Party.San 2022 – Die Anreise

Party.San 2022

Party.San 2022 – Die Anreise

Lange habe ich auf diesen Moment hingefiebert. Es ist nicht übertrieben wenn ich sage, dass ich schon seit Jahren zum Party.San Open Air fahren wollte. Aber erst hat es aus diversen Gründen nicht gepasst und dann kam diese komische Pandemie dazwischen. Aber jetzt war es endlich soweit. Party.San 2022 – Die Anreise! Es war Mittwoch, der 10.08.2022 und wir wollten uns zu dritt auf dem Weg nach Schlotheim zum Flugplatz in Obermehler machen, der ein mal im Jahr zum Pilgerort für den Extreme Metal mutiert. Das heißt, zu mindestens 90% wird dir dort Death, Black und Thrash Metal vor den Latz geknallt. Aber so richtig, denn dort spielt alles…vom undergroundigsten Underground bis zur Creme de la Creme des jeweiligen Genres. Ich darf vorweg nehmen, es war ein genialer Mix.

Abfahrt

Wir hatten das Wohnmobil meiner Eltern gechartert und wollten an diesem Mittwoch spätestens um 17 Uhr los kommen. 350km standen auf dem Plan, für die Strecke von Duisburg nach Schlotheim. Das Akkreditierungsbüro hatte an dem Tag nur bis 23Uhr geöffnet, zu spät ankommen wäre irgendwie doof gewesen. Glücklicherweise kamen wir dann sogar eine Stunde eher los, hatten aber den Berufsverkehr im Ruhrpott unterschätzt. Der Unfall auf der A3, der dann zu Rückstau auf der A40 führte, war ebenfalls alles andere als hilfreich. So führte Google Maps uns durch halb Duisburg, um dann irgendwann auf die A59 aufzufahren. Schnell ging es dann auf die A2 und nach knapp einer Stunde Fahrzeit hatten wir endlich die Grenzen unserer Heimatstadt hinter uns gelassen. Das fing schon mal gut an und man kann nicht mal was trinken. Na egal. Als wir endlich aus dem Ruhrpott raus waren, lief es besser.

Die Fahrt

Die Fuhre rollte so Richtung Osten und irgendwann passierten wir mal Kassel. In dieser Zeit sind wir noch an 2 Vollsperrungen auf Autobahnen vorbei gefahren und in einer wären wir fast drin gelandet. Hinter Kassel wurde es auf einmal so richtig bergig und das Wohnmobil mußte etwas ächzen, meisterte die Anstiege aber doch recht souverän. Ist leider nicht besonders schnell, so ein Teil. Aber wenn man erst mal vor Ort ist, dann doch ziemlich komfortabel. Nach etwas über 300km ging es von der Autobahn ab und ab da nochmal gute 30Km über Land und Hügel, inkl. einiger Serpentinen. Man fuhr da so richtig durch die Pampa und ziemlich müde Örtchen. Landschaftlich echt schön, aber für einen Pottjungen halt auch ungewohnt ruhig. Vor uns war so gut wie gar kein Verkehr, man dachte irgendwie schon, auf der falschen Fährte zu sein. Und irgendwann, als man schon der Meinung war, da kommt nix mehr…ja auf einmal war er da, dort drüben auf der linken Seite. Der Flugplatz Obermehler. Das heilige Mekka für kühles Bier und „auf die Fresse Metal“. Und irgendwie waren sie gefühlt alle schon da, am Mittwoch Abend, gegen 21Uhr. Der Platz sah im vorbeifahren jedenfalls gut gefüllt aus.

Ankunft und Checkin

Von der Hauptstraße aus links abgebogen und da war plötzlich der Triumphbogen….Welcome to hell! Ja man, hier sind wir genau richtig.

