COLDUN – „Grand Sun Ritual“ – Review

Dunkler atmosphärischer Metal

ist am 15.01.2021 in Form des Albums „Grand Sun Ritual“ der Band COLDUN (Facebook ) emporgestiegen. Was mal als Ein-Mann-Projekt begann, hat sich mittlerweile zu einer vierköpfigen Band entwickelt. Das letzte Album „Collapsing Polarities“ liegt sage und schreibe sechs Jahre zurück. Eine lange Zeit also, in der man viele Erfahrungen sammeln und Inspirationen auf sich wirken lassen konnte. All das hat man nun in den aktuellen Longplayer „Grand Sund Ritual“ einfließen lassen. Herausgekommen ist ein atmosphärische dichte Geschichte, die mit genialen Höhepunkten den Hörer in seinen Bann zieht. Die Reise beginnt mit dem Titelsong

„Grand Sun Ritual“.

Ich kannte die Band nicht und habe mich bewusst vor dem ersten Hören des Albums auch nicht weiter informiert. Also ging ich ganz unvoreingenommen an das Werk heran und es fielen mir sofort zwei Dinge auf. Erstens die ungewöhnlichen orientalischen Klänge beim Einstieg in den ersten Song und direkt im Anschluss die charismatische Ausnahmestimme von Sänger Coldun. Diese Stimmfarbe hat es mir umgehend angetan. Und im folgenden steigerte sich meine Begeisterung von Minute zu Minute, von Moment zu Moment. Denn es gab immer wieder neue Facetten, die sich mir offenbarten.

„Grand Sund Ritual“ mit seinen über sieben Minuten Spielzeit ist ein monumentaler progressiver Song mit maximaler emotionaler Suggestion. Diesen Song habe ich mir direkt schon mal auf die Liste für den Song des Jahres notiert. Der Song lebt vor allem durch den Gesang, aber auch durch die musikalischen Elemente, welche perfekt in Szene gesetzt ein traumhaftes Erlebnis bescheren.

Die düstere geheimnisvolle zurückhaltende Aura im Zusammenspiel mit den kraftvollen kolossalen Refrains sind ergreifend. Als einen der Höhepunkte möchte ich ebenfalls das geniale Saxophonsolo (Gastmusiker Markus Bär) erwähnen. Das geht unter die Haut!

Wälder

scheinen für viele ein Ort der Spiritualität zu sein, in dem man sich mit der Natur besonders verbunden fühlt und abseits der Zivilisation zu sich selbst finden kann. Auch einige Musiker schätzen diese Umgebung und schöpfen immer wieder Kraft und Inspiration daraus.

So befasst sich „The Forest And The Soul“ und das dazugehörige Video ebenfalls mit diesem spirituellen Ort. Auch wenn die Musik zum Teil dunkel und geheimnisvoll erscheint, so soll diese keineswegs einen dystopischen Hintergrund haben, sondern eher Mut machen und zu positiver Sichtweise anregen. Gerade der Tod als großer Angstgegner ist für Coldun nicht das Ende des Seins, sondern nur eine neue Tür, durch die man geht. Diese Erkenntnis bekam er durch viele Reisen rund um den Erdball.

Frontmann Coldun sagt dazu:

„Es geht darin um eine transzendentale Reise im Übergang zwischen Leben und Tod, welche mit der Symbolik des Waldes als Ort der Verbundenheit mit der Schöpfung verwoben ist. Das Lied beschreibt das schöne Gefühl, diesen Übergang zu beschreiten – wie beim perfekten Durchfliegen eines Waldes.

Pressetext Metalmessage

Coole Vibes

entstehen zwischendurch immer wieder durch den Einsatz der Hammond-Orgel. Dies kommt zum Beispiel auch im Laufe des Songs „Down Below“ zum Vorschein, der zunächst ruhig beginnt und dann mit einem grandiosen Gitarrenpart die Energie entfesselt, in welche dann Coldun mit seinem Gesang einsteigt. Der Song spielt wie gewohnt mit verschiedensten Stimmungen und überrascht sogar mit Black-Metal-Elementen ohne dabei seine grundsätzlich hochmelodische Ausstrahlung zu verlieren.

