Party.San 2022 – Donnerstag

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Party.San 2022 – Donnerstag

Endlich stand der Party.San 2022 – Donnerstag auf dem Programm! Das Wetter war sehr gut, sonnig, nicht schwül, es ging fast immer Wind. So ein Flugplatz hat allerdings den kleinen Nachteil, dass da genau KEIN Baum steht. Es gibt also nur dort Schatten, wo dieser künstlich geschaffen wird. Aber man soll ja nicht immer jammern. Es war trocken und das war gut so.

Wer übrigens Teil 1 meines Berichtes zum Thema Anreise noch nicht gelesen hat, der kann das schnell nachholen KLICK.

Startschuß

Im wahrsten Sinne des Wortes gibt es einen Startschuß. Jeden Morgen, kurz bevor das Festivalgelände öffnet, ertönt zuerst eine Sirene und danach 2 krachende Kanonenschläge. Die böllern wirklich dermaßen, dass man zusammenzuckt, wenn man das Spielchen nicht kennt. Ok, man zuckt auch zusammen, wenn man es kennt. Ich fand’s irgendwie cool…witzige Idee. Ich trau mich kaum, es zu sagen…aber irgendwie haben wir es hinbekommen, direkt die erste Band zu verpassen. Immerhin haben wir Birdflesh zwar nicht gesehen, aber wenigstens gehört. Und was man da so hörte, das klang gut. Die Sonne knallte gnadenlos und wir machten uns auf zum Infield.

Revel in Flesh

Unser Opener ins Festival waren damit Revel in Flesh aus Süddeutschland. Die Death Metal Kombo rund um Sänger Ralf Hauber durfte ich bereits vor einigen Jahren im Turock / Essen zusammen mit Deserted Fear sehen. Da sie mir damals bestens gefallen haben, stand fest, dass ich auch diesen Auftritt sehen wollte. Das Party.San war übrigens die größte Bühne, auf der sie bisher gespielt haben. Dadurch auch leichte Nervosität bei den Jungs, die aber schnell verflog. Und wenn es erst mal läuft, dann läuft es eben. So zum Glück auch hier der Fall. Feinster Death Metal ballerte aus den Boxen und auch mein Lieblingssong „Fortress of Gloom“ war in der Setlist vertreten. So ergab sich schon zu früher Stunde der ein oder andere Pit. Am Ende noch ein Cover zum Motörhead Song „Rock Out“ und nach knapp 45min war der Gig durch. Die Stimmung im Publikum war super und der Platz vor der Bühne schon ordentlich gefüllt. Ich denke, Zuschauer wie auch Band konnten mit der Performance zufrieden sein.

Gaerea

Weiter ging es auf der Mainstage mit Gaerea, feinster Black Metal aus Portugal. Leider habe ich die auch nur zum Teil gesehen, da wir uns im Backstage Bereich nach dem Revel in Flesh Gig verquatscht hatten. Man hat doch so einige Leute dort getroffen. Aber was ich von Gaerea gesehen und gehört habe, war top. Die Jungs haben, trotz frühem Slot, richtig abgeliefert. Auch wenn ich sonst nicht so der Fan von zu viel Verkleidung bin…die sahen einfach super aus, mit ihren goldenen Symbolen auf den Masken und den schwarz geschminkten Armen. Und der Sound war ebenfalls richtig gut. Werde ich mir bei der nächsten Gelegenheit definitiv nicht durch die Lappen gehen lassen.

Nyktophobia

Auf der Zeltbühne sollte unsere erste Show die von Nyktophobia sein. Auch darauf habe ich mich vorab sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Melodic Death Metal aus deutschen Landen mit heftigem schwedischen Einschlag. Die satte Stimme von Sänger Tomasz hatte mir bei seiner ex-Band Dawn of Disease schon gut gefallen. Und er wusste ganz genau, wie er seine brachiale Stimme live einzusetzen hatte. Leider war die Stagetime mit 30 Minute kurz bemessen und die Devise hieß „weniger labern, mehr singen“. Ein absolutes Melo Death Feuerwerk! Das Zelt war sehr gut gefüllt und der Abriss wird sicher noch in Erinnerung bleiben. Satte Nummer, die ich mir sofort wieder anschauen würde.

