TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA und SAVATAGE verzaubern WACKEN OPEN AIR 2015

Beim Wacken Open Air (W:O:A) in Norddeutschland begeisterten Trans-Siberian Orchestra (TSO) und Savatage am vergangenen Wochenende über 80.000 Zuschauer mit einer nie dagewesenen Festival-Performance. Nach einem 40-minütigen Savatage-Set und einem 40-minütigen TSO-Set führten die Band-Mitglieder von TSO und Savatage quer über beide Bühnen ein perfekt koordiniertes Set mit den heiß geliebten Favoriten ihrer Fans auf. Diese anspruchsvolle und sowohl musikalische als auch logistische Meisterleistung wurde von Paul O´Neill geleitet. Al Pitrelli ​ führte TSO auf der “True Metal Stage” and und Jon Oliva ​leitete Savatage auf der “Black Stage”.

Nicht nur der beispiellose Akt, dass zwei Bands zur selben Zeit für die gleiche Sache auf den Bühnen stehen, machte diese Show unvergesslich, denn sie war zugleich auch die erste Show der Progressive Metal-Begründer Savatage nach über einem Jahrzehnt sowie TSOs erste europäische Festival-Performance. Außerdem: der einzige gemeinsame Live-Auftritt beider Bands in Europa für 2015.

Die Nähe zwischen den beiden Bands ist unter denjenigen, die sich mit Rock und Metal auskennen, altbekannt. TSO wurde 1993 von Produzent/Komponist/Texter ​ Paul O´Neill gegründet, der Savatages Jon Oliva und Al Pitrelli zusammen brachte. Gemeinsam konnten sie die Vision einer Gruppe zum Leben erwecken, die den Sound klassischer Musik und die Härte der Rockmusik mit der Erzählkunst vom Broadway verbindet und so eine einzigartige Verschmelzung erzeugt, die O´Neill als “Rock Theater” bezeichnet. Da TSO, seit sie im Jahr 1999 zu touren begonnen hatten, massenweise Fans gewinnen konnten, befinden sich mittlerweile zusätzliche Mitglieder von Savatage in den Reihen der Gruppe.

Um 21:45 Uhr spielte Savatage um Mitglieder Oliva, ​ Pitrelli, ​ Johnny Lee Middleton, Chris Caffery, Jeff Plate, Zak Stevens und Bill Hudson mit einigen Backing-Musikern (unter anderem TSOs ​ Vitalij Kuprij ​ ) Songs wie “Gutter Ballet”, “Hall of the Mountain King”, “Edge of Thorns”, „Jesus Saves“ und mehr.

Als das Savatage-Set fast zu Ende war, rannte Gitarrist Pitrelli auf die andere Bühne, um sich TSO für eine wilde Live-Performance anzuschließen, die unter anderem Stücke ihres kommenden Albums „Letters From The Labyrinth“ und Songs wie “Prometheus”,​ “Toccata/Carpimus Noctem” vom Platin-Album ​ Night Castle und mehr beinhaltete. Für TSOs erstes Set bestand die Band aus John O.Reilly und Jeff Plate (Schlagzeug), David Z und Middleton (Bass), Angus Clark und Caffery (Gitarren), Mee Eun Kim und Derek Wieland (Keyboards), Asha Melvana und Roddy Chong (Streichinstrumente). Der Gesang wurde von Jeff Scott Soto, Kayla Reeves und Andrew Ross übernommen, zum Teil verstärkt von Tänzern, Background-Sängern und weiteren.

Um 23:00 Uhr folgte der Teil der Performance, der das Publikum ins Staunen versetzte: alle Band-Mitglieder begannen auf ihrer jeweiligen Bühne das einstündige, parallel laufende Set und spielten zeitgleich die selben Songs. Sie performten unter anderem Savatages “Turns To Me”, eine mitreißende Version von “Believe” mit einem Duett von Oliva und​ Robin Borneman ​ und TSO-Lieblinge wie “A Last Illusion”, “Requiem”, „Beethoven“, und ​“King Rurick” von TSOs kommendem Album. Beim gesamten Trans-Siberian Orchestra wirken vier Gitarristen, vier Keyboarder, zwei Schlagzeuger, zwei Bassisten, Streicher und mehrere Sänger mit (inklusive TSOs Russell Allen und Savatages Stevens). Das Ganze war ein unvergesslicher Anblick, besonders die verschiedenen Generationen auf der Bühne: von Teenagern, die ihre ersten Schritte auf einer internationalen Rock-Bühne machten, zu erfahrenen Veteranen, die bereits um die Welt getourt sind.

(Foto: Archiv)

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Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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