PRIME CIRCLE – If you don´t you never will“-Tour (Essen, 02.10.17)

Prime Circle

Die Damen im Publikum johlen, als Sänger Ross Learmonth von PRIME CIRCLE zum Ende des gigantischen Live-Auftritts dazu animiert, sich nachher am Merchandise Stand „alles unterschreiben zu lassen, was die Ladies möchten.“ Entsprechend knubbelig wird es dann auch in der hintersten Ecke vom Turock in Essen. Die Damen-T-Shirts sind schnell ausverkauft und auch CD-Nachschub muss extra aus dem Tourbus noch neu beschafft werden.

Video-Interview mit Sänger Ross LearmonthPrime Circle

Im selbigen Nightliner saßen die beiden metal-heads bereits am Nachmittag noch gemütlich mit Sänger Ross zum großen Video-Interview zusammen. Schaut einfach mal bei unserem youtube-Channel vorbei, wo unser netter Talk in Kürze veröffentlicht wird. Der charmante Südafrikaner zeigte wie gewohnt feinste Manieren und bot uns sofort einen Kaffee zur Begrüßung an, bevor wir ins Plaudern kamen. Ross plauderte hierbei natürlich auch aus dem Nähkästchen. So verriet er uns – am Abend aber auch dem Publikum – dass die Jungs von PRIME CIRCLE bereits im Februar 2018 erneut nach Deutschland auf Tour kommen werden. Was Ross noch so alles von sich gab, erfahrt ihr bald hier in unser Rubrik „Behind The Scenes.“

Bevor jedoch PRIME CIRCLE aufspielten, betrat um Punkt 20.00h erst einmal eine dreiköpfige Formation namens Von Seefeld die Bühne. Von denen hatten wir offengestanden noch nie etwas gehört. Das Elektronic Pop-Punk-Von SeefeldBandprojekt trat an diesem Abend mit Sängerin Shamala Tamrazova aus der Ukraine sowie den Bandmembern Martin Klee und Mario Rossmann an. Hinter von Seefeld steckt jedoch der Songwriter und Mastermind Charley Stadler.  Den hätten wir gerne mal gefragt, was dies denn für Tonprobleme waren, die der sichtlich unsicheren Sängerin Shamala da böse in die Karten spielten. Beim Soundcheck klang die Stimme jedenfalls wesentlich lauter als beim Gig selbst. Shamala blieben daher nicht viele Möglichkeiten, außer ständig den Daumen hoch in Richtung Mischpult zu recken und sich ansonsten verzeifelt die Ohrstecker fest an ihren Kopf zu drücken.

Thank you, you are so amazing – Von Seefeld als Vorband

Was optisch jetzt nicht viel hermachte, zumal der Gitarrist kein einziges Mal Augenkontakt zum Publikum aufnahm, sondern konsequent seitlich auf der Bühne auf Sängerin und Schlagzeuger starrte, wie die nachfolgende Fotostrecke beweist:


Fehlende Erklärungen, wer denn jetzt wer ist in der Band, kamen erschwerend hinzu. Der Sound blieb ebenfalls in sämtlichen Songs durchgehend gleich und die Stimme der Sängerin konsequent zu leise eingestellt. Das Publikum fand den Auftritt daher auf Nachfrage hin eher gleichgültig bis belanglos. Trotzdem ernteten Von Seefeld nach jedem Song artig Applaus, was Sängerin Shamala denn auch ständig mit einem „Thank you. You are so amazing“ quittierte. Ansonsten fehlte die Chemie zwischen Publikum und Band völlig. Außer den kurzen Ansagen des nächsten Liedtitels gab es nämlich keinerlei Interaktion. Hier ist unserer Meinung noch viel Live-Performance-Luft nach oben. Macht euch selbst ein Bild von der abgemischt gar nicht so übel klingenden Musik von Von Seefeld. Hier der Link zum aktuellen Musikvideo des Songs „Mother´s War“ für euch:

PRIME CIRCLE betreten die Bühne und die deutschen Charts

Ganz anders ist dann der Sound und sofort natürlich auch die Stimmung im gut gefüllten Turock, als die 5 Südafrikaner die Bühnenbretter betreten. Vom ersten Ton an animiert, ja begeistert Sänger Ross geradezu mit seiner Ausstrahlung, seinen Ansagen und natürlich auch mit seiner unvergleichlich guten Stimme. Dass die Band einfach Laune macht, ist den zahlreichen treuen Fans von PRIME CIRCLE hinlänglich bekannt. Doch an diesem Abend hat auch Bandleader Ross allen Grund zur Freude. Denn just nach Veröffentlichung der 7. CD mit dem Titel „If you don´t you never will“ ist die Scheibe in die deutschen Album-Charts eingestiegen. Platz 72 nach einer Woche kann sich sehen lassen, findet auch Ross und bedankt sich daher artig beim feierwütigen Publikum. PRIME CIRCLE spielen im Anschluss an die nette Begrüßung satte 20 Stücke und nahezu alle Tracks vom neuesten Silberling, den ihr über diesen Link z.B. bei Amazon ordern könnt:

Gut abgemischt ist nicht so gut wie live geil gespielt

Dem heimischen Musik-Hörer fällt an diesem Abend sicherlich auf, dass „Gut Abgemischtes“ nicht so gut wie „live geil Gespieltes“ ist und eine Prime CirclePRIME CIRCLE-Show jedes Studio-Album in den Schatten stellt. Ross Learmonth (Gesang, Gitarre), Marco Gomes am Bass, der irrwitzig aktive Drummer Dale Schnettler, Keyboarder Neil Breytenbach sowie Lead-Gitarrist Dirk Bisschoff strahlen um die Wette, rocken, schwitzen, beackern die Bühne und binden das Publikum so in ihre Show ein, dass am Ende wirklich jeder in der Halle zum großen Finale „Yeah“ die Hände hebt und euphorisch mitklatscht. Für nur 22 Euro Eintrittspreis bekommt man wirklich etwas geboten. Alle, die bisher noch kein Auge auf die Band geworfen haben, sollten sich schnellstmöglichst Karten für einen der letzten Gigs hier in Deutschland besorgen.

Hier die umfangreiche Fotostrecke zu PRIME CIRCLE:


Die Playlist des Abends

  1.  Class Clown
  2. Tonight
  3. She Always Gets What She Wants
  4. We Are Here
  5. My City
  6. Breathing
  7. Doors
  8. Gone
  9. Satellites
  10. Turn Me To Stone
  11. Love To Hate
  12. Innocence
  13. Answers
  14. Closure
  15. Pretty Like The Sun
  16. Weapons Of War
  17. Ghosts
  18. Gift
  19. Consider Me
  20. Yeah

Mehr Infos zu PRIME CIRCLE sowie sämtliche Tourdaten findet ihr auf deren Webpage oder bei uns auf metal-heads.de!

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Bildquellen

  • Von Seefeld: (c) Ralf, metal-heads.de
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL…

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