THREE DAYS GRACE – „Explosions“ (VÖ: 06.05.2022)

THREE DAYS GRACE Albumcover Explosions - Beitragsbild

THREE DAYS GRACE – „Explosions“ (VÖ: 06.05.2022)

Ganz ehrlich!? THREE DAYS GRACE ist aktuell eine der Bands, die ich mir am meisten anhöre. Und dabei rede ich von den bisher verfügbaren Songs und (noch) nicht vom neuen Material. Aber das hat sich natürlich geändert, seit ich den Zugang zum Erstellen einer Review für metal-heads.de bekommen habe. Es ist ja nicht mehr so lange hin und in einer Woche wird die neue Scheibe mit dem Titel „Explosions“ erhältlich sein. Wir hatten euch ja mehrfach das Release angekündigt und den Opener hatten wir euch bereits hier in einem Newsbeitrag vorgestellt. Eine starke Nummer für einen Einstieg. Schaut und hört gerne noch einmal rein.

Der nächste Song ist ein leichter Rocker, melodisch und direkt ins Ohr vordringend. Irgendwie simpel und doch erfolgreich, dieser Style. Packende Beats und dazu der Gesang des sympathischen Matt Walst. „Neurotic“ war der zweite Track, den THREE DAYS GRACE vorab rausgelassen haben. Damit ihr euch ein entsprechendes Bild davon machen könnt, haben wir hier das Lyric-Video dazu für euch. Eine echte Mitsing-Hymne, die sicherlich auf den Konzerten der Europa-Tour fleißig von den Fans angestimmt wird. Der kanadische Vierer hat scheinbar das richtige Rezept gefunden, um den Nerv der Hörer zu treffen. Als ich die Herrschaften das erste Mal live erlebt habe, hatte ich den Gedanken an eine „rockige Boyband“. Die Fanreaktionen der jungen Mädels im Publikum waren jedenfalls entsprechend.

THREE DAYS GRACE – „Explosions“ (VÖ: 06.05.2022)

Ansprechende Musik machen die Kanadier auf jeden Fall. Aber es geht nicht immer nur fröhlich und frei, manchmal schlägt man durchaus auch nachdenklichere Töne an. So ist es auch beim Lied „Lifetime“. Das ist der dritte und bislang letzte Vorbote des kommenden Albums. Die Stimmung passt zur momentanen Gemütslage in der seit Jahren währenden Corona-Pandemie mit ihren vielschichten gesellschaftlichen Auswirkungen und dem zusätzlich seit ca. 3 Monaten währenden Krieg in der Ukraine. Das Thema des Videos ist aber die Verwüstung durch einen Tornado. Die Band hat diesbezüglich einen engen persönlichen Bezug, denn Gitarrist Barry Stock lebt in der Gegend, nicht weit entfernt von der betroffenen Stadt Mayfield. Diese ist auch im Musikvideo zu sehen. Die Band hat sich für die Betroffenen engagiert und Anteile ihrer Ticketverkäufe für die US-Tour gespendet. Respekt!

Tiefere Töne stimmen THREE DAYS GRACE mit der nächsten Nummer an. Wuchtige Drums, heavy Gitarrenriffs. Saubere Sache. Ihre Vielseitigkeit zeigen die Brüder Walst (Gesang und Bass), Drummer Neil Sanderson und Barry Stock an der Gitarre mit dem nachfolgenden Track – „Souvenirs“. Es startet ganz bedächtig mit dem Fokus auf den Vocals. Auch wenn es zwischenzeitlich mal deutlich intensiver wird, so bleibt es eine eher zurückhaltende Sache. Aber keine Sorge! Schon mit Song 7 auf „Explosions“ liefert man die typischen Trademarks ab. Eingängig und mit Potential im Radio oder auf YouTube in der Heavy Rotation zu laufen. Stark!!

Mit „Redemption“ besinnt man sich auf ruhigere Pfade, es geht mit Akustikgitarren los, dann nimmt der Song aber etwas Fahrt auf. Ballade wäre vermutlich nicht die richtige Bezeichnung, aber es ist schon emotional und ergreifend. Wenn man sich z.B. das Ganze auf einem Konzert bei gedimmtem Licht vorstellt…dann folgt so etwas wie eine „Hymne“. „Heart of the champion“ ist eingängig und könnte auch so ein Lied werden, das von den Fans auf der Tour lauthals mitgesungen wird. Leider liegen mir die Texte zum Material des neuen Albums nicht vor. Aber Titel wie „No tomorrow“ oder „Chain of abuse“ sprechen ja deutlich für ernsthafte Themen. Und wenn man mit Musikern spricht, hört man ja oft, dass sie alltägliche Erlebnisse und Gedanken zu gesellschaftlichen Aspekten in ihren Lyrics verarbeiten. Und es gibt halt nicht nur Anlass für Lovesongs und happy Tunes.

THREE DAYS GRACE Albumcover Explosions

Track 10 klingt sozialkritisch, aber vom gesamten Erscheinungsbild gefällt er mir gut. Kraftvoll und auf den Punkt liefern die vier Musiker hier ab. Großartig! „Someone to talk to“ empfängt den Hörer mit sentimentalen Gesangslinien und Pianoklängen. Auch der Titeltrack, der das Album beendet, ist mit einem Beginn mit Akustikgitarren recht zurückhaltend gestaltet. Aber dann wird er seinem Namen gerecht und „explodiert“ mit energiegeladenen Arrangements und packendem, mitreißendem Gesang im Zusammenspiel mit fettem Instrumenteneinsatz. Ein hochwertiges Ende!

Das Fazit zum neuen THREE DAYS GRACE-Album

Und wie fällt nun das Fazit zum siebten Studioalbum von THREE DAYS GRACE hier bei metal-heads.de aus? Grundsätzlich entfalten ja viele Songs ihr (Hit-)Potential erst nach einer Weile, manchmal dauert es Jahre. Ich finde, es sind beim neuen Material schon eine Handvoll Tracks vertreten, die jetzt bereits überzeugen. Vielseitigkeit und Eingängigkeit gepaart mit dem Aufgreifen gesellschaftskritischer Themen. Das macht THREE DAYS GRACE aus. Der Gesang von Matt Walst ist prima und die 3 Musiker ergänzen das Ganze mit ihrem musikalischen Beitrag. Stimmige Arrangements kann man der Band attestieren. Mir gefällt’s und ich freue mich schon auf das Konzert im September…da wird man sicherlich die richtige Mischung aus alten und neuen Songs finden, damit die Fans zufrieden den Heimweg antreten können.  

THREE DAYS GRACE Bandfoto 2021

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Bildquellen

  • THREE DAYS GRACE Albumcover Explosions: HEAD OF PR
  • THREE DAYS GRACE Bandfoto 2021: HEAD OF PR
  • THREE DAYS GRACE Albumcover Explosions – Beitragsbild: HEAD OF PR

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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