Helhorse entfesseln die Hydra

Hellhorse

Ende letzten Monats erschien bei Rodeostar Records / Napalm Records / Universal mit „Hydra“ das vierte Album von Helhorse. In der Vergangenheit stand das dänische Quartett schon mit Größen wie AC/DC, Slayer oder Rammstein auf der Bühne. Auch eine Tour mit Phil Campbell kann die Band schon für sich verbuchen. Auf „Hydra“ sollte dann Tue Madsen (Gojira, Meshuggah) für einen frischen und dynamischen Sound sorgen. Ob ihm das gelungen ist? Das Video zum Opener „Overboard“ gibt uns einen ersten Eindruck. Aber seht selbst:

 

Helhorse machen Laune

„Overboard“ macht zum Anfang schon mal richtig Spaß. Gelungene Basslinie und schöner Refrain. Yeah, we own the night. „Avalanche“ beginnt weniger kompakt als der Opener und entwickelt sich zu einem richtigen Ohrwurm, toller Song. Ein flotter Beginn gehen über in einen getragenen Gesang und am Ende explodiert „Outcome: Ruin“ dann doch wieder. Ihre Sludge und Stoner Einflüsse können und wollen Helhorse nicht verstecken. Bei „Cycle Of Vain Attempts“ treten Helhorse das Gaspedal richtig durch. Das macht Laune und wieder kommt ein starker Chorus zum Tragen. „Northern Lights“ bietet dann eine gute Möglichkeit zum Rehydrieren. Reinrassig balladesk am Anfang um sich dann ab der Mitte zu einer Powerballade zu mausern.

 

Helhorse – von doomig bis punkig

Die zweite Hälfte wird vom Titelsong und mit einem doomigen Riff eröffnet. Der düstere Grundton bleibt und wird wie bereits gewohnt durch catchy Chöre ergänzt. Das passt hier aber ganz gut zusammen. „Crystal Blades“ ist der für mich bisher schwächste Song auf dem Album und will mich nicht so recht packen. Dafür geht „Scarlet Meadow, Scarlet Brook“ wieder gut ab und ich kann mir richtig vorstellen, wie die Menge da live abgeht. Auch die Kürze von unter drei Minuten passt zum Punk Einfluss, der hier duchschimmert. So hätten Helhorse gerne weitermachen können, aber „Under A Bad Moon“ kratzt an die fünf Minuten und geht in die Richtung eines epischen Stoner Songs, ist aber ein guter Übergang zum abschließenden „War Drums“. Tonnenschwere Riffs wabern aus den Boxen und wühlen tief in der Sludge-Vergangenheit der Dänen, während die Strophen den Brückenschlag ins Hier und Jetzt machen. Toller Abschluss und richtig guter Song.

Helhorse

Helhorse haben mit „Hydra“ ein gutes Album abgeliefert. Manchmal erinnern sie mich an eine harte, sludgige Variante ihrer Landsmänner von Volbeat. Und das meine ich durchaus als Kompliment. Die frühen Sachen von Volbeat gefallen mir immer noch richtig gut. Eine Stärke von Helhorse sind sich sicher die catchy Refrains. Der Sound ist mir manchmal etwas zu kompakt. Dafür ist das Album alles andere als eintönig. Helhorse mischen unterschiedliche Stile auf ihre ureigene Art. Abwechslung ist natürlich gut, aber ich persönlich hätte mir dann doch etwas mehr Einheitlichkeit gewünscht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass andere genau das an diesem Album lieben. Man kann es halt nie allen Recht machen, nicht wahr? Aber Songs wie „Avalanche“, „Northern Lights“ und „Scarlet Meadow, Scarlet Brooks“ gefallen mir richtig gut und wenn Helhorse so weitermachen, bin ich beim nächsten Album definitiv auch dabei. Also, wem Volbeat mittlerweile zu seicht geworden sind und wer auch Sludge und Doom mag, der ist hier goldrichtig.

Helhorse – Line-Up und Kontakt

Mikkel Wad Larsen – Geang
Jakob Møgelcunt – Gitarre
Theis Thorgersen – Bass
August Vinther Ottsen – Schlagzeug und Backgroundgesang

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Bildquellen

  • Hellhorse by Mikkel Laumann 720×340: Mikkel Laumann / Oktober Promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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