Wolf Hoffmann – Headbangers Symphony

Wolf Hofmann

Der Name Wolf Hoffmann ist nahezu untrennbar mit seiner Stammformation Accept verbunden. Da sich Hoffmann hierbei nahezu vollständig in den Dienst der Band stellt und keinerlei Allüren pflegt, bleibt mitunter etwas verborgen, dass er ein begnadeter Gitarrist ist. Aus gelegentlichen Soloparts in Songs wie „Metal Heart“ oder zuletzt „Teutonic Terror“ sowie dem Ende der 90’er erschienenen Soloalbum „Classical“ konnte man erkennen, dass Wolf ein Faible für klassische Musik hat. Mit „Headbangers Symphony“ unternimmt er einen zweiten Versuch, seine beiden musikalischen Vorlieben zu verknüpfen.

Wolf Hoffmann: Klassik meets Metal

Wenn Heavy Metal auf Klassik trifft, ist es zumeist so, dass eine Metalband, von einem Orchester begleitet, ihre Songs in klassisch angehauchten Versionen zum Besten gibt (wie z.B. Metallica auf „S & M“). Hoffmann wählt einen völlig anderen Weg. Zusammen mit Begleitband (zu der auch Accepts Peter Baltes gehört) und einem Orchester aus Prag präsentiert er auf „Headbangers Symphony“ klassische Stücke im Metal Gewand. Dabei steht naturgemäß die Gitarre von Wolf im Focus, jedoch ohne das Orchester zu sehr in den Hintergrund zu drängen.

Von Bach bis Tschaikowski

Bei der Auswahl und dem Arrangement der Stücke wurde Hoffmann vom italienischen Musiker und Arrangeur Melo Mafali unterstützt. Dabei wählten sie sowohl bekanntere Titel, wie „Scherzo“ von Ludwig van Beethoven, Tschaikowskis „Schwanensee“ oder die „Symphonie Nr. 40“ von Mozart, als auch eher unbekannte Werke, wie z. B. „Meditation“ von Massenet oder „Night On Bold Mountain“ von Mussorgski, aus. Die Stücke wurden zum Teil deutlich verändert, um ihnen eine schwermetallische Prägung geben zu können. Teilweise blieben sie aber auch vollständig unverändert und erhalten nur durch die ungewöhnliche Instrumentalisierung ihren Reiz. Die Originale bleiben zwar immer erkennbar, gleichwohl ist eine wunderbare Symbiose von Metal und klassischer Musik entstanden. Respekt!!!

Für Liebhaber

„Headbangers Symphony“ ist ganz sicher kein Album für die nächste Heavy Metal-Party. Es ist eher etwas für ruhige Stunden. Man muss schon eine gewisse Sympathie für klassische Musik empfinden, um das Album genießen zu können. Wer gerne einmal über den Tellerrand hinausschaut und Klassik nicht per se ablehnt, dem kann ich Hoffmanns Solowerk empfehlen. Ein Album für Liebhaber, das nicht die breite Masse erreichen wird aber ganz sicher zahlreiche Freunde finden wird. Mein persönliches Lieblingsstück auf dem Album ist das ruhige „Je Crois Entendre Encore“ von Bizet, aber hier hat sicher jeder andere Vorlieben,

Cover und Tracklist

Wolf Hoffmann

01. Scherzo (L. v. Beethoven)
02. Night On Bald Mountain (M. Mussorgsky)
03. Je Crois Entendre Encore (G. Bizet)
04. Double Cello Concerto in G Minor (A. Vivaldi)
05. Adagio (T. Albinoni)
06. Symphony No. 40 (W. A. Mozart )
07. Swan Lake (P. Tchaikovsky)
08. Madame Butterfly (G. Puccini)
09. Pathétique (L. v. Beethoven)
10. Meditation (J. Massenet)
11. Air On The G String (J. S. Bach)

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Bildquellen

  • Wolf Hoffmann Cover: Nuclear Blast
  • Wolf Hoffmann: Nuclear Blast

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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