Das man zur Akkreditierung aber vorher rechts hätte abbiegen musste, war entweder nicht ausgeschildert, oder wir waren einfach zu aufgeregt und haben sämtliche Schilder übersehen. Wie kleine Kinder, die sich gleich auf aaaaalles freuen, was da kommen mag. Kaltes Bier, heiße Musik, geile Leute und so weiter. Ich also fröhlich die Security angestrahlt „Wir wollen zur Akkreditierung“…“ja, da müsst ihr wieder umdrehen und ein Stück zurück“. Ja verflixt. Ich den Trümmer an der Einfahrt gewendet und die ersten hektischen Blicke geerntet. Die dachten vermutlich, der Irre bricht gleich mit dem Panzer durch die Absperrung. Neee, ich wollte nur drehen. Zurück, dann links und wieder links und da stand er, in all seiner Pracht. Der Akkreditierungscontainer. Schnell die ausgedruckten Anmeldungen vorgelegt, bezahlt was zu bezahlen war und wieder ab zum Gate to Hell. Dort wurden wir noch fix auf Glasflaschen kontrolliert und dann ging es ab Richtung VIP Camping. Glaubt mir, das klingt jetzt doller, als es ist…

Unser Platz

Das schöne am VIP Camping…er grenzt direkt ans Festivalgelände. Wir also fix die Lage gecheckt, es dämmerte nämlich schon und meine 2 Kollegen mussten noch ihr Zelt aufbauen. Also etwas hektisch für einen Platz entschieden. Wie sich hinterher rausstellte, am weitesten von den Duschen/Toiletten und vom Eingang weg, dafür quasi in direkter Nähe zum Partyzelt. Ein Garant für viel laute Musik in der Nacht. Aber man kann bekanntlich nicht alles haben und so schlimm war es am Ende dann Nachts auch nicht 😉
Das schlechte am VIP Camping…es gab genau 1 Spülklo für die gesamte Herrenwelt. Der zweite Container mit Herrenspülklo war laut Security den Händlern vorbehalten. Das war wirklich mies…ziemlich mies. Aber das schöne war, dass es mehr nicht zu motzen gab.

Der erste Abend

Nach Zeltaufbau und einem ersten Bier ging es zum Lagecheck aufs Gelände. Dieses ist rechteckig angelegt. In der Mitte ein geräumiges Infield und rundrum Verkaufs- und Essensstände. Auf einer Stirnseite steht die Bühne und längs davon das lanngezogene Zelt mit der Tentstage. Im Zelt erst mal so ein Köstritzer Schwarzbier geschnappt. 4 Euro für 0,4 Liter gehen sehr in Ordnung. Es gab zwar noch keine Livemusik, aber Krach aus der Konserve vom DJ inkl. Headbanger Einlagen von Tobi (der von den beiden, der in den Party.San Videos noch Haare hat) auf der Bühne. Nicht Vortänzer, sondern Vorbanger quasi. Recht schnell erspähten wir den Cuba Libre Stand und ich darf euch feierlich verkünden…das Zeuch war wirklich wirklich lecker, gut gemacht und sehr wirksam. Dementsprechend war ich dann auch relativ schnell relativ betrunken. Ich bin mir zu 99,9% sicher, dass an dem Stand nicht nur Havana Club dran stand, sondern dass in den Bechern auch selbiger enthalten war. Und nicht irgendeine billige Kopie, die nach medizinischem Alkohol schmeckt. Jedenfalls sind die 5 Euronen für 0,3 Liter von diesem vorzüglichen Getränk sehr gut angelegt und wieder fair bemessen.
So ging der erste Abend mit guter Musik und noch besseren Drinks zu Ende und wir hatten richtig Bock auf Livemusik am folgenden Tag.

Die nächsten Tage

Wir werden die Artikel zu den weiteren Party.San Tagen nach und nach veröffentlichen. Den nächsten gibt es vermutlich in der kommenden Woche.
Inzwischen sind alle Artikel online und ich verlinke sie mal gebündelt hier. Da haben wir den Donnerstag, den Freitag, den Samstag und das Fazit.

In eigener Sache

Alles Aktuelle zu metal-heads.de gibt es bei Facebook. Und natürlich gibt es noch viele weitere News, Reviews und Live-Berichte aus der Szene der harten Töne bei uns auf der Homepage. Um ja nichts zu verpassen, abonniert ihr am besten unseren kostenlosen Newsletter oder folgt uns bei Facebook. Die besten Bilder findet ihr dann bei Instagram und unser YouTube Channel hält schon jetzt einiges bereit. Schaut mal rein.

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • Partysan-Einfahrt: Frank Moldenhauer
  • PartySan2022-UadaBuehne: Frank Moldenhauer - Moldi@metal-heads

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 + sieben =