Chaoseum – Second Life – Review deutsch

Chaoseum Bandfoto

Moderner Metalcore aus der Schweiz

First Step To Hell

war ein Brecher von Song, den ich umgehend in der Serie HÖRET & SEHET hier bei metal-heads.de vorstellen musste, als ich das Video bei YouTube entdeckte. Allerdings war dies der Titelsong vom gleichnamigen letzten Album. Nun folgt der neue Output „Second Life“ am 25.09.2020. Optisch sorgt CHAOSEUM auf jeden Fall für Aufsehen, den die Bandmitglieder scheinen einem Horrorfilm entsprungen zu sein. Das Cover des Albums ist dazu passend illustriert und sehr hochwertig dazu. Da hat der Künstler Gustavo Sazes tolle Arbeit geleistet. Kleinen Kindern wird es nicht gerade beim Einschlafen helfen, aber wir sind ja hier nicht beim „Sandmännchen“, sondern bei „metal-heads.de“. Also starten wir die Horroshow. Nachdem wir nun den Weg in die Hölle mit dem „first step“ gefunden haben, gibt es wohl kein Entrinnen mehr.

Hell Has No Way Out

legt höllisch los und die Drums preschen zunächst enorm voran. Melodische Gitarrenleads begleiten den druckvollen Beginn. Der Song ist gespickt mit gut gesetzten Breaks und geschickten Tempiwechsel. Der Gesang wird unterschiedlich eingesetzt. Das Gitarrensolo ist bemerkenswert und toll in den Song eingebunden. Somit wäre der Einstieg in das Album perfekt gelungen. Der Titelsong „Second Life“ gibt sich ebenfalls keine Blöße und strotzt nur so vor Kraft und Energie.

CHAOSEUM

erinnern vom Sound an KORN, kochen aber trotzdem ihr eigenes Süppchen. Ich würde sagen, dass sie in letzter Konsequenz mehr in die härtere Richtung gehen und ihrem Sound eine gute Portion Düsternis verpassen. Die erste Singleauskopplung „Stick Under My Skin“ stellt beispielhaft dar, worum es bei CHAOSEUM geht. Der Song spielt mit ruhigeren Passagen, baut dabei eine ansprechende Spannung auf, um in einen kernigen eingängigen Refrain zu wechseln. Zum Ende des Songs geht es dann mit brachialen Riffs, wilden Drums und tiefen gutturalen Growls kurz richtig zur Sache. Dieses Element wird bei CHAOSEUM häufiger eingesetzt und ist eine Bereicherung im Gesamtkonzept. Allerdings sind die beiden Auskopplungen nicht die härtesten Songs des Albums. Da gibt es Songs, die noch ne Schüppe „Härte“ drauflegen.

„Sex In Hell“

mit seiner dunklen Catchiness sticht auch sehr positiv hervor. Ein atmosphärischer Song, der neben grandiosen Hooks auch mit einem sehr sehr geilen Gitarrensolo vom Gastmusiker Julian Barrett aufwarten kann. Am Ende überrascht der Song dann noch mit einem geschmeidigen Schlusspart mit akustischer Gitarre und cleanem Gesang.

„Frozen“ als letzter Song ist auf jeden Fall für mich persönlich der beste Song auf dem Album. Der Song rockt wie die Hölle und haut mich aus den Puschen. Ein sehr abwechslungsreicher Song mit tollen Hooks und coolen abgedrehten Ideen in einem irren Intstrumentalpart, der mit ungewöhnlichen Klängen begeistert und verdammt gut rüberkommt.

Fazit

CHAOSEUM schrauben die Qualität gegenüber dem Debütalbum weiter nach oben. Der Sound wirkt auf das gesamte Album gesehen ausgereifter und druckvoller. CHAOSEUM liefern ein rundes hochwertiges Package ab, das mit einigen sehr bemerkenswerten Highlights glänzen kann. Die Truppe ist auf einem sehr guten Weg. Außerdem ist das Ganze top produziert, egal ob es die musikalische Produktion betrifft oder die mediale Gestaltung inklusive hochwertigem Booklet. Wer die Gruppe KORN gut findet, der wird ohnehin an CHAOSEUM Gefallen finden. Alle anderen sollten unbedingt auch reinhören, denn es lohnt sich und ihr würdet etwas verpassen.

Mehr zu Chaoseum findet ihr auf der Band-Homepage!

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Bildquellen

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