„Wolfbite“ – das neue Album von SuidAkrA

SuidAkrA

Am 25. Juni 2021 veröffentlichen SuidAkrA ein neues Album. Es trägt den Titel „Wolfbite“ und setzt einerseits das Konzept einer Fantasiewelt um die „Realms Of Odoric“ – Geschichte, die Frontmann Arkadius Antonik in transmedialer Zusammenarbeit mit dem Künstler Kris Verwimp entwickelt hat, fort. Andererseits ist es tatsächlich wieder überwiegend ein Metal – Album. Vielleicht hat dies mit der Zusammenarbeit mit Aljoscha Sieg zu tun, der u.a. Alben von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER , ESKIMO CALLBOY oder ANY GIVEN DAY abgemischt hat. Nein, „Wolfbite“ ist kein Metalcore-Album geworden – aber abwechslungsreich und frisch.

Das Basis-Quartett Arkadius Antonik (Growls, Gitarre), Sebastian Jensen (Vocals, Gitarre) Tim Siebrecht (Bass) und Ken Jentzen wird unterstützt u.a. durch Tina Stabel (deren Gesang auch auf vorherigen Alben zu hören ist), Axel Römer (Highland Bagpipes) und Shir-Ran Yinon (Violine), die neben klassischen Konzerten mit ELUVEITIE und HAGGARD gespielt hat.

Harsch und lebendig

Im Laufe ihrer mehr als 25-jährigen Bandgeschichte haben SuidAkrA einen eigenen, identifizierbaren Stil entwickelt. Melodic Death Metal verbindet sich mit Folk Metal. Daher sind Bagpipes, Geige und Flöte – wie auch auf diesem Album – immer mit dabei.

„Wolfbite“: Fantasievolle, frische Songs, der keltischen Mythologie treu geblieben 

SuidAkrA 'Wolfbite' Front Cover

Der Opener „A Life in Chains“ beginnt mit rasselnden Ketten, Peitschen und Schreien, bis der Song sich aus fließenden Klängen heraus zu einem ohrwurmfähigen Headbanger entwickelt.

“The Inner Wolf” nimmt mit Wolfsheulen die Intensität der Blastbeast aus dem vorangegangen Song auf. Energiestrotzend verdichten sich Melodic Death Metal und Black Metal – Elemente zum verzweifelten Ruf des Wolfes.    

„Darcanian Slave“ gewinnt seine Dynamik aus dem Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang, der melodische durch Folk-Elemente ergänzt wird.

Dark beast and twisted fiend

„Faoladh“ greift thematisch die Werwolf- Legende auf.   Der Song beginnt melodisch, bis Drums und Riffs uns den Song um die Ohren hauen. Hier verbinden sich keltische Melodien und eine großartige Gitarrenarbeit.

Bei „Crossing Over“ dachte ich zunächst, dass es ein Instrumentalstück ist. Der Aufbau unterstreicht den im letzten Drittel folgenden, gesprochenen Text über das uralte Übel und den nur noch schwach schimmernden Augen des Wolfes.

„Vortex Of Carnage“ ist ein wildes Stück mit Blasts, harschen Vocals und einer tollen Melodie in der Gitarre.

Mit Flöte und Bag Pipes beginnt „Resurgence“. Von der Instrumentierung her trägt der Song ganz deutlich die SuidAkrA-Handschrift.

Beim folgenden „Redemption“ stehen die getriebenen Gitarrenriffs und Blastbeats wieder im Vordergrund.

When death will finally awaken me from the dream of life

„A Shrine For The Ages” ruhiger Beginn mit Akustikgitarre und cleanem Gesang. In gewisser Weise umfasst dieser Song die bisherigen Elemente und zieht uns in den weiten Ozean und eine endlose Nacht. Ruhig und gefühlvoll geht der Song zu Ende und bildet einen stimmigen und stimmungsvollen Abschluss.

„Wolfbite“ lässt einen nicht los

SuidAkrA haben sich mit „Wolfbite“ nicht neu erfunden, aber auch dieses Album mit ihrem ganz eigenen Klang und Ausdruck geprägt.

Allerdings ist es alles andere als ein ‚Aufguss‘ der bisherigen Alben. Sie haben die von ihnen bekannte Elemente mit neuen Aspekten und Ideen verbunden. Dabei ist es SuidAkrA gut gelungen, die eher harmonischen Folk-Elemente genau an den richtigen Stellen zu platzieren, so dass die Death Metal Strukturen Wucht und Wirkung entfalten können. So gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen.

Wer erst einmal vom SuidAkrA – Wolf gebissen wurde, den wird das Album nicht so schnell wieder loslassen!

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Bildquellen

  • SuidAkrA ‚Wolfbite‘ Front Cover: The Metallist PR & Marketing
  • SuidAkrA: The Metallist PR & Marketing

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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