Marillion – An Hour Before It‘s Dark (VÖ: 04.03.2022)

Marillion - Band

Am 04.03.2022 veröffentlichen die britischen Prog-Rocker Marillion via earMusic das 20. Studioalbum ihrer Karriere. Die Scheibe trägt den Titel „An Hour Before It‘s Dark“ und verfügt über sieben differenzierte Songs und eine Spielzeit von 60:44 min.

Marillion – Ein Garant für ein hohes musikalisches Niveau

Wer Marillion kennt, weiß das die Band zu jeder Zeit in der Lage ist immer wieder in neue Spähren einzutauchen. Die Mannen um Gitarrist Steve Rothery haben dies seit ihrer Gründung im Jahre 1979 immer wieder durch brilliante Melodien, außergewöhnliches Songwriting und musikalisches Können hinlänglich bewiesen – zuletzt mit den Alben „FEAR“ (2016) und With Friends At St David‘s“ (2021). Von den Scheiben der Anfangsphase braucht man gar nicht erst zu sprechen. Die sollte eigentlich jeder, der was auf Rockmusik hält im Plattenschrank stehen haben.

Kann „An Hour Before It‘s Dark“ überzeugen?

Stellt sich nun die Frage ob die Messlatte immer noch dem gewohnt hohen Standard entspricht. Um es vorwegzunehmen – ja – schon der erste Song der neuen Platte „Be Hard On Yourself“ weiß mit seiner 9-minütigen Länge zu begeistern. Ein grandioser Opener der sich facettenreich präsentiert und in dem Steve Hogarths Gesang Akzente setzt. Nehmt euch die Zeit, schaut euch das entsprechende Video dazu an und taucht ab.

„Murder Machines“ – Die zweite Singleauskopplung!

Dynamisch und kraftvoll folgt „Reprogam The Gene“. Das Gesamtkonstrukt Marillion geht als Ganzes auf und Gitarrist Steve Rothery beweist wieder einmal mehr, dass er ein Meister der feinfühligen Gitarre ist. Für mich der Beste Song des Albums. Das kurze Instumental-Stück „Only A Kiss“ leitet die zweite Singleauskopplung „Murder Machines“ ein. Auch hier greift wieder das bewährte Konzept aus superbem Gesang und harmonischem Gitarrenspiel. Das entsprechende Video haben wir an dieser Stelle natürlich auch für euch.

Ein nachdenklicher Steve Hogarth beschreibt die Hintergründe von „Murder Machines“ so:

Ich habe versucht, nicht über das Virus zu schreiben. Aber es war in den letzten zwei Jahren so sehr Teil des Lebens, dass es sich immer wieder einschlich. Die erschreckende Tatsache, dass ich meinen Vater oder meine Mutter in die Arme nehmen und sie dadurch töten könnte, war der Auslöser für diesen Song. Der Text wurde dann so weiterentwickelt, dass er auf Eifersucht und Herzschmerz anspielt – auf den Schmerz, wenn man mit ansehen muss, wie die Frau, die man liebt, einen anderen Mann umarmt, oder auf den emotionalen „Mord“ eines Serien-Ehebrechers. Und natürlich die Waffen der Supermächte und die Psychopathen, die manchmal ihre Finger am Abzug haben. Hüte dich vor den “Murder Machines”…“

Durchgehend hohe Qualität

Wenn man jetzt zu Hälfte des Albums meint, Marillion hätten bis jetzt alles gegeben, so ist man auf dem Holzweg. Mit gleichbleibender Qualität setzt sich „The Crow And The Nightingale“ im Gehöhrgang fest. Der Track überzeugt durch seine Feinfühligkeit und Melancholie. Der darauf folgende Track „Sierra Leone“ schlägt eine ähnliche, etwas härtere Richtung ein besticht aber durch Hogarths teilweisen sprechartigem Gesang.

Ein grandioses Finale

Ist man dann im positiven Sinne wieder wachgerüttelt darf man sich auf den grandiosen rund 15minütigen hymnischen Abschlusssong „Care“ freuen. Die fünf Briten ziehen alle Register ihres musikalischen Könnens und spielen wie aus einem Guss. Einfach Perfekt!

Abschließende Worte

Mein Fazit: „An Hour Before It‘s Dark“ gehört für mich zu den besten fünf Alben von Marillion. Warum? Weil dieses Album einfach eine richtig geile Platte geworden ist. Nicht nur aus musikalischer Sicht, denn Marillion haben es auch textlich verstanden dem neuen Album eine Seele zu geben und treffen mit sozialen, politischen und persönlichen Themen den Nerv der Zeit. Die Band ist aktuell so gut in Form wie lange nicht mehr…

Cover und Tracklist:

1. Be Hard On Yourself
    i. The Tear In The Big Picture
    ii. Lust For Luxury
    iii. You Can Learn
2. Reprogram The Gene
    i. Invincible
    ii. Trouble-Free Life
    iii. A Cure For Us?
3. Only A Kiss (Instrumental)
4. Murder Machines
5. The Crow And The Nightingale
6. Sierra Leone
    i. Chance In A Million
    ii. The White Sand
    iii. The Diamond
    iv. The Blue Warm Air
    v. More Than A Treasure
7. Care
    i. Maintenance Drugs
    ii. An Hour Before It’s Dark
    iii. Every Call
    iv. Angels On Earth

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Bildquellen

  • Marillion-Cover-An-Hour-Before-Its-Dark: Networking Media
  • Marillion – Band: Photocredit: Anne-Marie Forker via Networking Media

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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