Paul Gilbert – ‚Twas

Paul Gilbert - TWAS
Paul Gilbert

Es kommt mir so vor, als ob Paul Gilbert gerade erst ein Album herausgebracht hat. Vor kurzem hat er „Werewolves of Portland“ veröffentlicht. Das Review dazu könnt ihr hier nachlesen. Jetzt legt er mit „‚Twas“ nach. Nachdem das letzte Album fast ein Alleingang war, hat er jetzt wieder einige Musiker eingeladen.

Band

Für die Aufnahmen hat Gilbert einige der besten Jazz- und Bluesmusiker aus Portland Oregon gewinnen können. Dan Balmer (Gitarre), Clay Giberson (Keyboards), Timmer Blakely (Bass) und Jimi Bott (Schlagzeug) haben „‚Twas“ mit eingespielt.

Twas

Das Besondere an „‚Twas“ ist, dass es sich um ein Album mit Weihnachtssongs handelt. Wer es leid ist, in der besinnlichen Zeit immer wieder die gleichen Songs zu hören, hat jetzt die Möglichkeit mal was Neues zu probieren. Paul Gilbert hat sich einer Menge bekannter Titel angenommen, aber auch selbst zwei stimmungsvolle Weihnachtslieder komponiert.

Den Einstieg macht „Let It Snow“. Der Song rockt von Beginn an und fällt in einen Solopart, bevor der uns allen bekannte Refrain ertönt. Der Soloteil hätte auch aus einem Livesolo von Gilbert stammen können. Unverwechselbar Gilbert. „Frosty The Snowman“ beginnt einfach direkt mal mit einem furiosen Solo. Der Mann hat einfach nix verlernt. Bester Shred auf höchstem Niveau, bevor der besinnliche Teil des Stückes beginnt.

„The Christmas Song“ kommt mit wenig Instrumentierung ausserhalb der Gitarre aus. Sehr ruhig und jazzig, loungemusikähnlich. Schöne Stimmung. „Rudolph“ beginnt fusionartig und es folgt ein Rockpart, der auch von Led Zeppelin hätte stammen können. Der Refrain wird mit allerlei kleiner Gitarrenschmankerl gespickt. So macht ein Weihnachtssong Spaß.

Eigenkompositionen

„Every Christmas Has Love“ ist eine Eigenkomposition von Gilbert. Schön mal etwas zu hören, was man noch nicht kennt. Reiht sich perfekt in die anderen Stücke ein. Auch „Three Strings For Christmas“ ist ein neuer Song. Paul hat hierfür eine dreisaitige Gitarre benutzt, die in Oktaven gestimmt ist. Das macht es leichter, dieses Arpeggiogewitter zu entfachen. Der Song geht ordentlich nach vorn und erzeugt gute Laune. Bei dem Beat kommt mir ein wenig Countryfeeling auf.

Fazit

Wieder mal ein Album von Paul Gilbert, in dem er alles aus seinem Nähkästchen holt, was es zu bieten hat. Wie auch beim Vorgänger, ist es unglaublich, wie er die Gitarre vocalartig singen lassen kann. Hier und da immer wieder kleine Licks und Fills, die das Gitarristenherz höher schlagen lassen. Alles sehr songdienlich, nichts zum reinen Selbstzweck. „‚Twas“ ist wirklich ein tolles Album geworden. Ich denke Weihnachten ist natürlich die beste Zeit, dieses Album zu geniessen. Wer sich nicht daran stört, dass es hier um Weihnachtslieder geht, kann es natürlich auch im Sommer hören. Es macht einfach gute Laune, wie Gilbert die Songs interpretiert.

Der Mann kann einfach alles. „‚Twas“ ist ein starkes Album und atmet den Sound der Rockmusik der 70er.

Weihnachten kann kommen. Hoffentlich ohne „Last Christmas“ und „All I Want For Christmas Is You & Me Fashion“

Tracklist:
1. Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
2. Frosty the Snowman
3. Hark! The Herald Angels Sing
4. The Christmas Song
5. Rudolph the Red-Nosed Reindeer
6. I Saw Three Ships
7. Every Christmas Has Love
8. Three Strings for Christmas
9. Have Yourself a Merry Little Christmas
10. We Wish You a Merry Christmas
11. Silver Bells
12. Winter Wonderland

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Bildquellen

  • Paul Gilbert – TWAS: Mascotlabelgroup

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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