TRI STATE CORNER – Interview mit Lucky zum Rage Against Racism 2017

Tri State Corner

Am 16. und 17. Juni ist es wieder soweit und das „Rage Against Racism“ öffnet seine Tore für alle Metal-Fans und sonstige Musikbegeisterte. Das Besondere an diesem Open Air in Duisburg ist neben seiner expliziten Botschaft die Tatsache, dass es vollkommen umsonst ist. Jeder der will, kann kommen. Keiner wird ausgeschlossen.  Wann und wer auftritt, könnt ihr hier nachlesen. Noch mehr Infos zum Rage Against Racism findet ihr auf der Homepage. Wir von metal-heads.de haben es uns zur Aufgabe gemacht euch möglichst viele Bands, die dort auftreten, wenigstens einmal im Interview kurz vorzustellen. Heute an der Reihe sind Tri State Corner (Homepage | Facebook). Sänger Lucky war so freundlich, meine Fragen zu beantworten. Zur Einstimmung gibt es erst einmal das offizielle Video zu „Home“, dem Titelsong der letzten Platte von Tri State Corner:

 

Tri State Corner – das Interview mit Lucky

Metal Heads (MH): Hallo Lucky. Ich bin der Jörg aka soundchaser von metal-heads.de. Vielen Dank erst einmal, dass du dir die Zeit nimmst meine Fragen zu eurem Auftritt beim Rage Against Racism zu beantworten.

Lucky: SEHR GERN 🙂

MH: Erst einmal möchte ich euch um eine Vorstellungsrunde bitten, damit sich unsere Leser ein genaueres Bild von euch machen können. Wie würdet ihr euch und eure Musik beschreiben?

Lucky: Der Name Tri State Corner (TSC) heißt Drei-Länder-Eck. Drei von uns kommen aus Griechenland, einer aus Deutschland und einer aus Polen und so haben wir ein „neues“ DLE gegründet Wir machen Rock Musik und haben als Erkennungsmerkmal eine griechische Laute namens Bouzouki als Lead Instrument und haben damit eine orientalische Note in unserem ansonsten geradlinigen Rock / Hard Rock.

MH: Wie kommt es zu eurem Auftritt beim Rage Against Racism? Seid ihr angefragt worden oder habt euch beworben?

Lucky: Fast alle TSCler sind im Ruhrgebiet aufgewachsen und kennen die Szene ganz gut. Noch dazu sind wir von Beginn an (13 Jahre) in der gleichen Besetzung unterwegs und haben über 400 Live Auftritte absolviert – dazu noch vier Veröffentlichungen und etliche Support Tourneen – damit haben wir uns in der Szene einen Namen erspielt. Sicher ist noch zu erwähnen, dass ich zum einen Sänger bei Tri State Corner bin, zum anderen spiele ich bei der Band Rage das Schlagzeug und konnte damit eine Menge Menschen in der Branche kennen lernen. Um das abzurunden, werden beide Bands (Rage, TSC) aber auch andere, wie Firewind, Nazareth oder Mystic Prophecy, von der gleichen Agentur vertreten. Auch das ist sicher ein Argument.

Tri State Corner – multikulturell erfolgreich

Tri State CornerMH: Das Rage Against Racism ist ja schon ein besonderes Festival. Es ist umsonst und trägt sein Motto schon im Namen. Was ist eure Motivation gerade hier aufzutreten?

Lucky: Naja, ich denke TSC ist ein positives Beispiel erfolgreicher Integration in Deutschland. Multi Kulti mit einem kreativen, friedlichen und hoffentlich bereichernden Output – keine Gewalt, kein Hass, kein Neid oder andere fürchterliche Umstände, sondern ein durchweg positives Miteinander unterschiedlicher Kulturen in Deutschland…mehr gegen Rassismus kann man nicht demonstrieren

MH: Ihr kommt aus drei verschiedenen Ländern, habt in drei Kontinenten gespielt. Daher kommt bei dem Festival-Motto die Frage vielleicht nicht ganz unerwartet. Inwieweit habt ihr selber schon Erfahrungen mit Rassismus gemacht? Ob hier in Deutschland oder sonst wo in der Welt auf Tour.

Lucky: Oh ja, häufig genug, sowohl in Deutschland als auch in meinem Herkunftsland Griechenland und an anderen Plätzen dieser Welt. Wir leben in Zeiten von Existenzängsten in einer Zwei-Klassen Gesellschaft. Menschen streben nach mehr Wohlstand und sind sehr häufig sehr intensiv mit ihren eigenen Bedürfnissen beschäftigt. „Der Fremde“ wird daher häufig als Bedrohung und nicht als vielleicht sogar Chance gesehen. Ein Umstand, der wahrscheinlich neben teilweise fehlender Bildung oder schlechtem sozialem Umfeld, noch etliche weitere Hintergründe hat und damit nur sehr schwer zu lösen ist.

Tri State Corner – neue Platte und Tour in Sicht

MH: Ich finde gerade eure Musik zeigt das integrative Potential, das in der Musik stecken kann. Verschiedene Kulturen, die zusammenkommen, sich beeinflussen und etwas Neues entstehen lassen. Ist das unter anderem vielleicht ein Weg wie man Rassismus entgegentreten kann?

Lucky: Ich hoffe doch sehr. In unserer Musik steckt Kultur…MULTIKULTUR…Diese Musik wäre nie entstanden, wenn wir uns nicht gegenseitig positiv beeinflusst hätten. Und auch unsere Texte sind im gleichen Fahrwasser und sollen etwas erzählen und Menschen näher zusammen bringen…hoffentlich.

MH: Treffend finde ich in dem Zusammenhang auch den Titelsong „Home“ eurer letzten Platte mit der Zeile „Home is where the heart is“. Was steckt dahinter und wie kam es zu diesem Song?Tri State Corner

Lucky: Da steckt all das hinter, wofür Euer Festival steht, wofür diese Interviewfragen gestellt werden, wofür es sich zu kämpfen lohnt…es ist einen Ansage an Alle Menschen, die bis heute nicht verstanden haben, worum es eigentlich geht.

MH: Eure letzte Platte liegt ja nun auch schon wieder zwei Jahre zurück. Wie ist der aktuelle Stand bei euch? Gibt es bald was Neues zu hören?

Lucky: Na klar, wir stecken gerade in der Vorproduktion und werden zum Ende diesen Jahres / Anfang nächsten Jahres unsere fünfte Veröffentlichung auf den Markt bringen und dazu eine Tour spielen – freuen uns sehr darauf.

MH: Bei metal-heads.de ist es üblich, dass das letzte Wort immer der Band gehört. Was wollt ihr unseren Lesern und euren Fans noch gerne mitteilen? Ich bedanke mich schon mal für das Interview und wünsche uns allen viel Spaß auf dem Rage Against Racism! See You There!

Lucky: Liebe Leute, kommt auf das Rage Against Racism und zeigt was richtig ist. Verbringt mit uns eine gute Zeit und erlaubt uns Euch auf eine Musikreise zu entführen.

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Bildquellen

  • Tri State Corner live: Tri State Corner
  • Tri State Corner Lucky: Tri State Corner
  • Tri State Corner Beitragsbild: Tri State Corner
soundchaser

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Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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