GHOSTS OF ATLANTIS-Interview mit Colin Parks

Es ist schon eine seltene Besonderheit,

wenn ein Debütalbum mit einer vollen Punktzahl geehrt wird. Aber nach dem Anhören des neuen Albums „3.6.2.4“ von GHOSTS OF ATLATNIS (Facebook ) konnte ich einfach nicht anders. Es hat mich schon beim ersten Hören geflasht, aber erst nach mehrmaligem Hören konnte ich wie sooft erst all die Details und Raffinesse erfassen und genießen (Review ). Natürlich bin ich sehr neugierig darauf, was für Männer diesen musikalischen Blockbuster ins Leben gerufen haben. Maßgeblich war auch Colin Parks am Songwriting beteiligt, der bei GOA als Gitarrist und als Kontrastsänger zu Phil tätig ist.

Der mystische Background

MH: Schon euer Bandname GHOSTS OF ATLANTIS beinhaltet eine gewisse Mystik. Der Albumtitel „3.6.2.4“ ist sogar noch mystischer und geheimnisvoller. Ich weiß, ihr wollt nicht zu viel darüber verraten, damit die Hörer selbst auf die Suche nach der Lösung gehen.
Aber gibt es vielleicht einen kleinen Hinweis auf den Hintergrund dieser Zahlen? Sind es Koordinaten?

Colin Parks: Es sind auf jeden Fall Koordinaten! 🙂 „3.6.2.4“ ist der Kartenbezugspunkt auf der Meerenge von Gibraltar, hier liegt der Legende nach Atlantis unter der Wasseroberfläche.

MH: Warum habt ihr euch für den Bandnamen GHOSTS OF ATLANTIS entschieden?

Colin: Wir sind erst vor etwa 5 Jahren darauf gekommen, er hatte zu dem Zeitpunkt keine massive Bedeutung.

Bezüge zur Gegenwart

MH: Ist es wegen der mystischen Aura und den Legenden um Atlantis oder hat es eine tiefere Bedeutung? Gibt es Bezüge zur Gegenwart?

Colin: Es gibt viele Verweise auf die Gegenwart! Tracks wie „False Prophet“ und „The Curse Of Man“ sprechen von unserer zerstörerischen Natur, Gier und Machtgelüsten.


MH: Welche historische Periode findest Du am interessantesten?

Colin: Ich finde die Zeiten von Atlantis, die Ming-Dynastie und biblische Zeiten sehr interessant. Ich finde auch Zeitabschnitte, die noch nicht stattgefunden haben, unglaublich interessant.

Kinoformate

MH: Euer Album gleicht einem aufwendig produzierten Kinofilm.
Seid ihr Filmfans?

Colin: Wir sind riesige Film- und Spielefans, ich wollte unbedingt andere Medien nutzen, um den Sound und die erzählerische Aura von GOA zu verstärken.

MH: Was war der letzte Film, den Du Dir im Kino ansehen konntest?

Colin: Der letzte Film, den ich gesehen habe, war Bad Boys 3, und ich habe ihn geliebt!


MH: Was sind Deine Lieblingsfilme und warum?

Colin:

  • „Shutter Island“ – Ich liebe die Leistung von Di Carpio und das Drehbuch
  • „1917“ – Faszinierende Regie und Kinematographie
  • „Blazing Saddles“ – Klassische Komödie, die buchstäblich jeden beleidigt.
  • „Demolition Man“ – Hat mich durch eine wirklich harte Zeit in meinem Leben gebracht.
  • „Flight of the Navigator“ – Kindheitsfavorit.
  • „Star Wars“ – … fast alle davon
  • „Herr der Ringe“ – … Alle von ihnen

Vom Chorsänger zum Metalrebell

MH: Colin, Du bist in einer musikalischen Familie aufgewachsen und wurdest dementsprechend inspiriert, allerdings anders, als man es sich vielleicht vorstellen mag. Zunächst lerntest Du am Klavier. Parallel dazu wurdest Du im Gesang, genauer gesagt im klassischen Chorgesang, ausgebildet. Im Alter von 11 Jahren erhieltest Du eine Auszeichnung für Deine himmlischen Gesangskünste und hattest sogar die Ehre, im Königshaus zu singen.
Wie bist Du damals in die Welt des Rock und Metal gekommen? Welche Band hat es geschafft, Sie mit welchem Song zu begeistern?

Colin: Für mich waren es METALLICA mit dem „Black“ Album“! „Of wolf and man“-Das ist ein Monster! Und dann waren da noch EXTREME mit „Pornografitti“.

Sakraler Einfluss auf GOA

MH: Bisher bist du eher als Gitarrist in Erscheinung getreten.
Was hat dazu geführt, dass du jetzt neben deiner Rolle als Gitarrist auch mehr gesanglich beiträgst?

Colin: Ich war wirklich stark in das Songwriting involviert, und ich wollte das nutzen, um ein anderes Element in das Chaos zu bringen, fast wie eine Ruhe im Gemetzel, wenn man so will.

