MANOWAR – Die Abschiedstour rückt näher

Manowar ISS Dome 2

The Kings Of Metal coming to town

Zum voraussichtlich letzten Mal werden MANOWAR in diesem Jahr die Bühnen der Welt entern, um eine ruhmreiche Metal-Schlacht zu schlagen. Auf ihrer großen Abschiedstour werden sie dabei gleich  dreizehn Mal in Deutschland zu sehen sein (die Termine findet ihr am Ende dieses Beitrags). Nachdem Bilder von Bandchef Joey De Maio im Studio (auf Facebook) kurzzeitig sogar die Hoffnung nährten, die Band würde uns vorher noch mit neuem Material beglücken, läuft es wohl doch eher auf ein „Best Of“ Programm hinaus. Nun, genug starkes Material ist ganz sicher vorhanden.

Zeit Abschied zu nehmen

Mit MANOWAR verlässt eine Band die Bühnen dieser Welt, die zu den Gruppen gehört, mit denen ich erstmals Zugang zum Heavy Metal gefunden habe und deren begeisterter Fan ich für einige Dekaden war. Wie immer, wenn ein Abschied naht, überkommt einen ein Gefühl der Wehmut.  Daher möchte ich euch hier einmal meine persönliche MANOWAR-Geschichte erzählen. Wen sie interessiert, darf hier weiter lesen, die anderen springen einfach zum Ende des Artikels! 😉

Meine persönliche MANOWAR-Story

Manowar Sign Of HammerAlles beginnt für mich im Jahr 1984, als mir ein Schulkollege das Album „Sign Of The Hammer“ vorspielt. Die Platte muss ich haben. Auch wenn mir nicht alle Songs gefallen, hauen mich Tracks wie „Thor (The Powerhead), The Oath, Guyana (Cult of the Damned) oder das Titelstück förmlich aus den Socken. Bereits 1986 darf ich MANOWAR dann beim Easter Metal Blast in der Dortmunder Westfale Halle 3 live bewundern und ab da hat es mich endgültig gepackt.

Kings Of Metal als Meilenstein

Natürlich hatte ich mir zwischenzeitlich auch die ersten drei MANOWAR Alben besorgt. „Hail To England“ kann man bis zu diesem Zeitpunkt sicherlich als Höhepunkt der Bandgeschichte bezeichnen. Mein Lieblingsongs war und ist bis heute jedoch das geniale „Battle Hymn“ vom Debütalbum. Eric Adams, der auch heute noch zu den besten Metalsängern gehört, zeigt hierbei eine wahrlich göttliche Performance. Nach dem eher durchschnittlichen Album „Fighting The World“ erscheint dann 1998 der nächste Meilenstein in der Bandgeschichte. „Kings Of Metal“ gehört auch heute noch zu den stärksten Heavy Metal Alben aller Zeiten. Neben der LP erwerbe ich dieses Album auch erstmals auf CD und beim wiederholten Hören zerstöre ich durch wildes Headbangen meine brandneuen Sennheiser-Kopfhörer 🙁 ! Bei der anschließenden Kings Of Metal-Tour besuche ich quasi jedes Konzert im Umkreis von 100 Kilometern.Manowar Kings Of Metal

Noch wird das Niveau gehalten

Trotz des Abgangs von Gitarrist und Mit-Songschreiber Ross The Boss kann die Band das Niveau zunächst einigermaßen halten. „The Triumph Of Steel“ kann mich zwar nicht vollends überzeugen, verfügt mit „Metal Warriors“ und „Spirit Horse Of The Cherokee“ aber über echte Songgranaten. „Louder Than Hell“ ist noch mal ein richtig geiles Album und die Konzerte zu dieser Zeit sind wirklich genial. Doch bald schon zeichnet sich eine unschöne Entwicklung ab. Die Ticketpreise steigen erheblich und die Kommerzialisierung schreitet voran.

Der langsame Abstieg

Mit „Warriors Of The World“ erreicht die Band zwar ihre bisher höchste Chartplatzierung, aber dennoch kann mich das Album nur teilweise begeistern. Auftritte in Fernsehshows wie „TV-Total“ mit Stefan Raab erhöhen zwar den Bekanntheitsgrad der Band, rauben ihr aber einiges an Glaubwürdigkeit. „Gods Of War“ ist auch nur Durchschnitt und die folgende Tour bietet erstmals auch Konzerte, die mich nicht so richtig begeistern. Das vorerst und möglicherweise auch endgültig letzte Studioalbum der Band „The Lord Of Steel“ kommt ebenfalls nicht ansatzweise an die großen Alben der Bandgeschichte heran und der Live-Auftritt in Düsseldorf im Rahmen dieser Tour (HIER mein Bericht) ist für mich als einstmals großer Fan der Band eine Enttäuschung.

Die letzte Schlacht

Als die Abschiedstour angekündigt wurde, bin ich zunächst skeptisch, ob ich mir das antun soll. Doch die Chance, eine der einstmals besten Live-Bands der Welt noch mal auf der Bühne zu erleben, darf man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Und wer weiß, vielleicht können sich die „alten Männer“ doch noch einmal zu weiteren Großtaten aufraffen? Viele Fans der Band scheinen diese Hoffnung zu teilen, denn der Vorverkauf läuft (trotz unverschämt hoher Ticketpreise!) dem Vernehmen nach sehr gut und München meldet für einen Termin bereits ausverkauft. Wir von metal-heads.de werden uns bemühen, in Essen dabei zu sein, um für euch zu berichten, ob sich MANOWAR ruhmreich verabschiedet haben.

Final Battle World Tour

Hier die Termine für Deutschland:

Fr., 24. November 2017 – Zenith – München (ausverkauft)
Sa., 25. November 2017 – Zenith – München
Mo., 27. November 2017 – Messehalle – Erfurt
Di., 28. November 2017 – Tempodrom – Berlin
Mi., 29. November 2017 – Tempodrom – Berlin
Fr., 1. Dezember 2017 – Grugahalle – Essen
So., 3. Dezember 2017 – Sparkassen Arena – Kiel
Di., 5. Dezember 2017 – Palladium – Köln
Fr., 8. Dezember 2017 – Jahrhunderthalle – Frankfurt/Main
Sa., 9. Dezember 2017 – Jahrhunderthalle – Frankfurt/Main
Di., 12. Dezember 2017 – Arena – Trier
Fr., 15. Dezember 2017 – Porsche Arena – Stuttgart
Sa., 16. Dezember 2017 – Porsche Arena – Stuttgart

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Bildquellen

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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