Danzig – atemlos im Kölner E-Werk

Danzig

Letztes Jahr hat Danzig nach langer Wartezeit mit „Black Laden Crown“ noch einmal ein neues Studioalbum herausgebracht, unser Review findet ihr hier. Dieses Jahr feiert Danzig dreißigjähriges Jubiläum und spielt zu diesem Anlass sogar ein paar Clubshows in Europa. Nach seinem Auftritt in Wacken ging es los. Wir von metal-heads.de wollten uns das nicht entgehen lassen und so machte ich mich am Samstag, den 04. August 2018, auf den Weg zum Kölner E-Werk. Die Show wurde schon Wochen vorher von der kleineren Live Music Hall in die größere Halle verlegt und war auch jetzt ausverkauft. Sogar die Empore im E-Werk war für das Publikum geöffnet. Bei gefühlten 40° Grad im Schatten keine angenehmen Aussichten. Und so stand schon vorab die Frage im Raum, ob der alte Mann die komplette Setlist spielen würde oder doch wieder kürzen würde. Denn Anfang machten aber The Other und auf Fotos müsst ihr diesmal leider verzichten. Denn Fotografen waren keine zugelassen

The Other – Horror Punk, der Spaß macht

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Einen kleinen Heimvorteil hatten The Other und so war das E-Werk zu Beginn ihrer Show trotz der hohen Temperaturen schon ordentlich gefüllt. Es gab ein bisschen Bühnendeko und der Sound war auch ok. Da die gesamte Band an den Backing Vocals beteiligt war, hielt sich der Bewegungsradius in Grenzen. Dafür gab es mit den Kostümierungen aber was fürs Auge und auch das Songmaterial wusste zu überzeugen. Bei vielen der Songs gab es schöne Mitsingchöre und Sänger Rod Usher gelang es immer wieder das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Ein gelungener Auftritt, der Lust auf Mehr gemacht hat. Wer Lust auf eine gute Portion Horror Punk / Metal hat, bekommt die Chance dazu bei den traditionellen Hell Nights, die 2018 am 31. Oktober im Helios 37 in Köln stattfinden. Da es diesmal leider keine Fotos gibt, hier das Video zu „Dead. And. Gone“, damit ihr wisst was euch erwartet…

 

Danzig – nach langer Wartepause endlich da

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Ein Kritikpunkt direkt vorneweg: Die Wartezeit war zu lang. Eine knappe Stunde zwischen The Other und Danzig hätte bei diesen Temperaturen nicht sein müssen. Die Umbauten auf der Bühne waren schon lange beendet und es war voll. Jeder wollte sich einen guten Platz sichern um den Meister zu sehen.  Bis dahin galt es die Bühnendeko zu bewundern. Der klassische Schädel als riesiges Backdrop. Einfach aber gut. Als es dann endlich unter lautem Jubel losgeht, brilliert Tommy Victor direkt an der Gitarre und auch Glenn Danzig himself stampft energisch über die Bühne. Die beiden neuen Songs „Eyes Ripping Fire“ und „Devil On Hwy 9“ werden gut angenommen und sind dem Publikum offenbar bekannt. Richtig laut wird es aber erstmals bei „Twist Of Cain“. Und was bei den kurzen Ansagen zwischendurch auffällt, Danzig ist ziemlich außer Atem. Die Sauna-Temperaturen und sein Bühnenpensum fordern ihren Tribut. Deswegen statt der sonst üblichen Fotos, wieder ein Video und zwar das zum neuen „Devil On Hwy 9“:

 

Danzig – Dirty Hot Summer

Auf „Am I Demon“ hatten viele gewartet und entsprechend groß war der Jubel, als es gespielt wurde. Ich persönlich war sehr gespannt auf die Songs von „Danzig III: How The Gods Kill“ und ob und wie Danzig es schaffen würde, sie zu interpretieren. Nun, seine Stimme klang schon zu Beginn des Sets heiser und so wurde bei diesen Hits auch viel vom Publikum übernommen. Also ja, er schafft es nicht mehr die Songs so darzubieten, wie man sie kennt. War das zu erwarten? Ja. Ist das schlimm? Ich finde, nein. Puristen mögen sich daran stören, aber der Mann ist über sechzig Jahre alt und da muss man sich den Realitäten stellen. Danzig hat eine ehrliche und inbrünstige Show geliefert (drei Zugaben sprechen da eine deutliche Sprache) und das in diesem dirty hot summer. Die Stimmung war super und mehr kann man nicht erwarten. Mir war es eine Freude, die alten Songs auch im Heute einmal live zu erleben. Thank you Danzig, it was a wonderful night!

Danzig – die Setlist

  1. Skin Carver
  2. Eyes Ripping Fire
  3. Devil On Hwy 9
  4. Twist Of Cain
  5. Not Of This World
  6. Am I Demon
  7. Her Black Wings
  8. Tired Of Being Alive
  9. How The Gods Kill
  10. Left Hand Black
  11. Dirty Black Summer
  12. Do You Wear The Mark
  13. Bringer Of Death
  14. Mother
  15. She Rides (Zugabe)
  16. Snakes Of Christ (Zugabe)
  17. Long Way Back From Hell (Zugabe)

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Bildquellen

  • Danzig Beitragsbild: AFM Records / Paul Brown
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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1 Antwort

  1. André sagt:

    »Danzig hat eine ehrliche und inbrünstige Show geliefert« Absolute Zustimmung – der „Meister“ hat sich mal so richtig ins Zeug gelegt, man hatte den Eindruck, er war beeindruckt von der Stimmung im Publikum, das immerhin auch schon einen ordentlichen Altersdurchschnitt hatte ; ) Ich war jedenfalls restlos begeistert von dem alten Herrn – auch weil es rund 27 Jahre (solange ich Danzig-Fan bin) gedauert hat, Danzig einmal live zu sehen.

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