MH: Wurden die sakralen Refrains wie z.B. im Song „The Third Pillar“ von Deinen ersten Gesangserfahrungen als Kind inspiriert?

Colin: Ja, ich liebe Chormusik zu 100%.

Der Glaube an sich

MH: Auf Eurem Album geht es mehr um die alten Götter und ihre Geschichten. Du bist ja auch noch Mitglied der Band DEVILMENT.
Bist du immer noch mit dem christlichen Glauben und der Kirche verbunden oder haben sich die Ansichten und Einstellungen geändert?

Colin: Ich bin nicht wirklich für oder gegen das Christentum, ich habe eine christliche Moral für den größten Teil, denke ich. Heutzutage glaube ich daran, Menschen zu helfen und zu versuchen, freundlich und akzeptierend gegenüber anderen zu sein. Ich finde, Religion ist offen für den Irrsinn von allen extremistischen Glaubensanhängern .

MH: „Halls Of Lemuria“ war der erste Song, der für das Album geschrieben wurde. Wann wurde dieser Song geschrieben und gab es zu diesem Zeitpunkt bereits Pläne für GHOSTS OF ATLANTIS?
Waren andere Songs bereits in Arbeit oder haben Sie den Rest in Zusammenarbeit arrangiert?

Colin: „Halls Of Lemuria“ war Anfang 2020 fertig und ich hatte bereits in unserer alten Band TCW (THE CONFLICT WITHIN) mit Riffs und Ideen begonnen.
„The Third Pillar“ und “ The Curse Of Man“ habe ich ungefähr zur gleichen Zeit geschrieben und sie waren speziell für GOA.

MH: GHOSTS OF ATLANTIS besteht aus erfahrenen Musikern, von denen einige schon lange in einer Band (THE CONFLICT WITHIN) zusammenarbeiten.
Was war der Anreiz, ein neues Projekt zu starten?
Wo und wie habt ihr Phil und Alzebub gefunden?

Colin: TCW ist GOA plus Alzebub, aber es wurde ein langer LANGER WEG zurückgelegt und diese Zeit wurde dafür genutzt, es so massiv wie möglich zu machen und keinen Stein auf dem anderen zu lassen.
Alzebub, Rob und ich haben vor 15 Jahren in einer Melodic Thrash/Death Band namens REBIRTH gespielt. Also ist die ganze Band schon seit vielen Monden zusammen.

Besonders sein

MH: GHOSTS OF ATLANTIS vereinen eine Menge in ihrer Musik und man könnte viele Vergleiche zu anderen Bands ziehen, die einen Teil eurer Musik ausmachen. Aber insgesamt habt Ihr es geschafft, Euren ganz eigenen Sound zu kreieren, der aus melodischem Death Metal mit feinen Black Metal Einflüssen besteht und mit orchestralen Elementen versehen ist.
Wie ist der Sound von GHOSTS OF ATLANTIS zustande gekommen?

Colin: Im Grunde habe ich mich ein Jahr lang im Studio eingeschlossen und die Musik geschrieben, wenn ich nicht auf der Arbeit war.


MH: Was waren die ersten Ideen?

Colin: Ich wollte einfach meine Erfahrung und meine Stärken im Songwriting nutzen und etwas Aufregendes machen und versuchen, es besonders werden zu lassen.

MH: Wie schwierig ist es heutzutage, in der Musikwelt aufzufallen und etwas Neues zu schaffen?

Colin: Sehr, sehr schwierig!!!

Letzte Worte

MH: Natürlich gebühren die letzten Worte Dir, falls Du noch was loswerden möchtest! Ich bedanke mich auf jeden Fall für Deine Zeit und die Mühe.

Colin: Danke an alle, die an dieses Projekt geglaubt haben, es bedeutet uns die Welt! Wir sind eine Band von Freunden und wir wollen anderen helfen, indem wir Musik machen, die sie durch schwere Zeiten bringen kann.
Wenn wir das erreichen, dann haben wir die ersten Schritte zu einer wirklich lohnenswerten Band geschafft.

Interview english

It is a rare feature

when a debut album is honoured with a full score. But after listening to the new album „3.6.2.4“ by GHOSTS OF ATLATNIS (Facebook ), I just couldn’t do anything else. It already flashed me on the first listen, but only after repeated listenings you can grasp and enjoy all the details and sophistication of the work (Review ). Naturally, I´m very curious to know what kind of men launched this musical blockbuster. Also significantly involved in the songwriting was Colin Parks, who is GOA’s guitarist and a contrasting vocalist to Phil.

The mystical background

MH: Already your band name GHOSTS OF ATLANTIS contains a certain mysticism. The album title „3.6.2.4“ is even more mystical and mysterious. I know you don’t want to reveal too much about that, so that the listeners start searching for the solution themselves. But is there perhaps a small hint to the background of this numbers? Are they coordinates?


Colin: They certainly are coordinates 🙂 „3.6.2.4“ is the map reference point on the strait of Gibraltar, this is where legend tells us that Atlantis lays beneath the surface. 

