LEAGUE OF DISTORTION-„League Of Distortion“ Review

(English review below)

Modern Metal

ist ja auch ein Genre, worunter man sehr viel verstehen kann. Aber es passt tatsächlich auch hervorragend auf LEAGUE OF DISTORTION (Facebook), die zum Ende des Jahres ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichen, genauer gesagt heute. Das Motto von unserem Webzine ‚metal-heads.de‘ heißt „distortion is our passion“. Ich würde sagen, dass passt schon mal ganz gut zusammen.

Die Band zeigt eine sehr interessante Kombination an Bandmitgliedern. Anna Brunner (Sängerin ‚Ace‘) konnte mit ihrer Symphonic-Metal-Band Exit Eden 2017 bereits beachtliche internationale Erfolge vorweisen. Jim Müller (Gitarrist ‚Arro‘) von KISSIN‘ DYNAMITE ist ebenso mit von der Partie, so wie Felix Rehmann (Bassist ‚Ax‘) und Tino Calmbach (Drummer ‚Aeon‘). Jetzt seid ihr doch ebenfalls ziemlich neugierig, nicht wahr?

Ein Erfolgsgarant

könnten die Zutaten durchaus sein. Sicherlich ist der Umstand ein Label wie Napalm Records im Rücken zu haben, nicht gerade nachteilig. Und wenn man sich die Klicks bei You Tube so anschaut, dürfte einem Raketenstart eigentlich nichts im Wege stehen. Doch was kommt im Ergebnis bei rum?

Stark

Nun…. schon der Opener „Wolf Or Lamb“ klingt in der Tat mehr als überzeugend. Die überaus charismatische Frontfrau Anna ist eine echt tolle Sängerin und versprüht hier einen dunklen Flair. Ihre Range deckt von geheimnisvoll mysteriös bis hin zu kraftvoll umwerfend alles ab. Ja, sie dominiert das Geschehen von vorne bis hinten, wobei die Instrumentalfraktion ihr eine perfekte Bühne bereitet. Alles in allem ein kerniger Song, der in seiner modernen Ausrichtung super ausgearbeitet ist und einen starken ersten Eindruck hinterlässt.

Ein wahres Kraftwerk

offenbart sich mit dem zweiten Track „My Revenge“, der nicht minder perfekt in Szene gesetzt ist. Er legt noch mal an Heaviness zu und brilliert mit atemberaubenden Hooks. Dabei kommt Anna hier schmutziger und aggressiver daher und der Chorus ist einfach eine brandheiße Offenbarung. Das brettharte Riffing mit dem groovenden Bass und dem lebendigen Drumming sorgt für weitere Adrenalinstöße. Wer davon nicht begeistert ist, der hat definitiv ein Problem. Der Song ist der schiere Wahnsinn!

Härte

gibt es auf dem Album mehr als genug, und das in verschiedenen Ausprägungen. Die Band hat sich wirklich bemüht ein sehr abwechslungsreiches Programm zu bieten. Und die Bemühungen führe zu eindrucksvollen Ergebnissen. Jeder Song hat besondere individuelle Vibes. Zu meinen Favoriten gehört ebenso der Song „I’m A Bitch“. Und warum? Er ist anders, aber höllisch geil. Anfänglich bedient sich der Song ein wenig im Pop-Sektor, aber auf eine echt coole Weise. Diese ausgefallenen Gitarrenklänge mit der Stimme von Ace kommen super lässig und frech rüber. Trotzdem ist es keineswegs eine softe Nummer. Ganz im Gegenteil. Ein Song voller Gegensätze, die sich zu einem extrem geilen Ganzen vereinen. Das Finale eskaliert dann völlig in einem brutalen Riffangriff. Echt total verrückt!

Zarte Töne

gibt es nicht allzu viele auf diesem Album, obwohl Anna auch diese sehr wohl beherrscht. Einen Eindruck davon könnt Ihr Euch beim Song „SIN“ machen, der mich ebenfalls sehr berauscht hat. Er beginnt so wunderbar ruhig und bedächtig, wobei Annas Stimme zunächst sehr zerbrechlich und verletzt klingt. Das geht wirklich ins Herz, doch die Stimme wandelt sich und aus der anfänglich verletzlichen Ausprägung entwickelt sich nach und nach ein kraftvoller Widerstand, der in seiner kraftvollen emotionalen Ausprägung eine immense Stärke produziert. Das Finale erreicht epische Dimensionen. Wow! Was für eine Reise!

Bei diesem Song hätte ich mir auch ein schönes Gitarrensolo vorstellen können, auch wenn die Band vielleicht eher auf andere Akzente setzt, könnte ich mir vorstellen, dass man mit einem zweiten Gitarristen noch mehr Möglichkeiten hätte. Trotzdem gibt es für mich

keine Ausfälle.

Die Hitdichte auf dem Album ist wirklich sehr groß. Rein persönlich reichen die Songs „Rebel By Choice“ und „The Bitter End“ nicht an die anderen fantastischen Hymnen des Albums heran. Aber um Missverständnissen vorzubeugen, sei erwähnt, dass diese Songs immer noch von guter Qualität sind. Aber mit vielen anderen Songs auf dem Album wurde die Messlatte einfach sehr hoch angesetzt.

