Krayenzeit wollen nach oben mit „Von Mond Und Schatten“

Krayenzeit

Am 27. Oktober 2017 bringen die Stuttgarter von Krayenzeit via Oblivion / SPV ihr drittes Album „Von Mond Und Schatten“ unters Volk. Nur ein gutes Jahr ist seit dem letzten Album „Tenebra“ vergangen, aber auch live sind die Krähen fleißig. So begleiten sie ab Ende Oktober die Kollegen von Schandmaul auf deren Tour und gehen selbst Anfang nächsten Jahres auf Co-Headliner Tour mit Harpyie. Zur Einstimmung gibt es jetzt erstmal das Video zur ersten Single „Am Leben“:

 

Krayenzeit – klassisch mit Intro

Das Album wird klassisch mit einem Intro namens „Intro“ eröffnet. Das klingt weit, atmosphärisch und nach Hollywood. Das folgende „Spieglein Spieglein“ ist dann nicht Hollywood, sondern gut tanzbarer Mittelalter Rock und beschäftigt sich nicht mit dem Märchen. Es geht vielmehr um Eitelkeit und Narzissmus, gut gemacht. Für die wilde Tanzerei mit freundlichem Geschubse ist dann „30 Silberlinge“ wie gemacht. Und an ruhige Momente zum zwischenzeitlichen Luftholen haben Krayenzeit auch gedacht. Die Singleauskopplung verwöhnt mit gleich vier Gästen (Malte Hoyer, Anne Murphy, Anna Katharina Kränzlein und Katja Moslehner). Mir persönlich ist der Song zu schlagermäßig, aber ihr konntet euch im obigen Video ja selber ein Bild davon machen. Mehr Mittelalter mit Flöten und Geige wird dann wieder mit „Wir sind die Sünde“ geboten, geht gut ins Ohr. Metallischer, zumindest gitarrenmäßig, wird es bei der „Krähenkönigin“. Das könnte eine Bandhymne werden. „Blut von meinem Blut“ kommt titelgemäß erst getragener daher um im Verlauf dann an Tempo und Härte zuzulegen, hat aber insgesamt einen melancholischen Unterton mit dynamischen Drumming.

Krayenzeit mit einer Ballade in der Mitte

Krayenzeit BandGenau in der Mitte der Platte haben Krayenzeit mit „Nirgendmeer“ eine Ballade mit gezupften Gitarren platziert. Passend zum Mitsingen und mitschunkeln, aber mir persönlich fehlt da die Power. „Ikarus“ bringt ein wenig Härte zurück und beschwört den Freiheitsgedanken. Flötenklänge dominieren den ersten Teil von „Kein Engel“, dann kommen rockige Gitarrenklänge dazu. Insgesamt eine gelungene Kombination, sogar ein klassisch-rockiges Gitarrensolo wurde eingebaut. „Du bist mein Henker“ hat etwas mehr Folk Einfluss, legt aber auch ein gutes Tempo an den Start. Gut tanzbar und kommt live sicher gut. „Orpheus“ wechselt zwischen nach vorne gehendem Drumming und wieder ruhigen, melodiösen Parts. Fesselt mich aber nicht so. Besser gefällt mir da „Die Wut“, die Gitarren sind wieder härter, was meinem metallischen Ohr einfach mehr zusagt. Für die sanften Seelen gibt es jetzt das „Tagelied“, das von sanften Harfenklängen eröffnet wird um dann dem Gesang den Hauptpart einzuräumen. Bei der „Vogelhochzeit“ zum Ende handelt es sich mitnichten um das alte Volkslied, sondern um ein augenzwinkerndes Tavernenlied. Davon hätte es gerne mehr geben können.

Krayenzeit – softer Mittelalter-Rock

Krayenzeit bringen es mit „Von Mond und Schatten“ auf eine Spielzeit von einer knappen Stunde, was ich schon mal positiv finde. Die Scheibe ist gutKrayenzeit - Von Mond Und Schatten produziert und wartet mit vielen Gastmusikern auf. Mir persönlich kommen Krayenzeit oftmals zu poppig und soft daher. Ich hätte da gerne, gerade beim Gesang, einfach mehr Power und Druck. Aber zum Glück gibt es ja verschiedene Geschmäcker und wer sich in der sanfteren Richtung wohlfühlt, wird hier von Krayenzeit gut bedient und bekommt value for money. Skeptiker können sich ja auch erstmal live von den Qualitäten des neuen Materials überzeugen. Die Daten gibt es etwas weiter unten und mehr zu Krayenzeit findet ihr noch auf der Homepage oder bei Facebook.

Krayenzeit live 2017 und 2018

Dieses Jahr sind Krayenzeit als Support von Schandmaul unterwegs:

27.10.17 – Saarbrücken, Garage
28.10.17 – Bielefeld, Ringlokschuppen
29.10.17 – Nürnberg, Löwensaal
30.10.17 – Stuttgart, Theaterhaus
03.11.17 – Magdeburg, Theater
04.11.17 – Rastatt, Badnerhalle
05.11.17 – Ulm, Roxy
07.11.17 – Kassel, 130bpmKrayenzeit
08.11.17 – Köln, E-Werk
11.11.17 – Kaiserslautern, Kammgarn
12.11.17 – Frankfurt, Batschkapp
15.11.17 – Graz (A), Orpheum
16.11.17 – Wien (A), Arena
18.11.17 – Rostock ,Mau Club
01.12.17 – Dresden, Schlachthof
02.12.17 – Erfurt, Stadtgarten
08.12.17 – Memmingen, Kaminwerk
09.12.17 – Pratteln (CH), Z7
10.12.17 – München, Zenith

Nächstes Jahr sind Krayenzeit dann mit Harpyie auf Co-Headliner Tour.

12.01.18 – Dresden – Scheune
13.01.18 – Erfurt – From Hell
17.01.18 – Nürnberg – Hirsch
18.01.18 – Augsburg – Spectrum
19.01.18 – Frankfurt – Das BETT
20.01.18 – Kaiserslautern – Cotton Club
26.01.18 – Wuppertal – Live Club Barmen
27.01.18 – Hamburg – Logo
01.02.18 – Berlin – Nuke Club
02.02.18 – Lübeck – Riders Café

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soundchaser

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Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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