Sober Truth – Laissez Faire, Lucifer!

Sober Truth 2021

Morgen, am Freitag den 10. September 2021, ist es soweit und die Siegburger Institution Sober Truth veröffentlicht ihr sechstes Album „Laissez Faire, Lucifer! bei ACFM Records / Soulfood. Einen Tag später wird die Platte dann live in der Kölner Groove Bar vorgestellt. Für alle, die dann nicht live dabei sein können, stellen wir hier das Album ausführlich vor. Den Anfang machen wir mit den Video zur ersten Single „Dizygotic Twins“. Viel Spaß!

Dark Wave Doom Black Metal?

Los geht es mit dem kurzen Intro „Début Diable“, welches unheilvoll in „Distinctive“ überleitet. Düster riffend, klingt es erst nach einem klassisch, treibenden Metalstück. Aber dann setzt der Gesang ein. Dunkel und düster flüstert und growlt sich Torsten durch den Song, der dadurch in eine Richtung abgleitet die ich nicht recht einordnen kann. Dark Wave Doom Black Metal vielleicht? Keine Ahnung, gelungene Überraschung jedenfalls. Ruhig und melodisch ist hingegen der Beginn von „Dizygotic Twins“, bis Schlagzeug und Bass den Eindruck umkehren. Und auf einmal kommt deutscher Gesang und es klingt nach hartem, deutschen Gothic Metal. Aber ich werde irgendwie damit nicht warm. „Imperfection“ wechselt zwischen Deutsch und Englisch, klingt mal nach NDH, mal nach Metal. Nichts ist perfekt, kann aber trotzdem schön sein und was soll ich sagen? Mir gefällt es einfach. Mit „Entre les Chansons I“ folgt ein Spannung aufbauendes Instrumental, das den Bogen schlägt zum thrashigen beginnenden „DNA“. Aber Sober Truth wären nicht Sober Truth, wenn auch nicht hier immer wieder das Tempo verschleppt würde und der Refrain eher gothiclastig rüberkommt.

Anspieltipp „Planted Brains“

Die zweite Single „Planted Brains“ kommt auf eine Spielzeit von über sieben Minuten und ist zu keiner Sekunde langweilig. Von die Ohren malträtierenden Gitarrenklängen geht es über in eine dunkelschöne Melodie und einschmeichelnden Gesang. Und das waren nur die ersten zwei Minuten… Für den Rest schaut ihr euch bitte das Video oben an. Bisher mein absolutes Highlight! „Rebirth“ ist dann wieder ein richtiger Kracher. Wieder zweisprachig aufgebaut ist „Hope, Enjoy & Death“. Das passt und ist ein bassbetonter, amtlicher Groove Metal Song. Ich bin schon gespannt wie der live klingt. „Entre les Chansons II“ schafft ein kurzes Break, bevor „Limbus“ und „Taste Unplugged“ die Platte beenden. Ersterer wartet mit erzählerischen Gesangslinien auf, die mich wieder an den Wave der Achtziger erinnern. „Taste Unplugged“ ist wenig überraschend ein akustisches Stück. Gefällt mir auch richtig gut, fällt aber irgendwie aus dem Rahmen.

Sober Truth – vielschichtig gut

„Laissez Faire, Lucifer!“ klingt mehr aus einem Guss als der direkte Vorgänger „Psychosis“, wartet aber trotzdem noch mit genug Überraschungen auf, die es weiterhin schwer machen Sober Truth zu kategorisieren oder schnell zu beschreiben.. Ich versuche es mal mit Progressive Groove Metal mit starken, Gothic, Dark Wave und NDH Elementen. Klingt komisch und trifft es auch nicht ausreichend. Und das ist auch gut so. Denn gerade das macht das Album so interessant und gut. Und ist eine willkommene Ausnahme zu dem seichten Einheitsbrei der uns heutzutage viel zu oft serviert wird. Mein absoluter Anspieltipp ist „Planted Brains“. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Support the undergound und kauft das Album. Es lohnt sich!

Sober Truth – Line-Up und Kontakt

Torsten Schramm – Gesang und Gitarre
Jules RoCkwell – Bass
Paul Bendler – Schlagzeug
Aaron Vogelsberg – Leadgitarre

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Bildquellen

  • Sober Truth 2021 720×340: Torsten Schramm / Sober Truth

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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