Bergisch Metal Festival Winter 2018 – hart aber herzlich

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Am 08. Dezember 2018 gab es im Bergisch Gladbacher UFO die zweite Ausgabe des Bergisch Metal Festival Winter Edition. Sechs Bands standen bereits den zweiten Advent einzuläuten und geschätzte 130 Leute fanden sich ein das gebührend zu feiern. Das Wetter spielte mit. Es war nicht zu kalt und einigermaßen trocken. Besonders positiv herausstellen möchte ich die günstigen Getränkepreise. Der Veranstalter Pete Rode schenkte 0,4 l Bier für nur zwei Euro aus und nicht-alkoholisches war noch günstiger. Eine Woche später in der Mitsubishi Electric Halle sah das bei Kreator und Dimmu Borgir leider ganz anders aus. Dann für nur zehn Euro an der Abendkasse so ein Programm anzubieten… Respekt! Die Fotos stammen von unserer Fotografin Laura Jaeger in Zusammenarbeit mit Tobias Prümm (Instagram). An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön! Aber kommen wir doch direkt zur ersten Band.

Through Veins – das lokale, grungige-punkige Trio

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Through Veins Bergisch Metal Winter 2018Es war der erst fünfte Gig der Band und die fehlende Bühnenerfahrung merkte man der Band dann doch an. Natürlich ist es als Trio schwierig ordentlich Action auf die Bühne zu bringen, aber ein bisschen mehr Bewegung wäre schon gut gewesen. Aber als Lokalmatador hatten sie ein paar Fans mitgebracht und es tummelten sich grob geschätzt bereits etwa fünfzig Leute vor der Bühne. Der grungig-punkige Sound kam gut an und wechselten schön gemischt ruhige Parts mit heavy Parts. Sängerin Lilli hat eine interessant-rauchige Stimme und hatte unterhaltsame Ansagen auf Lager. Die konnte Schlagzeuger Luk aber toppen, als er zum Circle Pit aufforderte und diesen mit einer Salatschleuder verglich. Das hatte ich so auch nicht gehört. Ein gelungener Auftakt, der Zugaberufe nach sich zog. Ich bin gespannt wo die Band in zwei Jahren steht. Das erste Album ist schon mal in Arbeit. Wir sind gespannt.

Fateful Finality mit dem letzten Gig des Jahres

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Die letzte Show des Jahres und der 32. Gig des Jahres… Das merkte man Fateful Finality auch an. Da stand ein eingespieltes Team auf der Fateful Finality Bergisch Metal WinterBühne, die nicht nur dicke Arme und breite Schultern boten, sondern auch ein fettes Brett! Ein fettes Thrash Metal Brett! Der Sound war mal wieder erste Sahne und die Zuschauerzahl hatte sich mal glatt verdoppelt. Deswegen auch hier nochmal ein großes Lob an Pete, der sich nicht nur auf lokale Bands beschränkt, sondern immer wieder Überraschungen aus dem Hut zaubert. Wann bekommt man sonst schon mal eine Band aus Süddeutschland hier zu sehen? Eben! Und wenn die dann auch noch so ein Fest abliefern… Da war es auch genau richtig die Jungs schon an zweiter Stelle spielen zu lassen, als alle noch richtig fit waren. Super Auftritt und ich kann nur jedem empfehlen sich Fateful Finality einmal live reinzuziehen.

Sober Truth mit einem souveränen Auftritt

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Sober Truth Bergisch Metal Winter 2018Aus dem näheren Umkreis kamen Sober Truth und dementsprechend viele Fans waren dann auch vor der Bühne. Nach dem In die Fresse-Thrash von den Fateful Finality war der verspielte Modern Groove Mix der Siegburger eher etwas zum Zuschauen und Genießen. Aber das erledigte das Quartett auch souverän. Kein Wunder existieren Sober Truth nun auch schon seit über zehn Jahren und sind live viel unterwegs. Was auch wieder einmal meine These bestätigt, dass live spielen das A und O für eine Band ist. Das es bei Sober Truth im Publikum ruhiger zuging, lag einzig allein daran, dass sich alle noch vom vorherigen Auftritt erholen mussten. Spaß hatten aber alle, Band wie Publikum! Das war deutlich zu sehen. Und wer gerne mehr davon haben möchte, hat am 23. Februar in Siegburg im Kubana die perfekte Gelegenheit. Denn da feiern Sober Truth den Release ihres neuen Albums „Psychosis“. Don’t miss it!

