Trivium Live in der Turbinenhalle Oberhausen

Trivium - Turbinenhalle Oberhausen
Trivium - Turbinenhalle Oberhausen

Am 12.03.2018 haben sich Scumbag und ich aufgemacht, die Turbinenhalle in Oberhausen zu entern. Trivium standen auf dem Plan, supported von Venom Prison und Power Trip. Der Einlass verlief reibungslos und ich war etwas überrascht, dass es nur in den kleinen Saal ging. So war der Andrang insgesamt auch nicht riesig, die Halle war am Ende ca. zu 2/3 gefüllt. Ich denke mal, das Trivium Konzert am Vortag in Köln sowie die anhaltende Grippewelle haben für den Standort Oberhausen einfach Zuschauer gekostet. Macht aber nix, so kam man schnell an die Getränke und ohne großes Gedrängel konnte man sich relativ weit vorne positionieren.

Venom Prison

Pünktlich um 19.30 Uhr starteten Venom Prison mit ihrem Programm. Der Deathmetal Fünfer aus England geht dann auch direkt brachial zu Werke. Der Sound, der aus der Anlage kam, war ok und handwerklich war das keine schlechte Musik. Für mich war die Auswahl von Venom Prison als Vorband allerdings etwas überraschend, machen sie doch eine ganz andere Musik als der Headliner. Brachial, roh, laut…mit viel Power von der Sängerin, aber meinen Nerv hat der Stil leider nicht getroffen. Das ging auch einem Großteil der Zuschauer anscheinend so, wirklich anheizen konnten Venom Prison das Publikum nicht.

Power Trip

Nach kurzer Umbauphase gesellten sich gegen 20.15 Uhr Power Trip auf die Bühne. Die Jungs aus Dallas, rund um Sänger Riley Gale, spielen einen Mix aus Thrash Metal und Hardcore. Gale war immer bemüht, das Publikum anzuheizen und mit einzubeziehen, was stellenweise gut gelungen ist. So gab es erste Circle und Mosh Pits im Bereich vor der Bühne. Insgesamt war die Halle auch schon deutlich besser gefüllt, als noch bei Venom Prison. Power Trip sind dann beim Publikum insgesamt auch deutlich besser angekommen. Leider wirkt ihre Musik zeitweise ein wenig eintönig, klingt doch jedes zweite Lied irgendwie gleich. Da sollten die Jungs dran arbeiten, ansonsten war das ein solider Auftritt.

Setlist Power Trip

  1. Soul Sacrifice
  2. Executioner’s Tax
  3. The Hammer of Doubt
  4. Nightmare Logic
  5. Murderer’s Row
  6. Firing Squad
  7. Manifest Decimation

Trivium

Gegen 21.30 Uhr kam dann der Headliner auf die Bühne.  Los ging es mit dem Titelsong des neuen Albums, The Sin and the Sentence. Leider war der Sound derart matschig, dass der an sich gute Song nicht so viel Spaß machte. Der Tontechniker hatte die Misere aber schnell erkannt und mit Throes of Perdition wurde es dann klangtechnisch deutlich besser. Dann sollte Betrayer folgen, für mich ein Kracher der neuen Scheibe. Und ich sollte auch live nicht enttäuscht werden. Alex Bent an den Drums konnte seine ganze Klasse zeigen und hat mächtig losgeknüppelt. So ging es mit einem munteren Wechsel durch die Alben weiter. Matthew Kiichi Heafy war sichtlich bemüht, das Publikum in Fahrt zu bringen, sei es mit Ansagen, Aufforderungen zum Circle Pit oder diversen Gesten. Und das ist ihm gut gelungen, die Halle ist mitgegangen und vor allem im vorderen Bereich ging es ordentlich zur Sache, Crowdsurfing inklusive.

Nach ca. anderthalb Stunden und 3 Liedern „Zugabe“ war es dann vorbei. Wenn ich was zu meckern hätte, dann das The Wretchedness Inside nicht gespielt wurde, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Trivium Live sollte man auf jeden Fall mitgenommen haben.

Setlist Trivium

  1. The Sin And The Sentence
  2. Throes of Perdition
  3. Betrayer
  4. Ascendancy
  5. Sever The Hand
  6. Inception Of The End
  7. Until The World Goes Cold
  8. Becoming The Dragon
  9. Thrown Into The Fire
  10. Strife
  11. Drowned And Torn Asunder
  12. The Heart From Your Hate
  13. Beyond Oblivion
  14. Shattering The Skies Above
  15. Pull Harder On The Strings Of Your Martyr
  16. In Waves

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Bildquellen

  • Code Orange – Turbinenhalle Oberhausen – 2018-03-04320: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Power Trip – Turbinenhalle Oberhausen – 2018-03-04794: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Trivium – Turbinenhalle Oberhausen – 2018-03-05877: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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