Vivie Ann – bezaubernd mit „When The Harbour Becomes The Sea“

Vivie Ann

Bei metal-heads.de sehen wir uns nicht nur den harten Klängen verpflichtet. Die Hauptsache ist doch, dass einem die Musik gefällt. Okay, Gitarren sollten schon dabei sein und das ist bei „When The Harbour Becomes The Sea“, dem zweiten Album der Hamburger Singer/Songwriterin Vivie Ann der Fall. Erschienen ist die Platte am 15. März via Believe Digital GmbH / Soulfood und neben der CD- und Vinyl-Variante gibt es noch eine limitierte Doppel-CD Box. Das Besondere an „When The Harbour Becomes The Sea“ ist, dass es über eine Crowdfunding Kampagne finanziert wurde. Mal schauen ob das dem Endergebnis Abbruch getan hat. Das Video zu „Obsolete Majesty“ jedenfalls setzt die Messlatte schon mal hoch an.

 

Vivie Ann – verkehrte Welten

Das kurze, von der Stimme getragene „No Start“ markiert eben doch genau das, den Start ins Album und geht übergangslos in „Cold Water“ über. Ruhiger Beginn mit melancholisch gehaltenen Strophen, geht es im Refrain dann doch mit mehr Verve zur Sache. Ein sehr schöner Beginn. Danach folgt das zu Videoehren gekommene „Obsolete Majesty“. Über einem einfachen Beat und dezenten Gitarren erzählt der zerbrechliche Gesang von den Dramen der Liebe. Bei „Anytime“ kommt die Stimme kräftiger daher und wird von kleinen Chören unterstützt.“Loverboy“ zeigt das Vivie Ann auch anders kann. Eine andere Stimmfarbe und unterschwellige Düsternis lassen diesen Song als perfekte Untermalung zu einem Actiondrama erscheinen. Als Kontrast gibt es direkt hinterher „Euphoria“ mit einem nach vorne gehenden Rhythmus und einem Refrain zum Mitsingen. „Windmill“ ist ein weiteres Kleinod. Erst nachdenklich und melancholisch um dann zum Ende hin eine verzerrte Note hineinzubringen.

 

Vivie Ann – eine Überlebende

Bei „Survivor“ steht wieder die Stimme im Vordergrund und trotz aller Sanftheit kommt das im Refrain gesungene „I’m a Survivor. I won’t give up on my self“ kraftvoll und überzeugend daher. Starker Song! Auch wenn „Until My Arms Break“ beileibe nicht schlecht ist, fällt es von der Intensität für meinen Geschmack etwas ab. „Honey“ ist wiederum ein guter Poprock-Song mit einem energischen Refrain und dunklen Untertönen. Sehr atmosphärisch kommt „The Moor“ daher und wird hauptsächlich vom Gesang getragen, was bei der Stimme wohl immer eine gute Wahl ist. „Glow“ ist mir trotz gelegentlicher Ausbrüche dann doch ein wenig zu ruhig. Zum Schluss gibt es dann wie beim Anfang verkehrte Welten. „No End“ beginnt nur mit Gesang und steigert sich zu einem richtig starken Song und man kann nur hoffen, dass der Titel Programm ist und es auch in Zukunft kein Ende gibt.

 

Vivie Ann mit einem bezaubernden Zweitwerk

Bei Singer / Songwriter Sachen sind für mich Inhalt und Stimme entscheidend. Bei „When The Harbour Becomes The Sea“ erzählt Vivie Ann über das Leben und wie es ist, wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird und das Chaos Einzug hält. Der Gesang fängt all die Emotionen dabei ein und ist wunderbar vielfältig. Aber, dass man an den Widrigkeiten nicht zerbrechen muss, sondern sogar gestärkt hervorgehen kann zeigt mein Lieblingsong des Albums „Survivor“. Die Kraft und die selbstbewusste Energie, die den Songs auf „When The Harbour Becomes The Sea“ innewohnen, machen das Album für mich zu einem echten Kleinod. Und ich kann es nur jedem Musikfan empfehlen. Wer will kann das Ganze im Mai auch live erleben. Die Daten findet ihr weiter unten. Kommt vorbei, es lohnt sich!

Vivie Ann – Kontakt und Tourdaten

Mehr zu Vivie Ann findet ihr auf der Homepage oder bei Facebook. Wer keine Reviews, News oder andere berichte verpassen will, abonniert am besten unseren kostenlosen Vivie Ann When The Harbour Becomes The SeaNewsletter oder folgt uns bei Facebook. Eine Auswahl unserer besten und schönsten Bilder gibt es bei Instagram und auch unser YouTube Channel mit seinen vielen Interviews ist immer einen Besuch wert. Das Album von Vivie Ann könnt ihr direkt über den Link unten ordern und vielleicht sieht man sich ja auf einem der Konzerte?

02.05.2019 Einbeck, Alte Synagoge
06.05.2019 München, Ampere
07.05.2019 Frankfurt, Brotfabrik
08.05.2019 Berlin, Auster Club
17.05.2019 Stuttgart, Schräglage
18.05.2019 Köln, Subway
20.05.2019 Hannover, Lux

 

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Bildquellen

  • Vivie Ann When The Harbour Becomes The Sea: ADD ON MUS!C
  • Vivie Ann 720×340: Marie Hochhaus / ADD ON MUS!C
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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