TRAUMA-„Awakening“ Review

(English review below!)

Thrash Metal

WOW!!! Das war der erste Gedanke, der mir direkt ins Gehirn schoss, als ich den ersten Song „Walk Away“ von dem Album „Awakening“ der amerikanischen Band TRAUMA (Facebook / Homepage) hörte. Die Band wurde damals im Jahre 1980 (Bay Area in Kalifornien) gegründet. Unter anderem war Bassist Cliff Burton mit von der Partie, der aber später zu den legendären METALLICA wechselte. Leider verstarb dieser mit nur 24 Jahren bei einem tragischen und merkwürdigen Unfall mit dem eigenen Tourbus. Doch zurück zu TRAUMA.

Auch wenn die Band die ganz großen Erfolge leider nicht einfahren konnte, so waren sie keinesfalls unbemerkt geblieben. Nach sage und schreibe 31 Jahren brachten sie nach der Wiedervereinigung 2015 ihr Album „Rapture & Wrath“ heraus. Und nun nach weiteren sieben Jahren erwachen sie erneut und haben das neue Album „Awakening“ im August über Massacre Records veröffentlicht, wobei der neue Sänger Brian Allen (ex-Vicious Rumors) den verstorbenen Sänger Donny Hillier ersetzt und hier sein Debüt gibt.

Ein wahnsinnig geiler Einstieg

in das Album erfolgt mit „Walk Away“. Da ist mir direkt die Kinnlade runtergeklappt und meine Lauscherchen wackelten vor Freude. Ich bin dieses Jahr noch nicht mit so vielen geilen Thrash Alben verwöhnt worden. Mir fällt spontan MISFIRE aus den U.S.A. oder KREATOR ein. Doch nun ist es da! Ein weiteres Highlight prügelt sich in meine Topliste. „Walk Away“ nimmt den Hörer erst gar nicht an die Hand, um ihn auf die Reise mitzunehmen, sondern tritt ihm direkt in den Arsch. Die Riffs reiben wie Schmiergelpapier und der Drummer legt gleich mal einen Burnout hin. Dann fegt Sänger Brian durch den Song mit einer Energie, die jeden elektrisiert. Für den tollen Refrain wird das Tempo kurz runtergefahren.

Ein gar ungewöhnliche, aber super geniale Überraschung ist das instrumentale Gitarrensolo. Plötzlich erklingt eine Flamenco-Gitarre, die den Song plötzlich in eine andere Sphäre beamt, nur um dann Gitarrensoloinferno abzufackeln, das alles in Brand setzt. Der Song ist so erfrischend und voller Energie, dass mir die Haare vor Begeisterung zu Berge stehen.

Eine Vereinigung von Thrash und Heavy Metal

Es wird klar, dass TRAUMA nicht nur stringent Thrash Metal kloppen. So gelingt es ihnen inmitten der unheimlich fetzigen und mitreißenden Dynamik immer wieder frische Akzente zu setzen ohne den mitreißenden und explosiven Flow zu unterbrechen. Die Instrumentalfraktion ist jedenfalls ordentlich gefordert. Man höre sich den verrückten Song „Meat“ an, der Euch mit irrer Verspieltheit vor den Latz geknallt wird.

Mit „Falling Down“ bereitet man einen atmosphärischen Knaller, der geschickt mit verschiedenen Stilmitteln arbeitet. Eine gelungene Mischung aus melodischer Melancholie, kraftvollen Melodien und krassen harten Ausbrüchen. Gefällt mir ebenfalls sehr gut!

Auch „End Of Everything“ mit seinen fließenden Tempowechseln ist ein echter Banger, der einem schön den Arsch versohlt und später noch mit einem tierischen Tornadosolo durch den Kopf wirbelt.

Viele Highlights

Der zweite Song „Death Of The Angel“ galoppiert mit treibenden Drums davon und offenbart sehr bald im Chorus seine fantastischen melodischen Gesangslinien, die einfach unfassbar dargeboten werden. Die eingestreuten Screams von Brian sind einfach göttlich.

Anbetungswürdig ist ebenfalls das ausgiebige Gitarrensolo, welches mit Verehrung an AC/DC einsteigt und dann melodisch beeindruckt, um dann völlig zu eskalieren. Das Gitarrenspiel ist wirklich aller Ehren wert. Was hier an Riffs, Leads und Solos rausgeballert wird, ist schier der Wahnsinn.

Steve Robello hat zu dem Sound allgemein und zu dem Song „Death Of The Angel“ auch noch was zu sagen:

Ich bin sehr zufrieden damit, wie diese Platte geworden ist. Juan hat mit der Produktion und dem Mix einen tollen Job gemacht. Dies ist ein viel härteres Trauma-Album als alles, was die Band in der Vergangenheit gemacht hat, und das liegt zu einem großen Teil an der Hinzunahme von Brian Allen. Seine Stimme ist so vielseitig, dass ich in der Lage war, viel härtere Riffs als je zuvor zu schreiben, aber trotzdem viele Melodien und Harmonien zu haben. Mein Lieblingssong ist bei weitem ‚Death of the Angels‘. Durch die Lyrics, die meine Frau Rochelle geschrieben hat, die Leadgitarren-Spuren und die Performance von Brian ist dieser Song ein solider Anwärter auf einen kommerziellen Erfolg. Auch das von Mike Sloat produzierte Video ist erstaunlich.

