Swallow the Sun – When A Shadow Is Forced Into The Light

Swallow the Sun
When a Shadow Is Forced Into The Light

Swallow the Sun

Anfang 2019 haben die sehr melodischen Death/Doom Metaller von Swallow the Sun ihre neue Scheibe „When a Shadow is Forced Into The Light“ auf den Markt gebracht. Die Jungs aus Finnland gibt es jetzt fast 20 Jahre und wir wollen mal schauen, was sie sich für ihr siebtes Studioalbum so ausgedacht haben.

When A Shadow Is Forced Into The Light

Acht Songs und 52 Minuten Spielzeit stehen auf der Habenseite. Der sehr geräumige Albumtitel übergibt seinen Namen dann auch direkt an das erste Lied, welches den Charakter der CD schon ganz gut wiederspiegelt, aber das Potential noch nicht ganz ausschöpft. Will sagen, Track 1 ist gut, aber da geht noch was. Schon hier zeigt sich der Gesang von Sänger Mikko sehr abwechslungsreich, wechselt von Screams zu Klargesang und wird von einer wohl klingenden Frauenstimme unterstützt. „The Crimson Crown“ legt extrem melodisch und atmosphärisch los. Die zweieinhalb Minuten, bis dann der Gesang einsetzt, vergehen wie im Flug. Dann gibt es immer mal Passagen, die vom Schlagzeug bestimmt werden und so etwas mehr Wucht mit sich bringen. Super gelungener Track, das macht richtig Spaß. „Firelights“ verzichtet zwar auf ein langes Intro, baut aber so seine ganz eigene Grundstimmung auf. Im letzten Drittel des Liedes wird es dann sogar mal kurz etwas härter, Double Bass und Growls…das gefällt.

Reingehört und direkt hängen geblieben…

…die ersten 3 Tracks sind durch und man will einfach mehr hören. „Upon the Water“ fügt sich wunderbar harmonisch in das Gesamtgefüge ein und sticht dann doch irgendwie nochmal positiv hervor. Die Melodien sind so gut zusammengestellt, man will die Augen schließen und direkt abschweifen. Dazu das immer passende Wechselspiel zwischen Growls und Klargesang. Ein richtiger Kracher..wenn man das bei dieser Art Musik denn sagen kann 😉

Und wenn man denkt „da muss doch mal nen Lückenfüller kommen“…nope. Da kann man anscheinend lange warten, denn das haben die Jungs von Swallow the Sun anscheinend gar nicht nötig. Denn auch „Stone Wings“  ist ein klasse Lied, mit ganz ausgefeilten Melodien und vielen Feinheiten, wo sich genaues hinhören lohnt.

Endspurt

Wie könnte es anders sein…“Clouds on Your Side“ ist ebenfalls wieder ganz groß. Melodien und Gesang, der dich förmlich aufsaugt. Vor allem auch in den Parts, wo die melodische Ruhe von den fetten Growls durchbrochen wird. Ganz großes Tennis.

Der vorletzte Song „Here on the Black Earth“ bleibt dem Schema treu….ruhig, melodisch und dann bringen die Growls etwas Power mit. Ich mag das. Absolut gut gemacht und vor allem niemals langweilig umgesetzt, weil das Grundgerüst der Lieder sich zwar ähnelt, aber doch jedes für sich steht. Mit „Never Left“ findet das Album einen absolut würdigen Abschluss. Schade eigentlich, es hätte einfach so weiter gehen können.

Fazit

Was für ein Brett. Wow. Man sollte natürlich dieses leicht melancholische und sehr melodische mögen, klar. Das ist jetzt keine Party Musik für die Samstagabend Eskalation mit den Kumpels. Aber so wunderbare „geht immer“ Musik. Egal ob im Auto, beim Kochen, nebenbei auf der Arbeit…einfach mal laufen lassen. Ich weiß jetzt gerade nicht, ob das ein Qualitätsmerkmal ist…aber da rennt nicht mal meine Frau weg, wenn ich die Scheibe an mache. Das neue Downfall of Gaia Album hatte mich ja schon geflasht (siehe hier KLICK), aber die Scheibe hier ist kein Deut schlechter, nur seichter. Volle Punktzahl, da kenn ich nix.

Swallow the Sun online:

http://swallowthesun.net/

 

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Bildquellen

  • Swallow the Sun – Beitrag: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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