EDGUY mit THE UNITY – Live in der Zeche (17.09.2017)

Edguy 17.09.17 Zeche Bochum

Zum 25. Jubiläum der Band haben EDGUY erst kürzlich mit „Monuments“ (HIER unsere Review) ein wirklich tolles Packet geschnürt. Zur weiteren Feier des Anlasses haben die Hessen eine große Tour gestartet, die sie am Sonntag, den 17.09.2017 nach Bochum in die Zeche geführt hat. metal-heads.de war für euch dabei, um ausführlich in Wort und Bild zu berichten.

Lange Schlange vor dem Eingang

Als wir um kurz vor 19 Uhr an der Zeche eintreffen, hat sich vor dem Eingang bereits eine ca. 100 Meter lange Schlange gebildet. Kein Wunder, meldet der Veranstalter für den heutigen Abend doch: ausverkauft! Als die Tore der Halle pünktlich öffnen, löst sich die Schlange jedoch in „Null komma Nix“ auf und es geht zügig hinein. Respekt für die tolle Arbeit des Personals der Zeche! Da es keinen Fotograben gibt, müssen die Fotografen mit der Treppe vorlieb nehmen, das hat der Qualität der Fotos unseres Chipsy aber keinen Abbruch getan!

THE UNITY heizen die Stimmung an

The Unity 17.09.17 Zeche BochumDie Rolle des Anheizers hat heute Abend THE UNITY übernommen. Im Mai hat die Truppe ihr Debütalbum veröffentlicht und konnte nicht nur bei uns (HIER die ausführliche Review) gute Kritiken ernten. Nach einem alten Schlager als Intro startet die Truppe mit dem Opener ihres Albums „Rise and Fall“ ihren Set. Schnell wird erkennbar, dass die Formation mit den ehemaligen Gamma Ray Recken Michael Ehré (Schlagzeug) und Henjo Richter (Gitarre), dem italienischen Sänger Gianbattista (Gianba) Manenti, Gitarrist Stef E und  Bassist Jogi Sweers über viel Bühnenerfahrung verfügt. Souverän bestreiten THE UNITY ihren Auftritt und bringen das Zechenpublikum auf Temperatur.

Eine echte Einheit

Die Band präsentiert sich ihrem Bandnamen entsprechend als echte Einheit und überzeugt durch Harmonie und gutes Zusammenspiel. Frontmann Gianba Manenti überzeugt mit Ausstrahlung und angenehmer Stimme. Auch wenn er aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse den Wochentag (leider war es kein Samstag 😉 ) nicht richtig hinbekommt, schafft er es dennoch, die Zuschauer zum Mitklatschen zu animieren. Obwohl der Barde über einen eindrucksvollen muskulösen Körper verfügt, fehlt ihm bei den härteren Songs wie „God Of Tempation“ erstaunlicher Weise etwas Power in der Stimme. Dies wird durch den Backgroundgesang der übrigen Bandmitglieder jedoch weitestgehend ausgeglichen und spätestens mit dem Gamma Ray Cover „Send me a Sign“ hat THE UNITY die Fans überzeugt. Mit „Never Forget“ geht ein Auftritt zu Ende, der gefallen hat und Lust auf mehr macht!

Setlist THE UNITY

Intro
Rise and Fall
Firesign
No More Lies
God of Temptation
Close to Crazy
Send me a Sign
Never Forget


EDGUY lässt die Zeche beben

Nach einem kurzen instrumentalem Intro starten EDGUY mit „Love Tyger“ in den Abend und sofort ist die Kulisse da. Die Fans sind schier aus dem Häuschen und es zeigt sich, dass die Entscheidung der Band mal wieder in kleinen Hallen aufzutreten, goldrichtig war. Bereits beim zweiten Song „Vain Glory Opera“ erreicht die Stimmung einen vorläufigen Höhepunkt. Tobias Sammet und Konsorten präsentieren an diesem Abend eine gelungen Auswahl von Titeln aus ihrer 25. jährigen Schaffenszeit. Dabei gibt es neben den „All Time Classics“ auch selten gespielte Songs wie „The Piper Never Dies“ oder „Save Me“ (bei dem ein besonders vorlauter Gast der Empore sogar einen kurzen Solo-Gesangspart übernehmen durfte 😉 ) zu hören.

Die Zeche singt und klatscht

Edguy 17.09.17 Zeche BochumIm Mittelpunkt des EDGUY Auftritts steht, wie gewohnt, Sänger und Tausendsassa Tobias Sammet, der nicht nur mit gewohnt humorvollen Ansagen sondern auch mit starkem Gesang überzeugt. Auf den Abend im Ruhrgebiet und speziell in Bochum hat sich Tobi offensichtlich gut vorbereitet, gibt es doch Anekdoten zu Herbert Grönemeyer und Axel Rudi Pell zu hören. Auch Tobis Wunsch nach einem Bier bleibt nicht unerhört und von der Anfeuerung der Fans lässt er sich sogar dazu animieren, dieses „auf Ex“ zu trinken. Der Aufforderung Mitzusingen und Mitzuklatschen kommen die Zuschauer gerne nach und mit der Stimmung steigt auch die Temperatur in der Zeche von Song zu Song.

Schlagzeugsolo und Steigerlied

Ein gutes und nicht zu langes Schlagzeugsolo von Felix Bohnke sorgt für Abwechslung und mit einem der härtesten und schnellsten EDGUY Songs „Babylon“ beenden die Jungs zunächst das Programm. Die zum Ende des Songs eingeschobene Passage des Maiden-Klassikers „The Trooper“ heizt die Stimmung dabei noch weiter an. Natürlich werden vehement Zugaben gefordert. Zunächst einmal stimmt Tobi dabei, der Location angemessen, das „Steigerlied“ an und wird von den Fans sofort lautstark Edguy 17.09.17 Zeche Bochumunterstützt. „Superheroes“ und „King Of Fools“ bilden dann den eigentlichen Zugabenteil und beenden einen super Auftritt von EDGUY.  Dabei möchte ich auch die starken Gitarristen Jens Ludwig und Dirk Sauer sowie Bassist Tobias Exxel nicht unerwähnt lassen.

Minimale Kritik

EDGUY haben an diesem Abend sicher einen ihrer stärksten Auftritte abgeliefert, die ich von ihnen gesehen habe, wozu auch das Bochumer Publikum seinen Beitrag geleistet hat. Ein kleines bisschen Kritik muss ich am Ende aber doch noch üben. Durch die vielen und langen Ansagen von Tobi und die langen Mitsingparts hat es am Ende nur zu 12 Songs gereicht. Etwas weniger „Drumherum“ und der eine oder andere Titel mehr (von den neuen Songs auf „Monuments“ wurde keiner gespielt) wäre drin gewesen. Aber das ist jammern auf ganz hohem Niveau!

Setlist Edguy

Intro
Love Tyger
Vain Glory Opera
Mysteria
Land Of The MIracle
Lavotory Love Machine
The Piper Never Dies
Tears of a Mandrake
Schlagzeug Solo
Ministry of Saints
Save Me
Babylon (mit Ausschnitt aus „The Trooper“
Zugaben:
Superheroes
King of Fools


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Bildquellen

  • The Unity 17.09.17 Zeche Bochum: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Edguy 17.09.17 Zeche Bochum: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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