MOTIONLESS IN WHITE – „Scoring The End Of The World“

(English review down below)

Modern Metal(core)

MOTIONLESS IN WHITE (Facebook) sind sehr erfolgreich in dem, was sie tun. Sie konnten im Laufe der Zeit eine riesige Schar von Fans gewinnen, auch wenn Chris als einziger von der Erstbesetzung übriggeblieben ist. Der eigenwillige Sound passt nicht so recht in eine bestimmte Kategorie. Moderner synthiegeprägter Metal(core) wäre meiner Meinung nach eine ganz passende Beschreibung. Am 10.06.’22 ist das Album „Scoring The Ende Of The World“ erschienen.

Der Tanz zwischen Extremen

Die Bandbreite der Band ist beeindruckend. Sie zelebrieren ihren Sound mit verschiedenen Emotionen. Dabei geht es sowohl in die gefühlvolle Richtung, also auch genau in andere Richtung, wenn die Band sehr vehement mit Wut und Aggression zur Sache geht. Diese sehr spannende Mixtur ist durchweg faszinierend. Sänger Chris verkörpert diese gewisse Dr. Jekyll & Mister Hyde-Mentalität, mit der er teils einschmeichelnde und schönen Harmonien in der melodischen Stimme, um dann mit einer total irren Explosion hervorzuschießen. Wie schon angedeutet ist der Sound sehr

modern ausgerichtet

und kommt mit technischen Spielereien und abgefahrenen Synthies daher. Doch man muss der Band einfach zugestehen, dass sie es wunderbar mit einem mitreißenden niederschmetternden Metal-Sound verbinden. Sie lassen höchst stimmungsvolle Soundmonster entstehen, die mit voller Wucht zuschlagen. „Cyberhex“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür.

Abseits der Norm

Eines kann man mit Sicherheit sagen. Wer Normalität sucht, der ist hier völlig falsch. MOTIONLESS IN WHITE geben auch den 80`er Jahre Enthusiasten einen Grund zu Freude. „Werewolf“ beginn passenderweise mit Wolfsgeheul. Es geht dynamisch mit dem typischen Drumsound der 80′ er Jahre weiter und die obligatorischen Synthies dürfen auch nicht fehlen. Der Song verspüht einen tollen Flair und besticht durch tolle verschiedene Gesangslinien, die im Refrain auch mal kräftiger ausfallen. Sehr cool finde ich aber zudem das eingeflochtene Gitarrensolo ab Minute 02:32, welches die Vocals begleitet.

Sänger Chris beherrscht die gesamte Range der Sangeskünste. Gefühl und Kraft gehen hier Hand in Hand. So gefallen ebenfalls die balladesk angehauchten Songs wie beispielsweise „Porcelain“ oder das geniale „Masterpiece“. Letztgenannter Song glänzt mit wundervollen Hooks, die einen dahinschmelzen lassen. Umso heftiger knallt es dann, wenn der Song mal kurz aus seiner schmeichelnden melodischen Blase ausbricht. Ansonsten werden die

Fans der harten Töne

wahrlich nicht enttäuscht. Es gibt etliche Songs, die einem ordentlich vor den Latz knallen. „B.F.B.T.G. Corpse Nation“ ist ein verstörender Smasher, der aggressiv und flott nach vorne treibt. „Burned At Both Ends II“ vereint wieder auf beeindruckende Weise die gewaltigen explosiven Ausbrüche mit harmonischen Einlagen.

Der Titelsong darf dann das Ende des Albums begleiten. Mit schweren Riffs und mächtigen Synthies trumpft der Song auf.

Fazit

MOTIONLESS IN WHITE geben sich wieder einmal keine Blöße und bieten mit „Scoring The End Of The World“ ein erstklassiges Album, dass es an nichts missen lässt, wenn man ein Fan des moderenen Metal ist, der tolle harmonische catchy Melodien mit unbarmherzigen Ausbrüchen verbindet. Das Album glänzt mit einer Vielfalt von Emotionen auf dem Album. Die Kompositionen sind ausgefeilt und durchweg von guter bis herausragender Qualität, so dass das Album komplett ohne einen Durchhänger und Lückenfüller auskommt.

English review

Modern Metal(core)

MOTIONLESS IN WHITE (Facebook) are very successful at what they do. A huge crowd of fans is proof of this. The idiosyncratic sound doesn’t really fit into a certain category. Modern synth-influenced metal(core) would be a quite fitting description in my opinion. The album „Scoring The Ende Of The World“ is released on 10.06.’22.

The dance between extremes

The band’s range is impressive. They celebrate their sound with opposite emotions. It goes in the soulful direction, but they also explode very vehemently angry and aggressive. This very exciting mixture is fascinating throughout. Singer Chris has this certain Dr. Jekyll & Mister Hyde mentality. On the one hand this partly snivelling and ingratiating vein in the melodic voice and then he bursts out with a totally insane detonation.

Beyond the normal

One thing can be said with certainty. Who is looking for normality, is completely wrong here. MOTIONLESS IN WHITE give even the 80`s enthusiasts a reason to rejoice. „Werewolf“ starts with wolf howls. With gentle dynamics it continues with the typical drum sound of the 80′ s and the obligatory synths may not be missing. The song has a great flair and impresses with great different vocal lines, which sometimes turn out stronger in the chorus. In addition, the interwoven guitar solo from minute 02:32, which accompanies the vocals, is really cool.

Singer Chris masters the entire range of singing skills. Emotion and power go hand in hand here. The ballad-like songs such as „Porcelain“ or the ingenious „Masterpiece“ are also very pleasing. The latter song shines with wonderful hooks that let you melt away. Thus, the hard parts break out all the more impressively when the song briefly breaks out of its flattering melodic bubble. Otherwise the

fans of the hard tones

will not be disappointed. There are quite some songs that slam you in the face. „B.F.B.T.G. Corpse Nation“ is a disturbing smasher that drives aggressively and briskly forward. „Burned At Both Ends II“ again impressively combines the powerful explosive outbursts with harmonic interludes.

The title track may then accompany the end of the album. With heavy riffs and powerful synths the song trumps.

Conclusion

MOTIONLESS IN WHITE show their great skills and offer with „Scoring The End Of The World“ a first-class album that does not lack anything if you are a fan of modern metal, which combines great harmonic catchy melodies with merciless outbursts. The album shines with a variety of emotions on it. The compositions are polished and of high quality throughout, so the album is completely without a sag or gap filler.

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Bildquellen

  • MOTIONLESS IN WHITE Cover+Infos: Cover+Infos-->Oktober Promotion // Rest-->Pixabay
  • MOTIONLESS IN WHITE Titelbild: Oktober Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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