MH: Why did you decide on the band name GHOSTS OF ATLANTIS? 

Colin: We just came up with it about 5 years ago, it had no massive meaning at the time. 

References to the present

MH: Is it because of the mystical aura and the legends around Atlantis or does it have a deeper meaning? Are there references to the present day?

Colin: There are many pointings to the present day, tracks such as „False Prophet“ and „The Curse Of Man“ speak of our destructive nature, greed and lust for power. 

MH: Which historical period do you find most interesting?

Colin: I find the times of Atlantis, the Ming Dynasty, and biblical times very interesting. I also find time periods yet to occur, incredibly interesting. 

Cinema formats

MH: Your album resembles a lavishly produced cinema film. Are you film fans?

Colin: We are huge movie and gaming fans! I wanted to really utilise other forms of media to add to the sound and storytelling aura of GOA.

MH:  What was the last film you were able to watch at the cinema? 

Colin: The last movie I watched was „Bad Boys 3″, and i loved it! 

MH: What are your favourite films and why?

Colin:

  • „Shutter Island“ – I love the performance by Dicarpio and the script writing. 
  • „1917“ – Mesmerising directing and cinematography. 
  • „Blazing Saddles“ – Classic Comedy that offends literally everyone. 
  • „Demolition Man“ – Got me through a really tough time in my life. 
  • „Flight Of The Navigator“ – Childhood favourite. 
  • „Star Wars“ – Almost all of them
  • „Lord of the rings“ – All of them

MH: Colin, you grew up in a musical family and were inspired accordingly, but differently than one might imagine. First you learned to play the piano, and in parallel you were trained in singing, or more precisely, in choral singing. At the age of 11, you received an award for your heavenly singing skills and even had the honour of singing in the royal house. How did you enter the world of rock and metal back then? Which band succeeded in inspiring you with which song?

Colin: For me it was METALLICA „Black“ Album! The Song „Of Wolf And Man“ is a monster! And there was also Extreme with „Pornografitti“!

Sacral influence on GOA

MH: So far, you have appeared more as a guitarist. What led to the fact that you are now contributing more vocally in addition to your role as a guitarist?

Colin: I have really been heavily involved in the songwriting, and I wanted to use that to bring a different element to the chaos, almost like a calm in the carnage if you will. 

MH: Were the sacred choruses like on the song „The Third Pillar“ inspired by your first childhood singing experiences?

Colin: Yes 100% I love choral music. 

Faith

MH: Your album is more about the old gods and their stories. You are also still a member of the band DEVILMENT. Are you still connected to the Christian faith and the church or have views and attitudes changed?

Colin: I am not really for, or against Christianity, I have Christian morales for the most part i guess. These days I believe in helping people and trying to be kind and accepting of others. I find religion is open to the insanity of all extremist faith followers .

MH: „Halls Of Lemuria“ was the first song written for the album. When was this song written and were there already plans for GHOSTS OF ATLANTIS at that time? Were other songs already in the works or did you arrange the rest in collaboration?

Colin: „Halls Of Lemuria“ was finished early 2020 and I had already began riffs and ideas in our old band TCW (The Conflict Within). I wrote pillars and curse around the same time and they were specifically for GOA. 


MH: GHOSTS OF ATLANTIS consists of experienced musicians, some of whom have already worked together in a band (The Conflict Within) for a long time. What was the incentive to start a new project? Where and how did you find Phil and Alzebub?

Colin: TCW is GOA plus Alzebub, however it has come on a LONG WAY as the time was dedicated to make this as massive as possible and leave no stone unturned. Alzebub, myself, and Rob played in a melodic thrash/death band called rebirth 15 years ago so the whole band has been together for many moons. 

Be special

MH: GHOSTS OF ATLANTIS combine a lot in their music and one could draw many comparisons to other bands that make up part of your music. But as a whole you have succeeded in creating your very own sound which consists of melodic death metal with fine black metal influences and is provided with orchestral elements. How did the sound of GHOSTS OF ATLANTIS come about? 

Colin: Basically I locked myself away in the studio for a year and wrote the music when i was not at work. What were the first ideas? Just to take my experience and songwriting strengths and make Something exciting and try make it special. How difficult is it nowadays to stand out and create something new in the music world?

Colin: Very, very difficult!!!

Last words

MH: Of course, you still deserve the last words if you want to say something. I thank you in any case for your time and effort.

Colin: Thank you to everyone that has believed in this project, it means the world to us! We are a band of friends and we want to help other’s by making music that can get them through tough times. If we achieve that , then we have succeeded in taking the first steps to being a truly worthwhile band. 

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Bildquellen

  • GHOSTS OF ATLANTIS 3 6 2 4– Cover+Infos-3: Cover+Infos-->Qabar PR / Background, Amboss-->Pixabay
  • GHOSTS OF ATLANTIS Titel-2: GHOSTS OF ATLANTIS über Qabar Promotion

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