Klassisch wird es dann bei „Stories Untold“. Eine Ballade, bei der Gesang und Akustikgitarre die tragende Rolle spielen. Dies ist nicht sonderlich aufregend, sondern bewusst einfach und ruhig gehalten. Ein charmantes melodisches E-Gitarrensolo verfeinert diese Ballade im Mittelteil. Schöner Song! Nicht mehr, nicht weniger!

Fazit

COLDUN ist es mit „Grand Sund Ritual“ eindrucksvoll gelungen ein atmosphärisch dichtes und fesselndes Opus zu erschaffen. Das musikalische Niveau ist konstant hoch, sowohl gesanglich als auch instrumental. Die Stimme von Coldun ist dabei als außergewöhnlich zu bezeichnen und ist ein starkes Charakteristikum der musikalischen Erscheinung. Ein ganz starkes Album mit intensiver emotionaler Ausstrahlung.

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Review english

Dark atmospheric metal

has risen on 15.01.2021 in the form of the album „Grand Sun Ritual“ of the band COLDUN (Facebook ). What once began as a one-man project, has now developed into a four-head band. The last album „Collapsing Polarities“ is no less than six years ago. A long time, in which one could collect a lot of experiences and inspirations. All this has now been incorporated into the current long player „Grand Sund Ritual“. The result is an atmospheric, dense story that captivates the listener with ingenious climaxes. The journey begins with the title track

Grand Sun Ritual

I didn’t know the band and consciously didn’t read up on them before listening to the album for the first time. So I approached the work with an open mind and two things immediately struck me. Firstly, the unusual oriental sounds at the entrance of the first song and directly after that the charismatic exceptional voice of singer Coldun. I was immediately taken with this special voice . And in the following my enthusiasm increased from minute to minute, from moment to moment. Because there were always new facets that revealed themselves to me.

„Grand Sund Ritual“ with its over seven minutes playing time is a monumental progressive song with maximum emotional suggestion. I have already noted this song directly on the list for the song of the year. The song lives mainly through the vocals, but also through the musical elements, which perfectly set in scene give a dreamlike experience.

The dark mysterious reserved aura in interaction with the powerful colossal choruses are touching. As one of the highlights I would like to mention the brilliant saxophone solo ( guest musician Markus Bär). This goes under the skin!

The Forest

seem to be a place of spirituality for many, where one feels particularly connected with nature and can find oneself away from civilization. Some musicians also appreciate this environment and draw strength and inspiration from it again and again.

Thus, „The Forest And The Soul“ and the accompanying video also deal with this spiritual place. Even if the music seems dark and mysterious in parts, it is by no means meant to have a dystopian background, but rather to encourage and inspire a positive outlook. Especially the scary death is for Coldun not the end of being, but only a new door through which one goes. He got this insight through many journeys around the globe.

Frontman Coldun comments:


„It is about a transcendental journey in the transition between life and death, which is interwoven with the symbolism of the forest as a place of connection with creation. The song describes the beautiful feeling of walking this transition – like flying through a forest perfectly.“

Presstext Metalmessage

Cool Vibes

arise in between again and again through the use of the Hammond organ. This is for example evident in the song „Down Below“, which begins quietly and then unleashes the energy with a grandiose guitar part, in which then Coldun enters with his vocals. The song plays with as usual with different moods and even suprises with little black metal elements.

Then it becomes classic with „Stories Untold“. A ballad in which vocals and acoustic guitar play the leading role. This is not particularly exciting, but deliberately kept simple and quiet. A charming melodic electric guitar solo enhances this ballad in the middle section. Nice song! No more, no less!

Result

COLDUN has impressively succeeded in creating an atmospherically dense and captivating opus with „Grand Sund Ritual“. The musical level is constantly high, both vocally and instrumentally. The voice of Coldun can be described as extraordinary and is a strong characteristic of the musical appearance. A very strong album with intense emotional appeal.

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Bildquellen

  • Grand Sun Ritual–Cover + Infos: Cover+Logo-->METALMESSAGE//Background, Amboss-->Pixabay
  • Bandfoto Coldun 2020-Titel: METALMESSAGE

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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