Dark Zodiak mit verdammt viel Spaß

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Aus Eggingen im Schwarzwald kommen Dark Zodiak und ein weiteres Kleinod, dass der Pete da aufgetan hat. Die Band um Frontfrau Simone lieferte eine energiegeladene Death/Thrash Vollbedienung und brachten richtig Stimmung in die mittlerweile geschätzt 130 Leute. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn eine Band einfach Spaß auf der Bühne hat. Wenn, in dem Fall, Sängerin Simone immer wieder den Kontakt mit dem Publikum sucht und am Ende alle Frauen zum gemeinsamen Headbangen auf die Bühne bittet… Ja dann, kann ich nur sagen: Alles richtig gemacht! Wie gut die Stimmung zum Beispiel bei „Final Solution“ war, davon überzeugt hier euch am besten selbst im Live Video:

 

The Helldozers get the Party started

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Es soll keiner sagen, dass Bergisch Metal wäre eindimensional und würde nur Krach und Gegrowle bieten. Als vorletzte Band betraten die Helldozers die Bühne und sorgten The Helldozers Bergisch Metal Winter 2018direkt für Stimmung. Die Bühne war allerdings auch bestens präpariert. Überall am Rand waren gefüllte Schnapsgläschen verteilt und die Band lieferte die passende Musik dazu. Rauhe Vocals treffen auf groovigen Southern/Stoner Metal. Man muss die Musik nicht mögen, aber der Live Gewalt der Helldozers kann man sich nur schlecht entziehen. Aber ein Blick in die Runde zeigte, dass die Band nicht nur mir gefiel, sondern auch so ziemlich allen anderen. Trotz später Stunde heizten die Jungs das UFO noch einmal ordentlich auf.

Pripjat – live immer wieder eine Urgewalt

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Pripjat Bergisch Metal Winter 2018Am Abend zuvor hatten Pripjat noch das Ruhrpott Metal Meetig eröffnet und heute waren sie der unangefochtene Headline. Ein Umstand, der natürlich auch im Interview zur Sprache kam, dass ich im Keller des UFO mit den Jungs geführt habe und das hier euch hier anschauen könnt. Aber was soll ich zu Pripjat eigentlich noch groß schreiben? Im Kölner Umland bestens bekannt und mittlerweile sogar schon in der Ukraine unterwegs, haben sie für ihr aktuelles Album „Chain Reaction“ beste Kritiken eingefahren und sich den Erfolg redlich verdient. Natürlich dürfen Klassiker wie „Born To Hate“ und „Nuclear Chainsaw“ schon jetzt bei keinem Gig mehr fehlen und wer die Band einmal live erlebt hat und auf den klassischen Thrash Metal der Achtziger steht, der wird sie nicht mehr missen wollen. Musikalisch gehören Pripjat für mich zu dem Besten, was das Genre zu bieten  hat. Und live setzen sie dann noch einmal einen drauf. Ein würdiger Headliner mit dem einzigen Wermutstropfen, dass man sie beim nächsten Bergisch Metal dann leider nicht dabei haben wird. Danke Jungs, Danke Pete! Es war ein toller und rundum gelungener Abend, bis zum nächsten Mal.

Pripjat – die Fotos

 

The Helldozers – die Fotos

 

Dark Zodiak – die Fotos

 

Sober Truth – die Fotos

 

Fateful Finality – die Fotos

 

Through Veins – die Fotos

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Bildquellen

  • Pripjat Bergisch Metal Winter 2018 23: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • The Helldozers Bergisch Metal Winter 2018 1: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Dark Zodiak Bergisch Metal Winter 2018 26: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Sober Truth Bergisch Metal Winter 2018 21: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Fateful Finality Bergisch Metal Winter 2018 27: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Through Veins Bergisch Metal Winter 2018 5: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal Winter 2018 Beitragsbild: Laura Jaeger (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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