Gary Moore – Die offizielle Biografie

Am 7. Juli 2022 ist mit „Gary Moore – Die offizielle Biografie“ erstmalig über einen der leidenschaftlichsten Gitarrenspieler aller Zeiten in deutscher Sprache eine Lektüre erschienen. Natürlich haben wir von metal-heads.de uns mit diesem Werk eingehend beschäftigt. Hier kommt unsere Buchvorstellung.

Gary Moore – vom Hardrocker zum Blues-Gott

Die Eckdaten in Kürze: Geboren in Belfast, mit nur 58 Jahren im Jahr 2011 leider viel zu früh verstorben. Gary Moore war Mitglied von Thin Lizzy, aber auch Gründer der Bands Colosseum II und des Projekts G-Force (in Anlehnung an seinen Spitznamen „G“ ). Nach genialen Solo-Alben wie dem Meisterwerk „Wild Frontier“ aus dem Jahr 1987 wechselte der auf der Bühne immer als Wüterich beschriebene Hardrock-Gitarrist zum Blues-Genre. Und zeigte fortan hier seine begnadeten Gitarren-Künste. „Still Got The Blues“ wird wohl jeder Musikfan auf dieser Welt kennen.

Was die Leserschaft bei „Gary Moore – Die offizielle Biografie“ erwartet

504 prallvolle, aus dem Englischen (Das Original erschien bereits 2017) von Alan Tepper übersetzte Seiten erwarten es, entdeckt zu werden. Das Buch im Hardcover-Format ist umweltfreundlich auf leicht ergrautem Papier gedruckt und auch die Fotosammlung ist in Schwarz-Weiß gehalten. Der britische Autor Harry Shapiro, der übrigens Gary Moore nicht ein einiges Mal persönlich getroffen hat, erzählt äußert detailreich. Da er mit sehr vielen Weggefährten von Gary Moore und natürlich auch mit dessen Familie gesprochen hat, zitiert er dementsprechend viele Leute , bringt sie miteinander in Verbindung und baut Parallelen auf, wo man sie kaum vermutet hätte.

We want Moore!

In diesem Buch erfährt man in 14 Kapiteln nicht nur etwas über den Aufstieg dieses „Guitar Hero“ , dessen Ängste (was Flugzeugfliegen angeht) und dessen Schwächen (ja, ja, was wohl) . Natürlich gibt es auch Details wie den obigen Schlachtruf, den sich die Fans ausgedacht haben. Die Frage, wo die grüne Les Paul Gitarre jetzt ist, wird ebenso geklärt. Hierzu kurz ausgeholt: Der Linkshänder, der zeitlebens Rechtshänder-Gitarren bediente, musste irgendwann seine geliebte 1959er Gibson Les Paul verkaufen, da ihm die Kohle ausgegangen war. Diese vom Fleetwood Mac – Gitarristen Peter Green erworbene Gitarre fand auf Umwegen jedoch einen würdigen Nachfolger. Kirk Hammett von Metallica nämlich. Ja, so klein ist die Welt der prominenten Musiker.

Kritik aus dem Netz

Um ehrlich zu sein: Diese Biografie kommt in den Buchkritiken auf Amazon und co. nicht sonderlich gut weg. Leser berichten, sie hätten sich durch die ersten 200 Seiten quälen müssen, weil diese so langweilig gewesen wären. Man würde den künstlich gestrickten Parallelen und Verbindungen zwischen den unzähligen Gesprächspartnern, deren Namen man kaum verdauen könnte, nur äußerst schwer folgen können. Außerdem würde jegliche Emotion fehlen, alles wäre viel zu nüchtern geschrieben.

Wir sehen dies ein wenig differenzierter. Denn es ist doch gar nichts daran auszusetzen, wenn Autor Shapiro als neutrale dritte Person Andere sehr zitatenreich über Gary Moore berichten lässt, ansonsten jedoch auf der Sachebene bleibt. Da der Autor nie mit Moore selbst gesprochen hat, ist diese Neutralität sogar zu begrüßen.

Fazit

Eine Biografie muss ja nicht immer im US-amerikanischen Stil mit viel Pathos und Lobhudelei daher kommen. Dem wahren Gitarrenfan reicht schon die Aufstellung der Pedals und des übrigen technischen Equipments, dem sich Garry Moore bediente. Uns persönlich fehlt es ein wenig an bunten Bildern und auch das Papier hätte gerne umweltunfreundlich Hochglanz sein können. Aber dies ist schon Jammern auf hohem Niveau. Denn für nur 30 Euro ist man mit diesem Buch gut bedient. Für jeden Guitar-Lover das ideale Weihnachtsgeschenk. Und übrigen das einzige Werk, was bisher über „G“ erschienen ist.

Zu erwerben u.a. auf den Seiten des Hannibal-Verlags oder auf Amazon sowie bestimmt auch im gut sortierten Buchhandel.

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • Gary Moore: Hannibal-Verlag

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × 1 =