Pressetext über CMM-promotion

Ein musikalisches Blitzgewitter

Es gibt auf dem Album keinen richtigen Durchhänger. Die Songs rocken von vorne bis hinten, wobei jeder für sich bestimmt seine persönlichen Favoriten finden wird. Nur „Voodoo“ liefert zwar einen echt coolen Einstieg mit afrikanischen Trommeln und Stammesgesängen, verliert dann aber leider beim Rest des Songs dieses musikalische Thema aus den Augen und verschenkt meiner Meinung nach das Potential dieser an sich tollen Idee. Das war es aber auch schon mit meiner leichten Kritik. Ich komme also zum

Fazit

TRAUMA lassen es mit „Awakening“ gehörig krachen. Wer damit aufwacht, braucht keinen Kaffee mehr, denn die Energie lässt dich sofort hochspringen und vor Freude schreien. Dieses Album ist ein absolutes Pflichtprogramm für jeden Heavy Metal Fan, der sich gerne von einem musikalischen Blitzgewitter elektrisieren lassen will. Ich jedenfalls bin völlig TRAUMAtisiert und ich liebe es.

English review

Thrash Metal

WOW!!! That was the first thought that popped right into my brain when I heard the first song „Walk Away“ from the album „Awakening“ by the American band TRAUMA (Facebook/Homepage). The band was formed back in 1980 (Bay Area in California). Among others, bassist Cliff Burton was part of the band, but he later changed to the legendary METALLICA. Unfortunately, he died at the age of only 24 in a tragic and strange accident with their own tour bus. But back to TRAUMA.

Even if the band unfortunately didn’t have the very big successes, they were by no means unnoticed. After no less than 31 years they reunited and released their album „Rapture & Wrath“ in 2015. And now after another seven years they reawaken and released the new album „Awakening“ in August. It is the debut of singer Brian Allen (ex-Vicious Rumors), who replaced the late singer Donny Hillier.

A very strong beginning

into the album takes place with „Walk Away“.This puts a big smile on my face and my neck immediately starts to swing. I have not been spoiled with so many cool Thrash albums this year. MISFIRE from the U.S.A. & KREATOR from Germany spontaneously comes to my mind. But now it’s here! Another highlight beats its way into my top list. „Walk Away“ doesn’t even take the listener by the hand to take him on the journey, but kicks him directly in the ass. The riffs shred like hell and the drummer does a burnout right away.

Then singer Brian flys through the song with an energy that electrifies everyone. For the great chorus, the tempo is briefly lowered. An even unusual, but super ingenious surprise is the instrumental guitar solo. Suddenly a flamenco guitar sounds, which suddenly beams the song into other spheres, to then torch guitar solo inferno that sets everything on fire. The song is so refreshing and full of energy.

A union of thrash and heavy metal

It becomes clear that TRAUMA don’t just stringently pound thrash metal. Thus, despite the incredibly groovy and rousing dynamics, they manage to give the songs new facets again and again without interrupting the rousing and explosive flow. The instrumental fraction is in any case properly challenged. Listen to the crazy song „Meat“, which is slapped in your face with playful craziness and coolness.

With „Falling Down“ they fire an atmospheric banger that cleverly works with different stylistic devices. A successful mixture of melodic melancholy, powerful melodies and stark hard outbreaks. I also like it very much!

Also „End Of Everything“ with its flowing tempo changes joins the awesome songs and whirls through the head with an amazing tornado solo.

Most straight and catchy song

„Death Of The Angel“ gallops away with driving drums. Very soon it reveals fantastic melodic vocal lines in the chorus. The interspersed screams of Brian are so damn cool.

Also worthy of adoration is the extensive guitar solo, which enters with reverence to AC/DC and then impresses melodically before escalating completely. The guitar playing overall is really worthy of all honors. What is shot out here in leads and solos, is sheer madness.

Steve Robello has something to say about the sound in general and about the song „Death Of The Angel“ as well:

I’m really happy with how this record turned out. Juan did an amazing job with the production and mix. This is a much heavier Trauma record than anything the band has done in the past and a lot of that is due to the addition of Brian Allen. His voice has so much versatility that I was able to write much heavier riffs than ever before, but still have a lot of melodies and harmonies. My favorite track by far is ‚Death of the Angels‘, the lyrics written by my wife Rochelle, the lead guitar tracks and the performance by Brian make this a solid contender to be a commercial success. Also the video produced by Mike Sloat is amazing.

Presstext by CMM-promotion

A musical lightning storm

There is not a single song on the album that dissapoint. The songs rock from front to back, whereby everyone will surely find his personal favorites. But I have to mention one little thing. „Voodoo“ delivers a really cool start with African drums and tribal chants, but then unfortunately loses sight of this musical theme in the rest of the song and gives away the potential of this great idea in my opinion. But that’s it with my slight criticism. So I come to the

Conclusion

TRAUMA let it rip with „Awakening“. If you wake up with it, you don’t need coffee anymore, because the energy makes you jump up immediately and makes you scream with joy. This album is bursting with good to brilliant songs. This album is an absolute must for every fan who likes to be electrified with a musical lightning storm. I’m completely TRAUMAtized and I love it.

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Bildquellen

  • TRAUMA Cover+Infos: Cover+Infos-->CMM GmbH//Rest-->CMM GmbH
  • TRAUMA Awakening Titelbild-2-: CMM GmbH

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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