FIXATION: GLOBAL SUICIDE

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FIXATION  aus Norwegen mit Debüt – EP

FIXATION kommen aus Norwegen und legen mit ihrer Debüt -EP „Global Suicide“ , die am 07.August 2020 via Indie Recordings veröffentlicht  wurde,  ein ambitioniertes Album vor.

Sie haben Hard Rock in Kombination mit Metalcore in vier Songs gepackt. Und das wunderbar massiv und dennoch verspielt aber oft mit verschachtelten Strukturen.
Mit Jonas Hansen haben sie einen Sänger, der über ein weites Spektrum an Gesangstechniken verfügt. So setzt er seine Stimme variabel ein und trägt die Lyrics ausdrucksstark und überzeugend vor.

fixation global suicide cover

„Have we lost our minds or our sense of morality?“

Unter dem Albumtitel Global Suicide“ versammeln sich aktuelle und sozialkritisch Themen. So geht es u.a. um Erwartungen und das Thema psychische Gesundheit. außerdem um Ungerechtigkeit, Verantwortung und die Klimakrise. Die Verwobenheit dieser Themen deutet sich immer wieder an.

Catchy, hooklastig, wuchtig und wütend

Aber die Songs bestehen ja nicht nur aus den eindrücklichen Texten.

„Neurosis“, der Opener der EP, beginnt wütend, aufwühlend und wuchtig. Mit einsetzendem Gesang wird der Song rockig und richtig catchy. Und mit einem fast schon hymnischen Refrain.

Hört mal rein:

„Because it’s better to fake a smile than to show them your scars.“

Das folgende „Survive“ klingt zunächst harmonisch und nett. Doch dann kommen immer wieder Spitzen und Brüche, die diesen ersten Eindruck zerstören, Spannung aufbauen, um dann kurzfristig zu versöhnlichen Passagen zurück zu finden.

„Bloodline“ ist ein metalcore-lastigster Song: komplex aber nicht verkopft. Auch hier gibt es  unerwartete Brüche und Wendungen, die aber kurz darauf Sinn ergeben.

Der abschließende Song „What We Have Done“ ist trotz der apokalyptischen Aspekte musikalisch ein wunderbarer Song. Das Drumming hat mir – insbesondere zum Ende des Songs – gut gefallen: klar, massiv und variationsreich.

„It’s not natures way. This is what we have done“

Die Beunruhigung über die Situation der Welt wird über die ganze EP hör- und spürbar: in manchmal schon melancholischer Bewegtheit, die zunehmend wütend wird. Zunächst versöhnlich klingt und einem dann die Riffs oder schroffe Breakdowns um die Ohren haut.

„Global Suicide“ ist ein gelungenes Debüt. FIXATION haben für die weitere Entwicklung noch Luft nach oben, was die Differenzierung bzw. Herausarbeitung der Elemente angeht, die sie bereits vielversprechend eingesetzt haben. Dass sie mit BRING ME THE HORIZON oder ARCHITECTS verglichen werden, geht in Ordnung. Doch davon sollten sie sich schnell lösen, denn das Potential, etwas ganz Eigenes zu machen, ist vorhanden. So bleiben die Stimme, die Melodien und die gut gesetzten Spitzen im Ohr. Schade, dass es nur vier Songs sind. Ich warte jetzt schon gespannt auf ein Full-Length-Album.

FIXATION sind:

Jonas Hansen (Vocals and keys)
Martin Stenstad Selen (Guitar)
Tobias Østerdal  (Guitar)
Martin Gravdal (Bass)
Mats Klevar Holm (Drumms)

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Bildquellen

  • fixation global suicide cover: indierecordings
  • fixation: indierecordings
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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