Gelungenes Debüt: Mercutio – Back to Nowhere (VÖ: 13.11.2015)

Mercutio

Am Anfang mühselig, aber dann…

Bei mir spielt das Gehör erst mal Türsteher: „Du kommst hier nicht rein!“ Aus irgendeinem – im Nachhinein unerklärlichen Grund – höre ich mich zuerst etwas mühselig durch das Album. Das soll sich aber mit Anytime ändern. Der Song öffnet die Tür zu der aus Italien stammenden Band, die es mittlerweile nach London gezogen hat. Also noch mal alles von vorne. Komisch, das Album hört sich jetzt ganz anders an. Na ja, anscheinend eine schlechte viertel Stunde gehabt.

Knappe fünfzig Minuten und zwölf Songs später ist das Album, welches am 13. November 2015 erscheint, zu Ende. Und in diesen zwölf Songs haben die vier Jungs dem Hörer einiges zu bieten. Die Spannweite reicht von Alternative zu Prog-Rock, von laut zu leise, von Gitarren zu Geigen, von normal zu abgedreht und alles wieder zurück. In einem Wort gesagt Kreativität ist hier hoch im Kurs und dazu noch gekonnt umgesetzt.

…bleibt was hängen

Und das hat auch zur Folge, dass vier Songs nicht aus meinem Kopf raus wollen. Das schon angesprochene Anytime (rockt richtig) und das nachfolgende Fake (glänzt durch einen hammermäßigen Bass). No Compromise ist eine Ballade, die es schon zu Filmehren gebracht hat – nämlich im italienischen Film „L’Esigenza di Unirmi Ogni Volta Con Te“ (auf Englisch: Getaway Of Love) von Tonino Zangardi. Song Nummer vier ist das sehr überraschende In Front of You.

Back to Nowhere

Gelungenes Debut mit Spaß beim Zuhören

Back to Nowhere ist alles in allem ein gelungenes Debutalbum, mit dem Zeug zum Türöffner für Mercutio. Denn es bleibt auch noch mehr hängen als die von mir genannten vier Songs. Da ist neben der Kreativität und der Spielfreude von Staf (G), Naz (B) und Francesco (D) auch die Stimme von Sänger Mirko, die alles andere als eintönig und langweilig ist. Am Ende bleibt ein Longplayer für den man gerne eine knappe Stunde des Tages freischaufelt, einfach nur weil es Spaß macht zuzuhören.

Hierzu trägt sicherlich auch die großartige Unterstützung von Colin Edwin (Bassist u.a. von Porcupine Tree), von Produzent Andy Wright (Jeff Beck, Simple Minds) sowie von Mixer Alan Moulder (Foo Fighters, Nine Inch Nails) bei.

Für die Zocker unter uns: der Drummer der Band Francesco Lucidi bearbeitet übrigens bei der Guitar Hero Band Blackout Conspiracy die Trommelfelle.

Ach so, den Türsteher in meinen Ohren habe ich mittlerweile gefeuert!

Hier noch zwei Videos zu dem Titelsong und zu No Compromise.

 

Mercutio „Back to nowhere” –  VÖ: 13.11.2015 – Label: Diverge Records

Tracklist:

  1. Shed Your Skin
  2. Back to Nowhere
  3. A Part of me
  4. Anytime
  5. Fake
  6. No Compromise
  7. Hail the Night
  8. In Front of You
  9. Mother
  10. Set me free
  11. The Ghost that is You
  12. Reasons to Erase

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Bildquellen

  • Mercutio – Back to Nowhere – Artwork: Black Mob
  • Mercutio Band: Black Mob
Frosch

Frosch

Hör den Summs jetzt schon seit über 30 Jahren. Alles fing damals mit Maiden und Saxon an. Dann kam die legendäre Heavy Metal Night bei Rockpop in Concert, und der Drops war gelutscht.

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