Tomorrow’s Rain beeindrucken mit Hollow

Tomorrow's Rain 2020 by Dory Bar Or 720x340

Am 11. September 2020 erschien bei AOP Records / Edel mit „Hollow“ das Debüt der aus Israel stammenden Band Tomorrow’s Rain. Wobei das Debüt tiefe Wurzeln hat, gehen die Anfänge der Band doch in das Jahr 2002 zurück wie uns Frontmann Yishai Sweartz vorab im Interview verraten hat. Schaut hier ruhig mal rein, denn neben der Geschichte der Band erzählt uns Yishai noch wie es zu den vielen Gastauftritten auf „Hollow“ kam. Mit Jeff Loomis, Greg Mackintosh oder Aaron Stainthorpe sind da schon ein paar recht bekannte Namen dabei. Aber verspricht das auch Qualität? Hier schon mal das Video zu „Fear“ mit Aaron und danach stelle ich euch dann die Songs im Einzelnen vor. Viel Spaß!

Tomorrow’s Rain

Der Opener „Trees“ kommt noch ohne Gastauftritte aus, hat dafür aber ein Intro und Outro mit spielenden Kindern. Ein melancholischer Death Doom Song, der im Midempo gehalten ist und über dessen Grundstimmung mit der Textzeile „Zeit heilt alle Wunden, aber bringt auch den Tod“ alles gesagt ist. Toll depressiver Auftakt. Der zweite Song ist dann schon der obige „Fear“ mit Aaron Stainthorpe als Gastsänger und er verleiht dem Song eine wirklich tolle 90er Melodic Doom Komponente. Ich mag dieses Wechselspiel aus Klargesang und Growls. Und die eingebaute Bouzuki gefällt mir auch richtig gut. „A Year I Would Like To Forget“ könnte vom Titel her der Song sein, der das Jahr 2020 beschreibt. Ist er aber nicht und gerade der direkte Vergleich zu „Fear“ zeigt, dass Yishai im Klargesang nicht die Qualitäten eines Aaron von My Dying Bride hat. Aber dafür kann Raffael Mor an der Gitarre glänzen und muss sich nicht hinter Greg Mackintosh verstecken, der „In The Corner Of A Dead End Street End“ mit seinen Künsten veredelt. Fast gehauchter Klargesang trifft auf die Growls von Sakis von Rotting Christ. Musikalisch sind die Gesangswechsel auch perfekt untermalt. Ich mag so etwas.

Tomorrow’s Rain der Gästereigen geht weiter

„Misery Rain“ kann zwar wieder mit prominenten Namen (siehe unten das Video) aufwarten, ist aber der Song der mich am wenigsten packt. Abwechslungsreich und von vielen Stimmungen geprägt, aber der Aha Effekt will sich bei mir nicht einstellen. „Into The Mouth Of Madness“ ist Warrel Dane gewidmet und da passt die Gitarre von Jeff Loomis natürlich perfekt dazu. Nostalgischerweise verspüre ich hier einen leichten Nevermore-Touch und alleine deswegen mag ich den Song. Das Video gibt es unten als krönenden Abschluss. Es folgt der Titelsong, der komplett aus der Feder von Keyboarderin Shiraz Weiss stammt und mehr auf Atmosphäre denn Härte setzt. Die weiblichen Vocals im Kontrast zu den Growls von Spiros (Septicflesh) sind eine weitere Note auf dieser vielfältigen Platte. Als letzten Song gibt es noch eine Coverversion vom „Weeping Song“ von Nick Cave. Ich hätte nie gedacht, dass es davon mal eine Death Doom Version geben würde. Nun hier ist sie und klingt erstaunlich gut.

Tomorrow’s Rain mit einem starken Debüt

Tomorrow’s Rain ist mit „Hollow“ ein starkes Debüt gelungen. Die Platte lebt von der Vielfalt, gerade bei den Vocals. So gelingt es der Band zu jedem Song die passende Atmosphäre und Spannung zu kreieren. „Hollow“ ist kein modernes Album geworden. Es lebt und atmet mit jeder Note den frühen Death Doom mit einer guten Prise Gothic. Die Liste der Gastmusiker ist da auch ein guter Indikator. Ob es richtig ist bei seinem Debüt auf so viele Gäste zu setzen? Mir ist das vollkommen egal, wenn das Ergebnis so gut ist wie hier. Tomorrow’s Rain ist mit „Hollow“ ein Album gelungen, das mich mit seiner Atmosphäre in den Bann zieht und auch gerade wegen der vielen Mitwirkenden begeistert. Ein Debüt, das für mich bis jetzt zu den vielversprechendsten des Jahres gehört und mich gespannt auf den Nachfolger zurücklässt.

Tomorrow’s Rain – Line-Up and contact

Yishai Sweartz – Vocals
Raffael  Mor – Guitars
Yoni Biton – Guitars
Yaggel Cohen – Bass
Shiraz Weiss – Keyboards
Nir Nakav – Drums

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Bildquellen

  • Tomorrow’s Rain 2020 by Dory Bar Or 720×340: Dory Bar Or / Oktober Promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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