LUNARSEA: Earthling / Terrestre

lunarsea

Die italienischen Melodic Death Metaller LUNARSEA haben am 14. August 2020 mit „Humanoid, Mannequinn, Androgyne“ ein weiteres Video zu einem Song von ihrem letzten Albums „Earthling/Terrestre“ herausgebracht. „Earthling/Terrestre“ ist am 15. Dezember 2019 via Punishment 18 Records erschienen.

Dead is my ear to the chants of temptations

„Leight-Hearted In An Ergonomic Resin“ beginnt erstaunlich orchestral arrangiert, um dann zum Angriff überzugehen. Denn es folgenden wütende Riffs und ein Drumgewitter, aus denen herrliche Melodien herauswachsen. Mit einem guten Gespür für Dramatik wechseln sich sanfte Momente mit herausfordernd aggressiven Riffs ab, symphonische Passagen mit klaren, harten Gitarrensoli. Ein toller Opener, da hier schon sichtbar wird, was sich in den folgenden Songs fortsetzt: die Verwobenheit von Melodie und einem großartigen Drumming, sowie einer dynamischen Balance zwischen harschen Growls und Klargesang.

„The Earthling“ macht zunächst atemlos. Wunderbare Breaks, großartige Soli und auch hier wieder harsche Growls und hörenswerte Lyrics von Harmonien eingängig umspielt.

lunarsea earthling terrestre cover

„In Expectance“ gibt Zeit zum Luftholen. Aber nur kurz. Denn es folgen groovende Riffs, treibendes Drumming und temporeiches Gitarrenspiel.

Und dann „Helical Stalemate“: was für ein Song! Dramatisch wie der Soundtrack zu einem Leinwandepos. Dann wieder agressiver Death Metal. Temporeich, treibend und mit unglaublicher Sogwirkung.

„Aqueducts“ spannt einen Bogen von harten zu nachdenklich klingenden, eher zurückhaltenden Passagen. Auch hier sorgen wieder das Rhythmusgefüge sowie brilliante Leads dafür, die Spannung von Anfang bis Ende aufrechtzuerhalten.

Kraftvoll, energetisch, sanft, nachdrücklich

Bei „Humanoid, Mannequinn, Androgyne“ gehen die Vocals ihren eigenen Weg. Teilweise klingt es wie ein Wettstreit zwischen ihnen und dem bassverstärkten Drumming. Die Gitarre ist dabei kein Vermittler, sondern fügt eigene Argumente ein. Das Video zu diesem Song setzt dann noch andere Akzente.

„Polar Covalent Bond“ folgt erneut dem Muster, sanft zu beginnen, an Kraft und Energie zuzunehmen und in nachdrückliches Drumming den klaren Gesang einsetzen zu lassen.
(Zu diesem Song gibt es übrigens ein Drum – Playthrough. Außerdem kann man dazu einen Backingtrack und das dazugehörige Drumsheet als PDF erhalten.)

Auch „The Fourth Magnetar“ beginnt mit einer leichten Melodie, bis den Death Metal Elementen mehr Raum gegeben wird. Dazu gibt es auch ein Video mit Björn Strid (Vocals) von SOILWORK

„Mi Suthina“ hat es auch wieder: das stimmige Zusammenwirken der Vocals, extravagante Ideen beim Drumming, rasantes Riffing und die Rückkehr zur Melodie.

Mit dem instrumentalen „π“ verabschieden uns LUNARSEA aus ihrem vierten Album.

Death Metal Atmosphäre mit progressiven Ideen

LUNARSEA machen  melodischen Death Metal, mit der Betonung des Melodischen: zugänglich und doch immer wieder spannend. So ist es toll, wie sie harte Growls und lockerer Klargesang sich zusammenfügen und an welchen Stellen im Song sie genutzt werden. Leichtes und flirrendes Gitarrenspiel kontrastiert die harten Riffs, die oft durch das Keyboard sanft umhüllt werden. Das Drumming ist abwechslungsreich und präzise und bietet dadurch ein großartiges Fundament für die Melodien.
LUNARSEA schaffen es, anspruchsvolle und technisch virtuose Strukturen mit eingängigen Passagen zu verbinden. So gibt es in der Death-Metal-Atmosphäre immer wieder progressive Elemente. Und das gefällt mir richtig gut.

LUNARSEA sind:

Alessandro Iacobellis (Vocals)
Fabiano Romagnoli (Gitarre und Keys)
Cristian Antolini (Bass und Clear Vocals)
Andrea Miazzetto (Drums)

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Bildquellen

  • lunarsea earthling terrestre cover: Alpha Omega Management
  • lunarsea 2: Alpha Omega Management

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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