nur als Ganzes richtig aufnehmen, da sich zum einen einige musikalische Passagen mehrfach wiederfinden und wir es zum anderen – und das ist der wesentliche Punkt – hier wirklich mit einer echten Metal-Oper zu tun haben und eben nicht mit einer „Sogenannten“, die im Grunde doch nur eine Ansammlung von Songs mit einheitlichem Zusammenhang darstellt.

Kaufempfehlung?

Das die von SPV/Steamhammer zusammengestellte Neuauflage ihr Geld wert ist, steht angesichts der Spielzeit und des schönen Digi-Packs völlig außer Frage. Gleichwohl kann keine generelle Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Für diejenigen, die die Alben und EP schon im Besitz haben, dürfte sich eine Anschaffung erübrigen, da nichts wirklich Neues geboten wird. Als Einstieg in die Welt von Virgin Steele ist das Werk meines Erachtens zu komplex. Hier dürfte die (Neuauflage) von „Invictus“ (ein grandioses und zugleich „normales“ Album) die bessere Wahl sein. Wer aber (hierdurch) Geschmack an der Musik von Virgin Steele gefunden hat, dem sei „The House Of Atreus Act 1 & 2“ wärmstens ans Herz gelegt.

 

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Bildquellen

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Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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