Kreator – Wahnsinnsalbum mit Gods Of Violence

Kreator - Foto

Mit „Gods Of Violence“ bescherten Kreator uns am 27. Januar ihr 14. Studioalbum. Aufgenommen wurde das gute Stück wieder in Schweden unter der Regie der Produzentenlegende Jens Bogren in den Fascination Street Studios. Die Beteiligung der Italiener von Fleshgod Apocalypse ist nicht ganz unerwartet. Aber das Hinzuziehen von Indie-Schnulzensänger Dagobert schon und bei dem Titelsong kommt sogar die erst zwölfjährige Tekla-Li Wadensten mit ihrer Harfe zum Einsatz. Neben den Standardveröffentlichungen gibt es von Nuclear Blast auch eine wunderschöne Box, die unser Kjo euch hier in einem Video vorstellt. Vor dem Review zur Einstimmung erstmal das offizielle Video zu „Gods Of Violence“:

 

Intro, dann Nackenbrecher

Nach einem kernigen Intro bricht dann direkt der Weltkrieg über den geneigten Hörer hinein. „World War Now“ ist ein nackenbrechender Song über die heutigen Zustände. Hass, religiöse Eiferer auf allen Seiten und die Medien, die das Ganze noch weiter pushen. Wenigstens waren Kreator so gnädig und haben noch ein paar ruhige und melodiöse Zwischenparts eingebaut. Sonst wäre es für die Nackenmuskulatur auch zuviel gewesen. Gleich so ein Hammer zum Einstieg, ich bin beeindruckt. Zu „Satan Is Real“ findet ihr das Video ja direkt hier drunter. Mir gefällt der Refrain richtig gut, ansonsten ist es etwas gemäßigter. Das ist auch gut so, denn bei „Totalitarian Terror“ wird es wieder schnell und brutal. Bisher meiner absoluter Lieblingssong auf dem Album. Trotz aller Härte und Brutalität kommen auch hier die Gitarrenmelodien nicht zu kurz. Die erste Hälfte wird dann vom Titeltrack beschlossen. Ein ruhiger Beginn, eine kappe Minute ist nur nur die Gitarre zu hören. Erst dann setzt der Rest der Band ein und Mille shoutet los. Eher im Midtempo-Bereich (für Kreator-Verhältnisse) gehalten und schon fast hymnenhaft. Ein idealer Song um ihn live mitzugrölen.

 

Kreator – überhaupt nicht altersmilde

„Army Of Storms“ steht in der Mitte und ist eine gelungene Mischung aus heftigem Riffgewitter und Gitarrenmelodien die an Iron Maiden erinnern. Wohingegen die Melodien in „Hail To The Hordes“ mich an Running Wild erinnern. Eine Ode an die Freundschaft und gegen Oberflächlichkeit. Als Gast hier mit seinem Dudelsack dabei ist Boris Pfeifer von In Extremo, Nicht das, was ich von Kreator erwartet hätte. Gut, aber nicht so ganz meins. „Lion With Eagle Wings“ ist einfach ein guter Kreator Song, Punkt. Bei „Fallen Brother“ überrascht die Band mal wieder. Einer Erinnerung an all diejenigen, die von uns gegangen sind. Plus die ersten deutschen Gesangszeilen in der Geschichte von Kreator und Gastsänger Dagobert. Ein tolles Video gibt es obendrein. „Side By Side“ liefert dann viel Gesang und wenig Geshoute. In den Harmonien und Melodien schimmern Iron Maiden mehr als deutlich durch. Ein guter Übergang zum emotionalen Abschlusstrack „Death Becomes My Light“. Die knapp 7,5 Minuten beginnen mit einer melancholischen Gitarrenmelodie und dann setzt Mille mit einem gesprochenen Teil ein. Inhaltlich geht es um eine Nahtoderfahrung und ist einer der atmosphärischsten Songs von Kreator überhaupt.

 

 

Kreator – wahrhaft die Götter of Violence

Ein Fazit zu ziehen fällt diesmal überhaupt nicht schwer. Kreator haben mit „Gods Of Violence“ ein Hammeralbum abgeliefert. Trash-Granaten wechseln mit Midtempo-Hymnen und all ihre Härte, Power und Brutalität verfeinern Kreator noch mit einem guten Schuss Melodien. Kreator Chartpositionen Metal Heads_DeWas Sami Yli-Sirniö da an der Gitarre präsentiert, erweitert den Kreator Kosmos nochmals deutlich. Die melodischen Teile wirken nicht aufgesetzt oder gezwungen, sondern fügen sich harmonisch in die jeweiligen Songs ein. Ganz großes Kino! Überhaupt finde ich die Produktion des ganzen Albums mehr als gelungen. Tolle Dynamik und Atmosphäre! Hinzu kommen die wieder sehr gelungen Texte und ein klasse Artwork. Kreator setzen schon so früh im Jahr einen Meilenstein in die Welt und das nicht nur im Thrash Metal. Ich würde sagen, dieses Album im Metal-Bereich überhaupt zu toppen wird sehr schwer werden. Die Chartpositionen weltweit sprechen da auch eine deutliche Sprache. Hut ab vor Kreator, nach über 30 Jahren, so ein Album rauszuhauen. Wer sich davon live überzeugen möchte… Kreator sind bald auf Tour, die Daten dazu könnt ihr weiter unten finden.

Gods Of Violence Tracklist

1. Apocalyptico
2. World War Now
3. Satan Is Real
4. Totalitarian Terror
5. Gods Of Violence
6. Army Of Storms
7. Hail To The Hordes
8. Lion With Eagle Wings
9. Fallen Brother
10. Side By Side
11. Death Becomes My Light

Kreator auf Tour mit Sepultura, Soilwork und Aborted

Hier die für uns relevanten Daten:

18.02.2017 – Berlin, Columbiahalle
26.02.2017 – Paris, Bataclan
03.03.2017 – Torhout (Belgien),  De Mast
04.03.2017 – Essen, Grugahalle
03.08.2017 – Wacken Open Air

Kreator – Line-Up und Kontakt

Mille Petrozza – Vocals / Guitar
Sami Yli-Sirniö – Guitar
Christian Giesler – Bass
Ventor – Drums

Aktuelle News zu Kreator und zur kommenden Tour findet ihr wie immer auf der Website oder bei Facebook. Wer es noch nicht hat, kann „Gods Of Violence“ direkt über den Link unten bestellen. Einen Überblick über das Kreator-Angebot von Nuclear Blast findet ihr hier.

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Kreator Chartpositionen Metal Heads_De: Nuclear Blast
  • Kreator – Gods Of Violenc – Cover: Nuclear Blast
  • Kreator – Foto: Nuclear Blast / Robert Eikelpoth
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

9 + fünfzehn =