MYRHOLT: „Sjelebot“ (VÖ 19.02.21)

myrholt sjelebot

Ende 2020 brachte MYRHOLT mit „Retterting“ eine EP heraus, die uns nicht nur neue Songs brachte, sondern in gewisser Weise auch eine Vorschau auf das am 19.Februar 2021 erschienene Album „Sjelebot“. Denn die Songs „Til Himnons Dal“ und „Hamingja“ befinden sich – in unterschiedlichen Versionen – sowohl auf der EP als auch auf dem neuen Album.

Original norwegischer Black Metal

myrholt 2021

MYRHOLT ist das Ein-Mann-Projekt von Ole Alexander MYRHOLT, der ansonsten in mehreren Bands spielt bzw. an weiteren Projekten wie z.B. ENSLAVEMENT OF BEAUTY, THOSE LEFT BEHIND u.a. beteiligt ist (s. Homepage).

MYRHOLT sagt von sich: „MYRHOLT is Norwegian Black Metal. Nothing more, nothing less.“

Hier muss man allerdings ergänzen, dass es um einen traditionell geprägten, im Midtempo gehaltenen Black Metal geht.

MYRHOLT war immer schon von dieser Art des Black Metal begeistert. Daher verwundert es nicht, dass er auch mit „Sjelebot“ auf diesen Grundlagen aufbaut und damit sich und dem Black Metal treu bleibt.

Winterlicher und frostiger  Black Metal

Während draußen die Temperaturen steigen, ist es in der Welt von MYRHOLT meist kalt und dunkel. Auf „Sjelebot“ sind die Dinge nach innen gekehrt.  

myrholt sjelebot cover

Der erste Song des Albums „De Skjaerer Dype Saar I Vaar Jord“  bringt schlichten Drumsound als Basis für ruhige Riffs und Leads. Auf dieser Grundlagen erzeugen die Vocals dann einen spannenden Kontrast.  

Beim folgenden „Blod Er Liv, Pust Er Sjel“ wird das Tempo angezogen. So wird der Song ein intensiver Disput zwischen Blut und Atem, Leben und Seele.

„Til Hinnoms Dal“: Hier gefallen mir die Riffs und harmonischen Klänge. Mit einer warmen und klaren Melodie wird man in das besungene andere Tal mitgenommen.  

Melancholisch, aggressiv und dann mittendrin ganz verspielt und zart

„Hamingja“ ist in einer Akustikversion auf der EP „Retterting“. Daher war ich gespannt, wie der Song mit Vocals klingen wird. Auch wenn diese dann eher im Hintergrund stehen, gefällt mir die EP-Akustikversion deutlich besser.

„Morgenstjernen“ ist dann wieder ein klassischer Black Metal Song, bei dem die Tempowechsel  die Akzente setzen und dazu beitragen, dass der Spannungsbogen über den gesamten Song nicht abreißt.

„Foelg Dyret Inn I Moerket“ fordert uns auf, dem Biest in das Dunkle zu folgen. Aber die schöne, fast schon verträumte Melodie und die aufsteigenden Riffs führen uns auch wieder hinaus. Zu „Saa Odioes, Saa Motbydelig“ dem prächtigen Abschluss des Albums, der durch Männerchorpassagen sakrale Augenblicke bekommt, und dessen mehrstimmige Vocals etwas Dämonisches haben.

Norwegisch, klassisch schwarz

Da die Vocals auch auf diesem Album durchgängig norwegisch sind, können sich alle, die des Norwegischen nicht mächtig sind, ihre eigenen Bilder dazu machen, wofür die Seele sühnen soll.  

Auch dieses Album ist etwas für Liebhaber des klassischen Black Metal. Es gibt nichts umwerfend Neues. Und vielleicht geht es MYRHOLT nicht darum, ‚Neues‘ zu schaffen, sondern Bewährtes zu bewahren. Oder einfach das zu machen, was ihm gefällt. „Sjelebot“ hat klirrendkalte Riffs, nachdrückliche Drums, keifende Screams und eingängige Melodien. Und diese zusammen machen die Musik dann doch wieder neu und anders.

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Bildquellen

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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