Verschnaufpause und ne Handy App

Leider waren wir danach von dem ganzen rumgestehe und der Hitze schon etwas angeschlagen. So haben wir blöderweise High Spirits und Secrets of the Moon auf der Main verpasst. Gerade letztere hätte ich sehr gerne gesehen, da sie sich auf Abschiedstour befanden. Du kannst dir vornehmen, was Du willst, am Ende siehst Du nie alle Bands, die ursprünglich auf dem Zettel standen. In dem Zuge möchte ich direkt die hervorragende Party.San Handy App empfehlen. So weit ich weiß, ist sie von 2 Fans kostenfrei programmiert worden. Ein absolut geniales und durchdachtes Teil, dass man als Besucher des Festivals unbedingt auf dem Handy haben muss. Jedenfalls mussten wir aus der Sonne raus und einfach mal auf dem Arsch sitzen, was Essen und trinken u.s.w.

Exhorder

Weiter ging es mit Exhorder und groovigem Thrash Metal made in the USA. Diese hatten den Ausfall eines Gitarristen zu verzeichnen, der aber durch Waldemar Sorychta (Grip Inc., Despair) ersetzt werden konnte. Die Fans feierten die Band mit „Exhorder“ Rufen. Der Auftritt war sicherlich völlig ok, meine Baustelle sind die aber nicht.

Der Weg einer Freiheit

Melodischer und moderner Black Metal mit deutschen Texten aus bayrischen Landen stand auf dem Programm. Premiere für Der Weg einer Freiheit auf dem Party.San! Es war erstaunlich voll vor der Bühne und ich hatte mich auch gewundert, die Band im Billing so weit oben zu sehen. Aber die Mannen rund um den charismatischen Sänger Nikita Kampard haben nicht enttäuscht und wurden von ihren Anhängern gefeiert.

Alcest

Auch wenn das Gebälk schon am Knarzen war, und alles nach einer Pause schrie…die Franzosen von Alcest wollte ich nicht verpassen. Die hatte ich 2018 schon mal im Turock gesehen (die Show der Vorband habe ich bis heute nicht vergessen) und nach 4 Jahren kann man ja mal wieder. Alcest war eine dieser (wenigen) Bands, die nicht so recht ins Party.San Billing passten. Das war natürlich kein Versehen der Booker…es ist hier Standard, ein paar Bands an Board zu haben, die aus der Reihe tanzen. So ging es auch gewohnt melodisch und ruhig zur Sache. Ich möchte dem Lichtmenschen mal ein Lob da lassen, das war sehr atmosphärisch und passend ausgeleuchtet. Trotz Ruhe und Melodien wurde die Band gefeiert. Da lagen die Macher des Festivals wohl nicht daneben.

Mayhem

Für viele sicherlich das nächste Highlight im Billing und quasi erster Headliner des Abends: Mayhem. Geschichten und Legenden gibt es über die Urgesteine des Black Metals mehr als genug. Sogar Filme wurden über sie gedreht. Ich muss gestehen, dass die eigentlich nicht mein Fall sind. Und trotzdem haben sie mich auf ihre Art beeindruckt. Die Inszenierung war irgendwie perfekt. Die Musiker haben sich den Arsch abgespielt und der Drummer alles zu Klump gehauen. Und was Sänger Attila da so veranstaltet…man kann es nicht Growls und auch nicht Screams nennen. Teilweise so ein knarzen, keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll. Ob und wie da nachgeholfen wird, ich weiß es nicht. Jedenfalls klingt es geil. Als es nach ca. 30 Minuten eine kurze Pause gab und die Musiker in Kutten zu Freezing Moon wieder auf die Bühne kamen, spätestens da war das Eis vollends gebrochen.

Cannibal Corpse

Der Corpsegrinder gab sich die Ehre, mit seiner Band Cannibal Corpse den zweiten Headliner Slot zu besetzen. Der Typ ist einfach eine eine Maschine. Wie eine Urgewalt brüllt er seine Songs raus und man muss es neidlos zugestehen, da sitzt alles wie die Faust aufs Auge. Die Stimme verliert niemals auch nur eine Nuance seiner Tonlage. Ich weiß nicht, wie der das macht…er macht es einfach. Dazu eine Windmill nach der anderen. Natürlich hat er das passende Shirt an, welches sein Konterfei mit dem Spruch „Respect the Neck“ ziert. Ein Fuß auf die Monitorbox und ab geht die Post.
Was ich leider bemängeln muss…die ersten Lieder waren alle im midtempo gehalten und bei aller Perfektion kann das schon mal ein wenig einlullend wirken. Das ist aber meckern auf hohem Niveau. Der Tag war gespickt mit Highlights, das war ein super Auftakt und hat richtig Spaß gemacht!

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Bildquellen

  • Partysan-Einfahrt: Frank Moldenhauer

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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