Accept und das erste Rise Of Chaos-Festival in Köln

Accept Rise Of Chaos Beitragsbild

Kann man einen Feiertag besser begehen als mit Musik? Nö, und deswegen haben wir uns am Donnerstag, den  01. November 2018 auch auf den Weg in die Kölner Live Music Hall gemacht. Hier feierten Accept den Auftakt ihrer Rise Of Chaos Festival-Tour. Als Gäste hatten sie Monument, Refuge und Orden Ogan dabei. Die Merchpreise bewegten sich im üblichen Rahmen und das Wetter spielte auch mit. Trotzdem war die Halle als Monument um 18 Uhr den Abend eröffneten nur spärlich gefüllt. Schieben wir es mal darauf, dass 18 Uhr nach der gestrigen Halloween Party für viele einfach noch zu früh war…

Monument are taking us back in time

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Monument Live Music HallVier Bands die sich die Bühne teilen, da bleibt für den Opener wenig Platz. Auch am Licht wurde gespart, aber der Sound war okay, wenn auch ein wenig leise. Nichtsdestotrotz gab die Band alles und gerade Sänger Peter Ellis und Lead Guitarist Dan Baune wussten mit klassischem Posing zu überzeugen. Letztere überraschte das Publikum zum Ende mit deutscher Ansage und entpuppte sich als deutscher Gastarbeiter bei den Briten. Aber nicht nur deswegen gelang es Monument doch noch mehr Leute in die Halle zu ziehen. Ihr klassischer NWBHM-Style mit Iron Maiden Anleihen passte perfekt zum Rest des Line-Ups und Songs wie „Attila“  und „Lionheart“ wurden entsprechend abgefeiert. Neben ordentlich Applaus gab es nach dreißig Minuten auch verdiente Zugabe-Rufe. Well done Monument!

Refuge – Old School as hell

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Wenn man ein Set mit „Don’t Fear The Winter“ eröffnen kann, was soll dann noch schiefgehen? Eben, und so feuerten Refuge neben alten Hits aus der Rage-Ära auch ein Refuge Live Music Hallpaar neue Songs von ihrem Comeback-Debüt Album „Solitary Men“ (Review hier) ab. Ich hatte das Vergnügen die drei Herren schon Anfang der Neunziger live erleben zu können und auch wenn der Zahn der Zeit nicht spurlos an ihnen vorüber gegangen ist, so ist der Spaßfaktor auf der Bühne doch unübersehbar. Für meinen Geschmack hätten Refuge gerne mehr als vierzig Minuten spielen können, aber auf einem Festival ist die Spielzeit nun einmal beschränkt. Darüber hinaus hatten wir die Gelegenheit vor der Show ein Videointerview mit Peavy, Manni und Chris zu führen, das ihr euch hier ansehen könnt. Eine Aussage ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Der Soundmann war sehr davon angetan mal wieder eine traditionell spielende Band zu haben. Refuge sind so Old School, die benutzen sogar noch Verstärker. Und so war auch der Auftritt, im besten Sinne Old School. Für mich gerne mehr davon!

Orden Ogan – Melodic German Heavy Metal

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Orden Ogan Live Music HallDie erste Veröffentlichung von Orden Ogan liegt nun auch schon zehn Jahre zurück und über die Jahre erspielte sich die Band eine stetig wachsende Fanbase. Der aktuelle Longplayer „Gunmen“ erreichte sogar Platz 8 der Charts. Als Lohn jetzt also nun der Slot direkt vor der Legende Accept mit viel Licht, ordentlich Sound und passender Western Bühnendeko. Die Band hatte auch mehr Platz auf der Bühne, den sie zu nutzen wussten. Einen Wermutstropfen gab es allerdings. Frontmann Seeb hatte sich im Sommer den Daumen gebrochen und so musste Bassist Niels zur zweiten Gitarre wechseln und seine Parts kamen von Band. Davon ließen sich Orden Ogan aber überhaupt nicht beeindrucken und lieferten amtlich ab. Das sahen auch die Fans so, die immer zahlreicher da waren. Offenkundig waren viele auch wegen Orden Ogan da und feierten mit der Band gemeinsam Klassiker wie „We Are Pirates“, der von Seeb sympathisch und selbstironisch angekündigt wurde. Ein gelungener Auftritt mit dem die Band sicher einige Fans dazu gewinnen konnte.

Accept – legendär und perfekt

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Was soll man zu Accept eigentlich noch schreiben? Wolf Hoffmann steht länger auf der Bühne, als manche davor an Lebensjahren aufweisen können. Dazu die schon aus Accept Live Music HallWacken bekannte Bühnendeko, bester Sound und Licht und eine bestens aufgelegte Band. Nach Jahrzehnten der Bühnenerfahrung sind die Posen natürlich in Fleisch und Blut übergegangen und Accept beherrschen die Bühne. Aber trotzdem ist der Spaß den die Band auf der Bühne hat für alle spür- und sichtbar. Wolf Hoffmann grinst wie ein Honigkuchenpferd. Schaut euch einfach die Fotos an und überzeugt euch selbst. Dem Soundmann möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein Kompliment aussprechen. Alle Instrumente waren klar und differenziert zu hören, super. Die Songs der neuen Ära sind allesamt klasse. Aber die Klassiker aus den Achtzigern sind längst Heavy Metal-DNA und dementsprechend groß ist der Jubel und bei „Princess Of The Dawn“ sind auch erste Crowdsurfer unterwegs.  Kurzum ein perfekter Auftritt der legendären Accept. Alle die heute hier waren, haben einen super Abend erlebt und können sich schon jetzt auf die anstehende Orchestertour freuen (mehr Infos dazu gibt es hier). Wie eingangs erwähnt, einen Feiertag kann man als wahrer Metalhead nicht besser begehen als heute. Danke Accept!

Accept – die Setlist

  1. Die By The Sword
  2. Stalingrad
  3. Restless And Wild
  4. Pandemic
  5. Koolaid
  6. No Regrets
  7. Analog Man
  8. T.V. War
  9. Princess Of The Dawn
  10. Monsterman
  11. Up To The Limit
  12. Metal Heart
  13. Teutonic Terror
  14. Fast As A Shark
  15. Stampede
  16. Balls To The Wall
  17. I’m a Rebel

 

 

 

 

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Bildquellen

  • Orden Ogan Live Music Hall 12: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Accept Live Music Hall 22: Laura Jager (c) metal-heads.de
  • Accept Live Music Hall 15: Laura Jager (c) meta-heads.de
  • Accept Live Music Hall 10: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Accept Live Music Hall 5: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Orden Ogan Live Music Hall 8: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Refuge Live Music Hall 10: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Refuge Live Music Hall 7: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Monument Live Music Hall: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Accept Rise Of Chaos Beitragsbild: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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