So zum Beispiel auch beim Song „It Hurts So Good“, bei dem es zu einem Duett mit Christoph Wieczorek von der Band ANNISOKAY kommt. Ein fabelhaftes Kontrastprogramm, das mit sehr ausgefallenen Elementen einen verrückten Trip fährt. Die Vocals von Christoph fügen sich meisterhaft in den Song ein und schenken diesem noch mal einen speziellen Touch.

Fazit

WOW! Es gibt nicht viele Debütalben, die mich auf Anhieb so begeistern und mitreißen. LEAGUE OF DISTORTION sind sehr modern ausgerichtet und haben ein unheimlich ausgereiftes Album, das durch und durch professionell mit Raffinesse ein höchst intensives Erlebnis bieten. Die Songs sind brandheiß und fackeln eine gewaltige Hitdichte ab. Live sollten diese Songs das Publikum mit Leichtigkeit lichterloh in Brand zu setzen. Die Dominanz von Anna springt Euch förmlich an, schlägt ihre Krallen in Eure Nacken und reißt Euch mit unbändiger Entschlossenheit mit. So haben sich LEAGUE OF DISTORTION 9 Punkte mehr als verdient.

English review

Modern Metal

is also a genre, under which you can grasp a lot. But it actually also fits perfectly to LEAGUE OF DISTORTION (Facebook), who released their self-titled debut album today. The motto of our webzine ‚metal-heads.de‘ is „distortion is our passion“. I would say that fits together quite well.

LEAGUE OF DISTORTION shows a very interesting combination of band members. Anna Brunner (vocalist ‚Ace‘) has already enjoyed considerable international success with the symphonic metal band Exit Eden in 2017. Jim Müller (guitarist ‚Arro‘) from KISSIN‘ DYNAMITE is also in the mix, as are Felix Rehmann (bassist ‚Ax‘) and Tino Calmbach (drummer ‚Aeon‘). Now you are also quite curious, aren’t you? In terms of sound, the band has now completely repositioned itself.

A guarantee of success

the ingredients could well be. Certainly, the fact to have a label like Napalm Records in the back is not exactly disadvantageous. And if you look at the clicks on You Tube, nothing should stand in the way of a rocket launch. But what they have to offer?

Strong

Well…. already the opener „Wolf Or Lamb“ sounds indeed more than convincing. The extremely charismatic front woman Anna is a really great singer and exudes a dark flair here, whose range covers everything from secret mysterious to powerfully stunning. Yes, she dominates the proceedings from front to back, with the instrumental faction giving her the perfect stage. All in all, it’s a perfect song that’s super fleshed out in its modern direction and makes a strong first impression.

A true powerhouse

is revealed with the second track „My Revenge“, which is no less perfectly staged. It increases again in heaviness and shines with breathtaking hooks. Anna here comes along dirtier and more aggressive and the chorus is simply a red hot revelation that sets you on fire. The board-hard riffing with the grooving bass and the lively drumming provides further adrenaline rushes. If you’re not excited by this, you definitely have a problem. The song is sheer madness!

Forceful hardness

is more than enough on the album, and that in various forms. The band has really tried to offer a very varied program. And the efforts lead to impressive results. Each song has special individual vibes. One of my favorites is also the song „I’m A Bitch“. What the fuck….. This is a fucking awesome song. And why? It’s different, but hot as hell. The beginning with its exotic guitar sounds and the cool dirty voice of Anna, only to later go into a crazy brutal riff attack. A song full of contrasts and with a stunnig climax, that hits you in the face in the end. This song is crazy hot shit!

Soft tones

are not too many on this album, although Anna also masters these very well. You can get an impression of this with the song „SIN“, which also intoxicated me very much. It starts so wonderfully calm and thoughtful, with Anna’s voice sounding very fragile and hurt at first. It really goes to the heart, but the voice transforms and from the initial vulnerable expression gradually develops a powerful resistance, which produces immense strength in its powerful emotional expression. The finale reaches epic dimensions. Wow! What a journey!

I could have imagined a nice guitar solo on this song, even though the band might be more into other accents, I could imagine that there would be even more possibilities with a second guitarist. Nevertheless there are for me

no losses.

The hit density on the album is really quite high. Purely personally, the songs „Rebel By Choice“ and „The Bitter End“ do not reach the other fantastic anthems of the album. But to avoid misunderstandings, it should be mentioned that these songs are still of good quality. But with many other songs on the album, the level has simply been set very high.

For example, on the song „It Hurts So Good“, which features a duet with Christoph Wieczorek from the band ANNISOKAY. A fabulous contrast program that rides a crazy trip with different elements. The vocals of Christoph fit masterfully into the song and give this once again a special touch.

Conclusion

WOW! There aren’t many debut albums that get me so excited and carried away right off the bat. LEAGUE OF DISTORTION are very modern in their expression and have an incredibly mature album that is professional through and through with sophistication. They offer a highly intense experience. The songs are red hot and torch a massive hit density. Live, these songs should set the audience ablaze easily. Anna’s dominance literally jumps out at you, slams her claws into your neck and sweeps you along with unbridled determination.

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • League Of Distortion Cover+Infos: Cover+Infos--Napalm Records//background photo credit-->Timo Ehlert
  • League Of Distortion Titelbild: Napalm Records / photo credit-->TimoEhlert

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

drei × vier =