Sonata Arctica mit ihrem zehnten Streich „Talviyö“

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Letzte Woche, am 06. September 2019, haben Sonata Arctica via Nuclear Blast ihr zehntes Studioalbum „Talviyö“ veröffentlicht. Die Aufnahmen haben ein knappes dreiviertel Jahr gedauert und das Album wurde von Mikko Tegelman zusammen mit Sonata Arctica produziert. Ersterer hat mit Pasi Kaupinnen auch den Mix zu verantworten, während das Mastering von Svante Forsbäck für Chartmakers gemacht wurde. Aber hat sich der ganze Aufwand denn nun gelohnt? Werfen wir mal einen Blick in die erste Singleauskopplung „A Little Less Understanding“:

 

Sonata Arctica mit einem typischen Beginn

„Message From The Sun“ ist genau der Beginn den alle von Sonata Arctica erwarten. Süße Chöre, Melodien und ein flottes Tempo. Soweit also business as usual. Ich weiß nicht von wie vielen Bands „Whirlwind“ schon als Titel verwendet wurde, aber für Sonata Arctica klingt der Track doch recht modern. Mir gefällt er aber gut, toller Gesang, gelungenes Intro und eine melancholische Grundstimmung. Die zweite Single „Cold“ packt die unvermeidlichen Chöre aus und das Video unten wurde von Patric Ullaeus dirigiert. Fans werden es mögen. „Storm The Armada“ ist komplexer als es das erste Hören vermuten lässt, ist aber ein Song der mit jedem Durchlauf mehr und mehr gewinnt. Und wen wundert es, wieder grandios melodiös ist. „The Last Of The Lambs“ überrascht mich dann doch. So langsam habe ich Sonata Arctica noch nicht gehört und trotz einer gewissen Monotonie schafft es der Song durchaus mich in seinen Bann zu ziehen.

 

Sonata Arctica – Bombast, Theatralik und Balladen

Ein typischer Song ist „Who Failed The Most“ für mich. Keyboards und Gitarren stehen gleichwertig nebeneinander, sonderlich aufregend ist das aber nicht. Auch wenn ich sonst nicht so der Freund von reinen Instrumentalstücken bin, gefällt mir das flotte „Ismo’s Got Good Reactors“ dann viel besser. Sehr verspielt und definitiv im guten Sinne interessant mit gefühlt Anleihen quer aus der Welt. Im starken Kontrast dazu stehen die theatralischen Pianoklänge bei „Demon’s Cage“. Überhaupt gibt es hier viel Bombast, aber auch viel Abwechslung. Gutes Stück. Jetzt kommt die erste Single „A Little Less Understanding“. Mir persönlich ist der Gesang dann doch manchmal zu süß, aber anderen gefällt ja genau das. „The Raven Still Flies With You“ wäre ein toller Abschluss, ist aber der vorletzte Song. Im Grundtenor langsam aber durch einige Tempowechsel immer noch abwechslungsreich. „The Garden“ ist eine reinrassige Ballade und beileibe nicht schlecht (wenn auch nicht herausragend). Aber an dieser Stelle nimmt sie mir den Fluss der Platte und ist einfach deplatziert, schade.

Sonata Arctica – mehr als man erwartet

Hater kriegen beim ersten, flüchtigem Hören genau das was sie erwarten und verabscheuen: Süßen Melodic Metal mit hohem Kitschfaktor. Aber hört man genauer hin erweistSonata Arctica Talviyö Cover sich genau das schnell als trügerisch. Natürlich sind die Chöre, die Keyboards und die süßen Melodien alle da. Aber „Storm The Armada“ ist komplexer und progressiver als ich es Sonata Arctica zugetraut hätte und auch „Whirlwind“ gefällt mir mit seinem modernen Approach richtig gut. Die klassischen Sonata Arctica Songs sind selbstredend dabei, aber in der Summe zeigen sich die Finnen auf ihrem zehnten Album „Talviyö“ experimentierfreudiger als je und das gefällt mir richtig gut. Der Death Metal Maniac wird mit dem Album sicher nicht glücklich, alle anderen aber schon. Und wer mag soll sich das ruhig live on stage anschauen, denn ab November sind Sonata Arctica auf Europa Tour.

Sonata Arctica – die Tourdates

Mitte November startet die „The Raven Still Flies Over Europe“-Tour zusammen mit Edge Of Paradise und Temple Balls und hier sind die für uns interessanten Dates:

17.11.2019 Berlin – Bi Nuu
18.11.2019 Mannheim – MS Connexion Complex
19.11.2019  Leipzig – Hellraiser
26.11.2019 Vienna – Szene (Österreich)
27.11.2019 Pratteln – Z7 (Schweiz)
12.12.2019 Tilburg – 013 (Niederlande)
13.12.2019 Hamburg – Markthalle
14.12.2019 Bochum – Matrix

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Bildquellen

  • Sonata Arctica Talviyö Cover: Nuclear Blast
  • Sonata Arctica Logo 720: Nuclear Blast
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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