BLIND EGO – „Preaching to the choir“ (VÖ: 14.02.2020)

Blind Ego Album Cover - Preaching to the choir - Titel

BLIND EGO – „Preaching to the choir“ (VÖ: 14.02.2020)

Bevor ich es später noch vergesse, möchte ich zunächst einmal in diesem Fall die Aufmerksamkeit auf das Albumcover von „Preaching to the choir“ lenken. Warum? Weil man die Bedeutung der Covergestaltung nicht unterschätzen sollte. Diese und weitere spannende Erkenntnisse konnte ich im Gespräch mit Björn Gooßes von Killustrations gewinnen (hier findet ihr das Interview), der neben dem Design des Motivs für das RAGE AGAINST RACISM-Festivals auch die graphische Gestaltung zum neuen BLIND EGO-Album übernommen hat.

Kunst ist Geschmackssache – Cover dabei wichtig!

Kunst ist ja Geschmackssache, aber ich muss sagen, mir gefallen diese Art von Covern, die ja auch eine gewisse Verbreitung in der Prog-Szene im weiteren Sinne besitzen. Aber genug zu diesem Thema, kommen wir zur Musik. BLIND EGO sind eine Formation, der ich schon seit dem Debüt namens „Mirror“ im Jahr 2007 folge. Beeindruckend ist die Konstanz von Releases, nachdem es sich ja eigentlich „nur“ um ein Nebenprojekt von Gitarrist Kalle Wallner, den wir sonst natürlich von RPWL kennen (oder vielleicht weiß auch Jemand um das großartige Label GENTLE ART OF MUSIC, bei dem der gute Mann gemeinsam mit dem RPWL-Sänger Yogi Lang aktiv beteiligt ist), handelt.

Wobei das natürlich eine krasse Untertreibung ist, wenn wir mal auf den bisherigen Output von BLIND EGO blicken. Mit dem aktuellen Release sieht man sich natürlich einer gewissen Erwartungshaltung gegenüber. Lest hier die Review zum letzten Studio-Release und hier findet ihr die Live-Scheibe. Der Opener lässt erst einmal eine gute Minute die instrumentelle Power auf den Hörer wirken, bevor der Gesang einsetzt. Ein amtlicher Rocker mit Double Bass-Salven, diese erste Nummer von „Preaching to the choir“. Der variable Gesang von Scott Balaban verleiht dem Song Tiefe. Neun Stücke haben es letztlich auf diesen Silberling geschafft. Der Titeltrack ist ein proggig stampfender 6-Minüter. Melodisch und mitreißend. Stark!

Erwartungen erfüllt?

Beim dritten Song und noch mehr bei „Line in the sand“ geht es deutlich gemächlicher zu. Ihr merkt schon, dieses Album zeigt verschiedene Facetten. „Dark paradise“ ist dann der Griff in die „Balladenschublade“. Emotional…fast ein bisschen melancholisch. Im Verlauf nimmt die Nummer etwas an Fahrt auf, bleibt aber noch genug gefühlvoll dabei. Track 6 rockt dann mit mittlerer Geschwindigkeit. Auch das nachfolgende „Heading fort he stars“ kommt eher gemächlich daher und bringt den Hörer damit in eine recht nachdenkliche Stimmung.

„Broken land“ ist vielleicht einer meiner liebsten Nummern des Albums. Mit Gefühl, doch irgendwie eingängig und dabei mit der nötigen Power. Gefällt mir! Dann kommt der längste Song auf diesem Release. Knappe 9 Minuten sind schon ein langer Rausschmeißer. Und ja, in der Tat geht es recht bedächtig los und man denkt, das könnte langatmig werden. Aber dann kippt das Ganze und bekommt einen gewissen Drive. Dann wieder etwas Bremspedal…so wechselt dieses Stück hin und her. Aber eins ist sicher: langweilig wird es dabei nicht.

Positives Fazit

Mein Fazit zu „Preaching to the choir“ lautet also: auch mit dem aktuellen Release müssen sich BLIND EGO keinesfalls verstecken. Starker abwechslungsreicher Gesang mit einer passenden instrumentellen Begleitung. Stimmungsvoll und doch an der richtigen Stelle mit genug Energie kommt das neue Material daher. Das macht Bock auf die anstehende Tour…

Hier ein Song vom neuen Release:

Tourdates

BLIND EGO live
+ KINGCROW

29 Feb 2020 | Freising (GER), Lindenkeller

01 Mar 2020 | Berlin (GER), Maschinenhaus

02 Mar 2020 | Hamburg (GER), Terrace Hill

03 Mar 2020 | Bremen (GER), Meisenfrei

04 Mar 2020 | Zwolle (NL), Hedon

05 Mar 2020 | Rüsselsheim (GER), Das Rind

06 Mar 2020 | Oberhausen (GER), Zentrum Altenberg

07 Mar 2020 | Maastricht (NL), Muziekgieterij

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Bildquellen

  • Blind Ego Album Cover – Preaching to the choir – Titel: CMM Online
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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