DELAIN live in Bochum: Tourauftakt gelungen

Delain Bochum 2019 (Titelbild)

DELAIN eröffneten ihre Masters Of Destiny European Tour am 19.11.2019 in der Zeche in Bochum.

Masters Of Destiny European Tour 2019

Die niederländische Symphonic Metal Band DELAIN hat sich durch mitreißende Live-Auftritte mittlerweile einen Status erarbeitet, der über den eines Insider-Tipps weit hinausgeht. So ist es wenig überraschend, dass die Zeche in Bochum zum Auftakt der Masters Of Destiny European Tour nahezu ausverkauft ist. Die angespannte Parkplatzsituation (und ein leicht vorgezogener Beginn) führt dann leider dazu, dass wir die ersten Songs des Supports Arkona verpassen und euch somit keine Bilder von ihrem Auftritt präsentieren können.

ARKONA – Folk- und Pegan Metal aus Russland

Die russische Formation um Sängerin Maria (Mascha) „Scream“ Archipowa existiert bereits seit 2002 und ist hierzulande jedoch noch recht unbekannt. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass die Songs in russischer Sprache vorgetragen werden. Textlich beschäftigen sie sich wohl überwiegend mit Themen aus der slawischen Mythologie. Zu dem schwarzmetallisch angehauchten Mix aus Folk- und Pegan-Metal passt das zwar recht gut, erschwert das Verstehen und Mitsingen jedoch erheblich. Die Band erntet für ihren engagierten Auftritt dennoch recht ordentlichen Applaus. Neben Maria , die zwischen Klargesang und Growls wechselt, prägt insbesondere Valdimir „Volk“ das Bild der Band. Mit Flöten- und Dudelsack-Spiel ist er ganz wesentlich für den außergewöhnlichen Sound der Band verantwortlich. Nach 11 Songs verabschiedet sich eine durchaus interessante Band, um Platz für den Headliner des Abends zu machen. Mehr zu Arkona findet ihr HIER!

DELAIN – eine eingespielte Truppe

DELAIN Bochum 2019Dass DELAIN eine ausgesprochen starke Live-Band ist, dürfte sich zwischenzeitlich rumgesprochen haben. Auch zum Masters Of Destiny-Tourauftakt zeigen sich die Niederländer als gut eingespielte Truppe. Bereits beim Auftaktsong „Pendulum“ wird erkennbar, dass die Angst, die Band hätte nach dem Abgang der zweiten Gitarristin Merel Bechtold soundtechnisch an Wucht verloren, unbegründet ist. Gitarrist Timo Somers, Bassist Otto Schimmelpenninck van der Oije und Neu-Schlagzeuger Joey Marin de Boer schaffen es, ausreichend Druck zu machen. Gleichwohl fehlt mir persönlich die quirlige und überaus sympathische Merel auf der Bühne. Zum Glück zeigt sich Sängerin und Frontfrau Charlotte Wessels wieder einmal in überragender Form. Neben ihren hervorragenden gesanglichen Fähigkeiten kann sie auch in Punkto Ausstrahlung wie immer mit voller Punktzahl überzeugen.

Mit neuen Songs im Gepäck

DELAIN stellen heute Abend einige neue Songs vor. Während „One Second“ und „Burning Bridges“ zumindest schon auf YouTube zu hören waren, ist „Let’s Dance“ ein Titel, der seine absolute Premiere feiert. Mir ist der Song etwas zu poppig geraten, er kommt aber beim Publikum recht gut an. Mit 5 Alben und 2 EP’s verfügen DELAIN inzwischen über reichlich Songmaterial. Da bleibt leider der ein oder andere Klassiker auf der Strecke. Ich persönlich habe besonders „Get The Devil Out Of Me“ schmerzlich vermisst.

Perfekte Stimmung und zu frühes Ende

Die Stimmung in der Zeche ist heute Abend perfekt. Die Zuschauer sind überwiegend äußerst textsicher und müssen nicht erst groß zum Mitklatschen und Hüpfen animiert werden. Die Band wird richtig abgefeiert und genießt den Auftritt sichtlich. Nach 17 Songs (inklusive dem Instrumental Jam mit Gitarre und Schlagzeug) und gut 1 1/2 Stunden nimmt der Abend mit dem Klassiker „We Are The Others“ ein leider etwas frühes Ende. Zugaben gibt es heute nicht, was mich (und viele weitere Fans) doch etwas enttäuscht. Gleichwohl war es wieder einmal ein starkes Konzert von DELAIN. Live ist die Truppe einfach eine Bank! Unser Ralf hat trotz fehlendem Fotograben und grenzwertiger Beleuchtung tolle Fotos geschossen, die ihr euch in Ruhe anschauen dürft.

Setlist des Hauptacts

Pendulum
Virtue and Vice
One Second
Suckerpunch
Burning Bridges
The Hurricane
Masters of Destiny
Here Come the Vultures
Sing to Me
Let’s Dance
Combustion (Instrumental Jam)
Hands of Gold
Not Enough
Don’t Let Go
The Gathering
Fire with Fire
We Are the Others

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Bildquellen

  • DELAIN Bochum 2019: (c) Ralf, metal-heads.de
  • Delain Bochum 2019 (Titelbild): (c) Ralf, metal-heads.de
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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