KILL II THIS – Warm Up-Jam in Manchester

KILL II THIS

KILL II THIS als Partyband? Nun ja, wenn der Anlass stimmt, warum nicht!

Und der Anlass stimmte durchaus. Gitarrist und Gründungsmitglied Mark Mynett hatte die famose Idee, den Schmerz über den herein brechenden 50. Geburtstag kurzerhand musikalisch in den Griff zu bekommen. In diversen Bands seit Anfang der 1990er Jahre aktiv, sollte es ein großes Familientreffen seiner ehemaligen und aktuellen Mitstreiter werden.

Ein Trip in Raum und Zeit

Rund 150 Gäste hatten vorab Einladungen erhalten. Mit von der Partie auch der Doc und ich. Uns beiden Hübschen verbindet mit Mark seine frühere Combo CHINA BEACH, die 1996 mit RUNNING WILD in Deutschland auf Tour gegangen ist. Doc’s Faible für den straighten Crossover von CHINA BEACH und mein erstes Face to Face-Interview ever mit Rock ’n’ Rolf hatten uns im Januar 1996 in den Ruhr Rock-Hallen in Dortmund zusammen geführt. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

Aus alter Freundschaft

Knapp 23 Jahre später finden wir uns am Rande der City von Manchester im „Rebellion“ Club wieder und wie häufig in den Jahren zuvor haben wir irgendein Equipment am langen Arm, damit der Soundcheck endlich starten kann. Manche Dinge ändern sich halt auf eine sehr wohltuende Art Gottseidank nie.

Rebellion Club, Manchester

Musikalische Wurzeln

Unser Dreh- und Angelpunkt an diesem Wochenende ist neben dem Geburtstagskind Jeff Singer, seines Zeichens Drummer von KILL II THIS. Über Englands Grenzen hinaus kennt man ihn als zeitweises Mitglied von PARADISE LOST und Session-Drummer bei MY DYING BRIDE. Aber auch sein ehemaliges Projekt CITY OF GOD hat anno 2005 ein passables One-Off-Album hervor gebracht.

Ohne Mampf kein Kampf

Mit Jeffs Familie stärken wir uns zunächst bei einem der besseren Italiener in der Stadt. Wenn man auch über die angekündigten 11 Zoll Durchmesser trefflich streiten kann – geschmacklich sind die Pizzen weit vorne und eine ideale Grundlage für später.

Schaut mal hier, was da an jenem Aprilabend in Manchester auf der Bühne los war:

 

KILL II THIS goes retro

So gegen 20:00 h nimmt der als „Jam Session“ angekündigte Gig seinen Lauf. Zunächst eine Stunde Coversongs von Feinsten mit CHINA BEACHs Danny Fox am Mikro. Das von KILL II THIS eingespielte Cover von „Burn“ (DEEP PURPLE natürlich…) bildet den Opener. Es folgen Werke hoffnungsvoller Nachwuchsbands aus der Region, darunter RAINBOW (tolle „Stargazer“-Interpretation) und BLACK SABBATH mit ua. „Heaven & Hell“. Insgesamt findet das Repertoire den Zuspruch der Anwesenden, auch wenn bei den Meisten das Metal-Gen eher als unterentwickelt gelten muss.

Klassische Anwandlungen

Das Highlight steht jedoch am Schluss. Eine Freundin von Mark, Nicole Thompson, hat mit Danny eine industrial angehauchte Version von „Phantom of the Opera“ aus dem gleichnamigen Musical einstudiert. Die Duettfassung lässt keine Wünsche übrig, weil die Dame eine klassische Ausbildung genossen hat und deshalb mühelos im oberen Regal unterwegs ist. Überraschung geglückt.

Ein Kessel Buntes

Es folgen diverse Inkarnationen von Marks Bands, zu denen sich dann auch Simon Gordon als aktueller KILL II THIS-Sänger gesellt. Ein Intermezzo bestreitet ein Studienkollege von Mark auf einer Okulele (!!!). Danach kommen zwei Bands zum Zuge, deren aktuelle Alben Mark produziert hat.

Hier bekommt ihr einen weiteren Schwung Fotos des Abends:

 

Bereits 22:00 h sollte eigentlich Schluss sein, weil der Club dann für jedermann geöffnet werden soll. Tatsächlich ist die Deadline schon um zehn Minuten verstrichen, als schließlich KILL II THIS ein Triple hinlegen und zum Schluss eine Zugabe mit Saxophon (!!) und Tuba (!!!!) ganz neue Facetten im KILL II THIS-Sound frei legt.

Ein ebenso großartiger wie einmaliger Abend verliert sich im Nachtleben von Manchester…

 

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Bildquellen

  • 50. Geburtstag von Mark Mynett – April 2019 – Manchester – 148: (c) metal-heads.de / Amir Djawadi
  • KILL II THIS: (c) metal-heads.de / Amir Djawadi
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